Letzter Tag am Lago di Como – Ende des Sommerprojekts Italien 2025 ;-)

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich leider schon wieder zuhause auf meinem Lieblingssessel und schwelge noch etwas in Erinnerungen an die vergangenen Tage in Italien. Doch mir ist es wichtig, diesen letzten Beitrag noch zu schrieben, um das Sommerprojekt ;-) Italien 2025 abzuschließen.

Am Montag war das Wetter wieder schöner und Kai hatte zwei Vorschläge in Aussicht gestellt. Entweder eine Wanderung auf den Monte Generoso, oder noch einen Besuch am Comer See. Na gut, wenn ich ehrlich bin, habe ich die zweite Möglichkeit zur Sprache gebracht. Aber ich liebe nun mal das Wasser und am wunderschönen Lago di Como waren wir auf dieser Reise noch gar nicht. Also ließ sich Kai schnell überreden.

So fuhren wir nach dem Frühstück über Porlezza in den kleinen Ort Menaggio, direkt am See. Auf dem Weg dorthin hielten wir nochmal an einem dieser Megasupermärkte, um ein bisschen unsere Pastavorräte aufzufüllen. Ich weiss ich weiss, gibt es doch alles auch bei uns. Aber nicht in so vielfältigen Formen. Ich mag das einfach so sehr. Und wenn wir schon mal da sind, ein paar der leckeren Limonenradler und die kleinen Fläschchen mit der Bergamotte Limonade helfen einen beim abendlichen Balkonsitzen in Deutschland. Bittersüße Bergamotte Limo mit Sprudelwasser verlängert und ganz viel Eiswürfeln ist ein toller Sommerdrink.

In Menaggio machten wir erst mal ein Kaffeepäuschchen und danach sind wir durch den Ort geschlendert. Es ist dort sehr aufgeräumt und unheimlich voll. Menaggio ist hübsch. Es ist Hauptsaison. Das merkt man abslulolut. Der kleine Ort ächzt unter den Touristenmassen. Dennoch ist es herrlich sommerlich, fast mediterran und wir geniessen den letzten Tag in Bella Italia.

Der Parkplatzgott war uns wohlgesonnen und zufällig hatten wir direkt nebem einem Campingplatz mit Strandzugang geparkt. Dort waren wir uns dann nochmal schnell erfrischen. Die Badesachen haben wir eigentlich immer dabei. Leider keine Gummischuhe und so musste ich ungelenk ins Wasser torkeln. Es mag komisch ausgesehen haben, das Bad im kühlen See war aber dennoch ganz toll.

Zurück in Pellio am frühen Abend trafen wir noch mal auf unsere Mitbewohner auf Zeit und unterhielten uns ein bisschen auf dem schmalen Balkon. Irgendwie waren wir alle aber recht müde, um länger aufzubleiben.

Der Wecker klingelte am Dienstag morgen unbarmherzig um halb 8. Gemein war das, aber es half ja nix. Wir hatten noch nicht wieder gepackt und die Wohnung wollten wir auch etwas reinigen. Es ging aber doch alles recht zügig und um halb 11 sassen wir vollgepackt im Auto auf dem weg zurück nach Hause.

Quer durch die engen Serpentinen runter zum Luganer See, ich winkte nochmal, also wir auf der Autobahn ueber den See in den Tunnel fuhren.

Ach ja, seufz. War das wieder alles schoen. Das Schwimmen im Rhein und der Apero danach, der Familienbesuch in Turin, Gelato, Pasta, Pizza, Aperol Spritz, das Wahnsinnskonzert im Olympiastadion, die ruhige Landluft und die schoenen Abende auf dem Balkon in Pellio, die klare Luft am Nebeltag … wir hätten noch ein Weilchen so weitermachen können.

Heute ist bereits Donnerstag Abend. Die Luft ist lau, der Himmel endlich wieder blau, der Sessel steht auf dem Balkon, ein kühles Getränk an meiner Seite und ein gutes Buch im Anschluss an diesen Beitrag. So kann man es eigentlich auch hier aushalten.

Das wars erst mal wieder von meiner Seite. Das Bloggen macht gerade so viel Spass, vielleicht lasse ich mich demnächst mal dazu hinreißen auch außerhalb unserer Urlaubsreisen etwas zu schreiben ❤️

Alta Valle Intelvi + der italienische Balkon

Sonntag morgen sind wir aufgewacht und alles war weg. Das Dorf und die dahinterliegenden Berge lagen tief verhüllt im Nebel. Die ganze Nacht hatte es schon geregnet und es war herrlich kühl. Der erste Tag auf unserer Reise, wo das Wetter mal nicht so schön war … und dennoch hatte diese verregnet neblige Stimmung auch ihren Charme. Ich finde regnerischen Wetter in den Bergen total schön, vielleicht weil man so weit schauen kann. Zuhause sieht man dann oft nur einen Fetzen des grauen Himmels und das kann dann schon bedrückend wirken.

Eigentlich war für heute eine kleine Wanderung vorgesehen, aber ohne Sicht macht das wenig Freude, daher haben wir es erst mal ruhig angehen lassen. Beim fruehstueck haben wir uns nett mit unseren temporären Mitbewohnern unterhalten. Die beiden studieren ja noch und muessen derzeit viel lernen. Das macht auch vor dem Urlaub nicht halt. Ich erinnere mich noch an diese Zeit und bin froh, dass ich das nicht mehr tun muss 😉 So konnten wir entspannt den Vormittag geniessen. Kai hat gepuzzelt und ich habe gelesen.

Nachmittags hat es uns dennoch nach draussen gezogen. Da das Wetter zwar ein bisschen besser wurde, aber schon wieder Regen angekündigt war, wollten wir nicht so weit weg. Also hat Kai den Aussichtspunkt Balcone D’italia ausgesucht, den man von Pellio in etwa 20 Minuten mit dem Auto erreicht. Wow, was fuer eine Aussicht. Von einem bestimmten Punkt konnte man den ganzen Luganer See überblicken. Das war echt schoen. Vor allem mit den dramatischen Wolken, die ueber See und Bergen hingen, war das ein besonders beeindruckendes Bild.

Wir sind ein bisschen umherspaziert und fanden eine kleine Minikirche, daneben war eine Bank. Von dort beobachteten wir eine Weile die schnell ziehenden Wolkenschwaden und redeten mal wieder über das Leben. Es war ein besonders schöner Moment.

Leider wurde es etwas zu kalt und wir sind eine sog. Baita, eine Art Berghütte, ähnlich unserer Almhütten. Dort kehrten wir ein und da es in Deutschland Kaffee und Kuchenzeit war, bestellte ich einen Cappuccino (schon wieder zu so einer Unzeit ;-) und ein sehr sehr schmackhaftes Tiramisu. Kai hingegen setzte einen Kontrapunkt mit Bier und einem Stück Crostatine mit Aprikose. Jedem das Seine  🤣

Wir fanden heraus, dass wir inmitten eines Skigebietes waren, auf einmal sah ich auch die Skideko an der Hütte. Schneien tut es aber wohl nur noch selten.

An dieser Stelle noch mal eine Ode an das Alta Valle Intelvi. Vor ca. 10 Jahren wurden die umliegenden Gemeinden zu einer größeren Verwaktungeimheit zusammengeschlossen. Dazu gehören unter anderem Pellio, Lanzo und San Fedele. Aus Marketing Gesichtspunkten vielleicht gar kein schlechter Zug. Denn die ganze Gegend ist touristisch eher unerschlossen und hat doch so grosses Potential. Es ist ein super Wandergebiet, man kann Ebikes ausleihen, fuer Mountainbiker wahrscheinlich auch perfekt. Auf der anderen Seite erreicht man sowohl den Comer als auch den Luganer See in knapp 30 Minuten. Wenn man dann bei einem Cappuccino am Seeufer sitzt, ist man einer vollkommen anderen Welt.

Was ich damit sagen will, wenn jemand Ruhe und Abwechslung mag, dann koennte dies ein schönes Urlaubsziel sein.

Es begann wieder zu regnen und wir sind zurück in die Wohnung. Am Abend haben die jungen Leute gekocht, wir wollten das eigentlich auch tun. Da die beiden aber soviel übrig hatten, kamen wir noch in den Genuss von frischen Papardelle alla Cacio e Pepe. Sehr lecker. Die Kochbegabung scheint familiar veranlagt zu sein ☺️

Zum Abschluss des Tages sassen wir noch zu viert wie die Hühner auf der Stange auf dem schmalen Balkon und haben uns ueber Gott und die Welt unterhalten. Trotzt des nicht so guten Wetters mal wieder ein sehr schöner Tag.

Porlezza am Lago di Lugano und Besuch aus Deutschland

Am Samstag Vormittag sind wir auf die italienische Seite des Luganer Sees gefahren. Ganz oben am See liegt die kleine Stadt Porlezza. Hier sollte heute ein typischer Markt sein und da wollten wir ein bisschen drüber schlendern.

Obwohl es bereits sehr voll war, fanden wir schnell einen Parkplatz und sahen schon von weitem die bunten Marktstände. Viele Leute kamen uns entgegen, vollbepackt mit Tüten. Was man hier ganz gut kaufen kann, sind leichte Sommerkleidchen. Und Kai liebt es irgendwie fuer mich danach zu gucken. Er kennt ein bisschen meinen Geschmack und so macht das wirklich Spass. Gefunden haben wir aber nix und das ist auch gut so, manchmal macht auch einfach nur das Stöbern spass.

Der Markt in Porlezza ist recht gross, aber am Ende wiederholt sich das Warenangebot leider immer wieder. Es scheint nur einen Grosshändler zu geben, der ganz Italien mit diesen Dingen versorgt. Gerne erinnere ich mich dabei an frueher, wenn ich mit meiner Familie auf dem Markt war, damals gab es immer diese weißen Kniestrümpfe mit dem Lochmuster und dem oft viel zu engen Gummi. Nach dem Markt sind wir dann meist noch in irgendeine Bar gegangen. Ganz Italien ist eigentlich voll mit schoenen Kindheitserinnerungen.

Wir haben uns anschliessend den Ort angeschaut und fanden ein gemütlichen Tisch im Schatten, wo es einen Cappuccino und eine Piadina fuer mich gab, Kai hatte einen Aperol Spritz und ein paar Knabbereien.

Das schöne an Porlezza ist, dass es dort ein Strandbad gibt, wo man kostenlos baden kann. Es gibt viele schattenspendende Bäume. Wer mag, kann sich auch ein Schirmchen und zwei Liegestühle mieten. Dazu gibt es noch eine Bar mit Snacks und Getränken und so könnte man hier den ganzen Tag verbringen.

Wir waren aber nur ein bisschen planschen, und da es schon Nachmittag war, sind wir wieder zurueck nach Hause gefahren.

Oben vom Balkon winkte schon Kais (und meine) Nichte Lara, die mit ihrem Freund gerade in Pellio angekommen ist. Da sich ja die gesamte Familie die Wohnung teilt, gibt es hin und wieder auch Doppelbuchungswünsche. Kai und ich hatten zuerst reserviert, aber da die Wohnung eigentlich aus zwei zusammengelegten Wohnungen besteht und daher gross genug ist, macht es doch überhaupt nichts aus, wenn man sich trifft. Im Gegenteil, ich finde es sogar ganz schön.

Abend waren wir alle zusammen in der berühmten Tenda Rossa, dieses Restaurant gehört zu jeden Besuch in Pellio einfach dazu. Und die haben eine Pizza, ein absolutes Gedicht.

Fotoveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Beteiligten ☺️

Hier noch eine Spezialität aus dieser Gegend, die Pizzoccherie alla Valtellina. Kai macht die zuhause auch manchmal. Sehr schmackhafte Nudeln aus Buchweizen, gemischt mit Kohl und Kartoffeln und dann zubereitet mit gaaaanz viel Butter und Käse. Sehr sehr reichhaltig, aber ein echtes Essen fuer die Seele.

Ruhetag in Pellio

Seit Donnerstag Nachmittag sind wir also nun im kleinen beschaulichen Pellio. Der letzte, ruhige Teil unseres diesjährigen kleinen Italienurlaubs.

Ich bin ja ein Stadtmensch und vermisse die wunderschöne Großstadt Turin schon ein bisschen, aber genauso kann ich im Urlaub auch die Ruhe eines kleinen Dörfchens in den Bergen geniessen.

Am Freitag habe ich uns beiden einen echten Ruhetag verordnet, die letzten Tage war doch irgendwie pausenlos Action und meine Seele und auch der Körper verlangen nach Ruhe. Somit verlief der Freitag gemuetlich zuhause. Eingekauft hatten wir bereits am Tag davor im kleinen Supermarkt unterhalb des Ortes.

Die Ferienwohnung der Familie liegt im 2. Stock eines Hauses mit Bruchsteinfassade, man gelangt zu ihr ueber eine Aussentreppe, von der aus ein kleiner Laubengang zur Eingangstuer führt. Dieser dient auch gleichzeitig als kleiner Balkon und man hat eine fantastische Aussicht über den oberen Teil des Ortes und die dahinterliegenden Berge. Es ist wunderschön und der weite Blick ist herrlich entspannend. Ab und zu hört man einen Rasenmäher oder bellende Hunde, die sich quer durch das Tal die neuesten Tiernachrichten zurufen. Es gibt auch einen ab und zu quakenden Esel. Sonst ist da nicht viel. Selbst die Betonmischmaschine auf der benachbarten Baustelle scheint sich so ruhig und träge zu drehen, dass auch dieses Geräusch nicht weiter stört. Das einzige was wirklich genervt hat, waren die beiden Herren, die mit Rasenmäher und Laubgebläse den unteren Garten bearbeitet haben. Wenn es nach mir ginge, würde ich diese Dinger verbieten 😉

Ein Blick in den einzigen Laden von Pellio Sopra, der kleine Alimentari macht immer mal wieder zu und findet dann doch neue Betreiber, aktuell hat er wohl wieder geöffnet.

Die kleine Dorfpiazza mit der einzigen Bar im Ort, hier bekommt man noch alle Getränke zu sehr akzeptablen Preisen. Normalerweise ist hier wenig los, aber rund um Feragosto, wenn die ganzen Mailänder aus der Stadt flüchten, ist hier die Hölle los.

Ausblick vom Balkon der Ferienwohnung. Sooo schön.

Neuester Trend auf Tiktok, kleine Tippelschritte und ein entspanntes  Lachen sollen sehr natürliche Bilder ergeben 😂 – hier aufgenommen in der schmalsten Gasse von Pellio.

Abendritual, Aperitiv im Nachbarort San Fedele. Im lokalen Tabacchi habe ich mich mit italienischen Wohnzeitschriften eingedeckt. Sind hier recht preiswert und ich mag die gerne anschauen.

Hinweisbanner fuer das Highlight des Jahres in Pellio Sotto, die Festa delle Corti. Jedes Jahr Anfang August. Da waren wir auch schon zwei mal und es ist einfach toll. Alle Innenhöfe habe geöffnet und man bekommt in jedem ein anderes preiswertes Essen. Dazu eine tolle Stimmung. Leider sind wir dann nicht mehr hier.

San Fedele

Risotto alla Kai mit Lauch und Zucchini. Ein absolutes Gedicht.

Abends auf dem Balkon mit orange leuchtendem Vollmond. Wie schön.

Vormittags am Po – unser letzter Tag in Turin

Kennt das jemand? Wenn man etwas wirklich tolles erlebt hat, dass es dann manchmal richtig wehtut, wenn man weiss, dass es vorbei ist. Ist vielleicht etwas übertrieben, aber etwas Herzschmerz habe ich schon, wenn ich an diesen wundervollen Sommerabend im ausverkauften Olympiastadion von Turin denke. Kai und ich schauen uns immer noch die vielen Soundschnipsel an und schwelgen gemeinsam in der Erinnerung. Naja, genug gefaselt.

Im Anschluss folgen noch ein paar Bilder von unserem letzten Vormittag in der Stadt, bevor wir dann am Abend auf dem Konzert waren.

Wir sind mit der Trambahn direkt an den Fluss gefahren, der PO durchkreuzt die Stadt quer in wilden Schlangenlinien, dabei haben wir einen total schoenen Park entdeckt, den Parco del Valentino. Wir waren in einem sehr tollen Café am Flussufer, dem Imbarchino, bestehend aus mehreren Ebenen entlang des Hangs. Dort gab es ein Päuschend und ich erinnerte mich wieder daran, wie sehr ich Lemonsoda mag. Ein wirklich schoenes Örtchen, wie überhaupt die gesamte Stimmung an diesem Teil des Flusses einfach nur entspannt ist. Da kann man die laute Großstadt tatsächlich ein bisschen vergessen.

Wir haben noch ein paar weitere nette  Fleckchen entdeckt, bevor wir zurueck ins Hotel sind, damit ich fuer den Abend ein bisschen Erholung sammeln konnte. Denn es war klar, dass es spaet werden würde.

Das war es auch schon mit diesem Beitrag. Hier noch die letzten Fotos aus Turin.

Bank der Verliebten
Panchina degli innamorati

Kulinarischer Stadtrundgang mit Familienanschluss

Wie ich bereits im letzten Beitrag erwähnt hatte, war fuer Dienstag familiärer Besuch aus der benachbarten Lombardei angekündigt. Kais Cousin Signor F lebt mit seinen zwei Kindern in Treviglio und seine Freundin Signora D lebt in Mailand. Zusammen mit der Tochter von F, der nicht mehr ganz so kleinen Signora N fuhren sie also zu dritt extra wegen uns fuer einen ganzen Tag nach Turin. Das tolle daran war, dass Signora D eine gebürtige Turinerin ist und wir so in den Genuss einer ganz exklusiven Stadtfuehrung kamen.

Um 11 Uhr morgens waren wie auf der grossen Piazza San Carlo verabredet und als sie ankamen wurde sich erstmal herzlich begrüßt und bussi links bussi rechts… . Signor F quasselte sofort munter auf mich ein, weil er ja weiss, dass ich italienisch lerne. Aber seine Geschwindigkeit ist dabei nicht angepasst, so dass ich erst mal nur Bahnhof verstehe und nervös an Kais T-Shirt zupfe „was sagt er?“

Aber nach einer Weile war das auch wieder ok und ich konnte mich einigermaßen reinhoeren. Ich verstehe schon eine ganze Menge, vor allem, wenn ich weiss was das Thema ist, da kann man sich einiges zusammenreimen. Reden klappt auch schon einigermaßen, aber ich muss ganz viel denken und im Kopf rumkomstrieren. Aber das wird noch. Ich arbeite daran.

Wir wurden also gut betreut und unser erster Halt führte uns in ein kleines Café, das fuer die Herstellung von Schokolade bekannt ist. Vor allem die Mischung mit gemahlenen Haselnüssen, Gianduia genannt, ist eine Spezialität aus dem Piemont und ein Vorläufer des weltbekannten Nutella. Die Firma Ferrero ist in Alba entstanden, was ca. 60km süd-oestlich von Turin liegt. Eine bekannte Kaffeespezialität ist der Bicerin, ein Getränk, welches im Glas serviert wird und aus Kaffee, Kakao und Milchcreme besteht. Während die anderen diese Spezialität bestellten, orderte ich einen Affogato mit leckerem Gianduia Eis. Das war schon mal ein sehr guter Start.

Dann folgte ein Stadtgrundgang mit allerlei Erläuterungen und Informationen. Das fand ich einfach toll. Es gibt doch nichts besseres, als einen Ort mit Einheimischen zu erkunden. Was ich zum Beispiel gar nicht wusste, dass Turin die erste Hauptstadt Italiens war, ganz frueher im 19. Jahrhundert. Spaeter war es dann Florenz und seitdem natürlich Rom.

Wir spazieren weiter entlang der grossen Plätze, von denen es in Turin sehr viele gibt. Auf einmal, und da ahnte ich es schon, sollten wir ein Turinesisches Kleinod gezeigt bekommen. Das war die suesse kleine Piazza, die wie bereits am Vortag selbst durch Zufall entdeckt hatten. Wir lachten und freuten uns, wieder hier zu sein, ausserdem ist das doch ein ganz klares Anzeichen fuer meine gut funktionierende Schnüffelnase 😉😂

Hier kehrten wir zum Pranzo, dem italienischen Mittagessen ein. Wir betraten ein ein sehr üriges Lokal names Osteria al Tagliere. Generell isst man in Italien nur ein kleines Fruehstueck, aber das Mittagessen ist dafuer umso üppiger. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Kai und ich fruehstuecken meist ordentlich auf Reisen und lassen dann das Mittagessen komplett aus. Aber natürlich passen wir uns gerne an Traditionen an, vor allem wenn es ums Essen geht ;)

Während Kai ein klassisches Vittello Tonnato bestellte, gab es fuer mich kleinen Törtchen aus Tomino Käse, eine Art Friachkäse, der ein bisschen an Ricotta erinnert. Dazu gab es salsa Verde und Salsa Rosso, wobei mein Favorit auf jeden Fall die leckere grüne Sosse ist, nicht zu verwechseln mit unserer Frankfurter grünen Sosse.

Als Hauptspeise hatte Kai dieses Mal die Agnolitti und ich bestellte mein absolutes Lieblingessen aus der Kindheit, Bandnudeln mit Fleischsauce, Tagliatelle al Ragu… wobei die flachen Bandnudeln hier wichtig sind. Vor allem wenn sie wie hier frisch waren, sind sie ein absolutes Gedicht. Eigentlich sind Nudeln ja hier keine Hauptspeise, sondern nur ein Primo, aber wer danach noch weiteressen kann, muss ein Magen wie eine Grosskatze haben.

Fuer den anschließenden Café wechselten wir das Lokal und kehrten ein in ein beschauliches althergebrachten Cafe im Garten des Königspalastes. Dort kündigte ich der italienischen Familie schon an, dass ich jetzt etwas illegales mache, ich werde einen Cappuccino bestellen, obwohl es schon Nachmittags ist. Ich schaute in entsetzte Gesichter. Aber es sei ok, solange ich der Bedienung nicht erzählte, dass ich gerade gegessen habe. Und natürlich ist es wurscht was ich mache, und alle haben sowie geschmunzelt. 😂

Während die anderen noch weiter zogen, habe ich mich kurz fuer ein Stündchen ins Hotel verkrümelt. Die Batterien entladen sich leider immer sehr schnell.

Um halb 7 haben wir uns wieder auf der kleinen Lieblimgspiazza getroffen und gemeinsam mit einem gut ein geschenkten Aperol Spritz auf den gelungenen Tag angestoßen.

Zum Abschluss haben wir die anderen noch zu ihrem Parkplatz begleitet und uns mit einem letzten Familienselfie voneinander verabschiedet. Ciao ciao baci baci….

Kai und ich sind später noch durch die laue Abendluft ins Hotel gelaufen. Da wir ausserdem auf das Abendessen verzichtet haben, gab es als Wegzehrung noch das leckerste Eis. Italien eben, was soll ich da machen.

Una Bella Giornata a Torino

Seit zwei Tagen geniessen wir nun unseren Aufenthalt in der piemontesischen Großstadt Turin. Uns gefällt es wirklich gut hier.

Am Montag waren wir alleine unterwegs und haben uns, wie wir das immer machen, ohne Plan und Vorsatz durch die Strassen treiben lassen. Ab und zu haben wir mal einen Laden betreten, ich habe einige Fotos geknipst und das Wetter hat mal wieder perfekt mitgespielt. Es waren angenehme 28°C in der Stadt und das ist wirklich perfektes City Wetter. Nicht auszudenken, waere es so heiß wie in Deutschland in der letzten Woche.

Auf dem Rueckweg haben wir einen ganz zauberhaften kleinen Platz entdeckt. Der Gardino Bottero liegt inmitten der Stadt und bildet mit seinen diagonalen Strässchen eine kleine Abwechslung im ansonsten eher rechtwinkligen städtebaulichen Raster. Es wirkt gleich sehr gemuetlich. Die kleine Piazza ist rundum gesäumt von zahlreichen, Bars und Restaurants. Für uns stand fest, das ist der perfekte Ort fuer den fruehabendlichen Apero.

Wir wollten aber zunächst wieder zurueck ins Hotel fuer eine kleine Siesta, da machte sich leider mein Schuhverlust vom Wochenende schmerzlich bemerkbar. Das alternative Schuhwerk war nicht blasenfest. Autschn. Zudem stand die Sonne nahezu senkrecht am Himmel und schien unbarmherzig voll geradeaus in die schnurgerade Strecke in Richtung Hotel, Schatten gab es somit nicht. Ich jammerte etwas vor mich hin und der alte Zetervogel kam wieder zum Vorschein. So nennt ihn Kai immer und wenn er das sagt, dann weiss er genau, dass ich keine andere Möglichkeit habe, als über mich und meine Jammerei zu lachen 🤣

Zurueck im Hotel gab es dann aber erstmal eine wohltuende Dusche und ein kleines Nachmittagsschläfchen. Nach ein/zwei Stunden waren wir wieder einsatzbereit und ich versuchte ueber die App des Torinesischen GTT (ÖPNV) einen Zugang zu kriegen. Aber ohne italienische Sozialversicherungsnummer leider keine Chance. Ob das noch EU konform ist 😉 Also liefen wir vor zum Hauptbahnhof und kauften ein 3-Tages Ticket am Automaten. Nicht ganz ohne Stolz moechte ich berichten, dass ICH diesen, dank meiner italienisch Kurse durch geschicktes Fragen ausfindig machen konnte 🤪

Wie fuhren mit der Tram Nr. 4 wieder zurück zu der kleinen Piazza. Es war frueher Abend und die Bahn war vollgepackt mit einheimischen Pendlern. Dort angekommen drehten wir eine kurze Runde und blickten vorsichtig auf die Tische der einzelnen Bars und entschieden dann nach der Optik und dem Bauchgefuehl.

Nach der ersten Stärkung mit meinem heissgeliebten Aperol Spritz traten wir die Suche nach einem Lokal fuer das Abendessen an. Mittlerweile war der Platz voll und laut und mich drängte es daher eher an den ruhigeren Rand, wo wir ein hervorragendes Lokal mit piemontesischen Spezialitäten fanden. Es war als einziges noch leer, aber das änderte sich schnell. Der Wind frische auf und es fing leicht an zu regnen. Wir sassen aber unter dem Schirm und nach ein paar Minuten war der Spuk wieder vorbei. Wir orderten eine gemischte Vorspeise, die unter anderem das berühmte Vittello Tonnato beinhaltete, dies kommt naemlich aus dem Piemont. Als Hauptspeise gab es endlich Pasta (also ich möchte mir ein Leben ohne die Teigwaren gar nicht vorstellen). Ohne es zu ahnen, orderte ich eine weitere Spezialität der gegend, nämlich Agnolotti al Ragu, das sind kleine Ravioli. Da wir ahnten, mit dem Lokal eine sehr gute Wahl getroffen zu haben, gab es auch noch einen Nachtisch, ein Bunet Piemontese, eine Art Puddingcreme oder Flan mit Ei, Kakao, Sahne, Amarrettini und Rum. Vorzüglich hat das geschmeckt.

Am nächsten Tag hat sich Besuch aus Treviglio und Milano angekündigt. Eine Kurznachricht mit den Worten „preparatevi al tour“ (bereitet euch auf eine Tour vor) erreichte uns. Das bedeutete dann ab nach Hause und genügend Erholungseinheiten sammeln, der Tag koennte nach dieser Aussage recht anstrengend werden.

Strandgeschichten

Gerade sitzen wir schon wieder am kleinen Flughafen Lamezia und warten auf den ersten Flug nach Rom. So bleibt mir noch etwas Zeit, die Erinnerungen der letzten drei Tage sauber im Blog wegzusortieren.

Mittwoch und Donnerstag gab es den ganzen Tag Sonnenschein und der Himmel war strahlend blau. So schoen nach den vergangenen Tagen mit Wind und Regen.

Morgens gab es immer ein kleines Frühstück mit leckerem Cappuccino direkt am Strand (bestes Feature des Hotels, die Bar am Meer), danach dann ausgiebiges Powerrelaxing auf den Liegen mit den blau-weissen Schirmchen.

Noch zu Beginn des Urlaubs musste ich Kai versprechen, dass ich im Meer baden werde, auch wenn dies zu Saisonbeginn in der Regel noch sehr kalt ist. Aber ich habs durchgezogen. Es war saukalt, aber kristallklar und … und wie Hannelore sagen würde „wennde ersdema drin bist, gehds“

Mittags gab es dann meist einen „kleinen“ Snack in Form einer fluffigen Pizza und bis in die fruehen Abendstunden blieben wir am Strand mit allem was (für mich) dazu gehört, Stricken, Lesen, Baden, Sapziergänge und ausgiebiges Dösen. Hervorragend war das.

Das Abendessen im Pauschalhotel Torre Marino gab es in einem kleinen Speisesaal in sehr typischem  italienischen Ambiente. Je greller die Beleuchtung, desto authentischer ;-)

Es gab immer ein „3-Gang-Menü“ bestehend aus Primo, Secondo und Dolce. Wenn es auch nichts besonderes war, es war in Ordnung und Nudeln koennte ich sowieso jeden Tag essen.

Nach dem Essen gab es vorne an der Bar immer einen Absacker, fuer Kai einen Grappa und fuer mich einen Espresso Lungo und manchmal noch einen leckeren Amaro. Der ist besonders erwähnenswert weil mit viel Ghiaccio ist das ein hervorragender Digestiv. Kann sein, dass auch ein Fläschchen davon ins Gepäck gewandert ist.

Freitag haben wir nochmal einen Ausflug an die absolute Zehennagelspitze Italiens gemacht. Es ging nach Scilla, ein wunderschöner Häuserhaufen dramatisch in den Hang gemörtelt. Es sollte auch einen Markt geben. Der bestand aber nur aus 5 Ständen, dies mag wohl der kleinste Mercatino des Landes gewesen sein.

Der Ort hat noch eine andere Besonderheit, er liegt direkt an der Meeresenge von Messina und die Entfernung nach Sizilien beträgt hier nur etwa 3 Kilometer. Vor kurzem hat man anscheinend mal wieder die Pläne, das Festland mit der Insel durch eine Brücke zu verbinden, neu aufleben lassen. Man darf gespannt sein.

Sizilien

Wir sind noch ein bisschen durch den Ort spaziert und im Anschluss ging es noch mal in einen Supermarkt um unsere viel zu leichten Koffer noch etwas schwerer zu machen. Wir kauften Amaro und etwas Pasta (gibt es in Deutschland ja nicht ;-) und sonstige schmackhafte Kleinigkeiten.

Der Himmel zog sich zu und es begann wieder zu regnen. Es ergab sich das bekannte Bild vom Anfang der Reise.

Zurück im Hotel dann ein Highlight des Tages. Es regnete immer noch und es war kalt und windig, dennoch wollten wir noch mal ins Meer. Wasser von oben und unten. Es war einfach toll.

So erfrischt sind wir zurück ins Zimmer, um die Koffer tetrisartig zu verpacken, dabei mussten wir uns ernsthaft fragen, ob wir wohl die Höchstgrenze an Gewicht erreicht hatten.

Im Speisesaal sass dann unsere Hannelore ganz alleine an ihrem Tisch, ihre Tischbachbarinnen sind alle abgereist. Da habe ich sie kurzentschlossen gefragt, ob sie sich zu uns setzen möchte. Ihre Augen haben gestrahlt. Wir haben den Rollator weggeschoben und das Geschirr umgeräumt und so war es nochmal ein geselliges und kurzweiliges Abendessen.

Als wir vorne an der Bar ankamen gab es dort wild tanzende Finnen, die den Wirt überredet haben, den finnischen Beitrag des ESC zu spielen. Ich wackelte ein bisschen mit. Wir trafen auch nochmal unsere Urlaubsbekanntschaft, ein nettes Paar aus dem benachbarten Franken. So plauderten wir noch beim Amaro bis fast Mitternacht.

Heute morgen wachte ich mit einem Lächeln im Gesicht auf (Rosamunde Pilcher Modus ;-) Aber ich habe mich einfach gefreut, das es alles mal wieder so schön war.

Edit: Sonntag morgen und wir sind wieder wohlbehalten zuhause angekommen. Mal schauen wo es als nächstes hingeht. Bisher ist noch nichts geplant.

Stromboli, Lipari und Vulcano

Direkt am ersten Tag in Italien, hatten wir letzten Freitag am Hafen von Tropea bei einem windigen Händler auf einem Motorino einen Tagesausflug zu den Liparischen Inseln gebucht.

Dienstag war es dann soweit. Der Wecker klingelte bereits um kurz nach sechs und wir mussten schweren Herzens auf das erste Frühstück vorne direkt am Meer verzichten.

Um kurz nach sieben kamen wir wieder am kleinen Hafen in Tropea and und zeigten den zerknitterten Reservierungszettel, bezahlten und warteten aufs Schiff. Wir sahen kaum andere Touristen und freuten uns ein bisschen. Aber dann kamen sie plötzlich von überall. Busladungen voller Menschen wurden ausgeladen und so kam es, dass das 400 Personen fassende Boot nahezu voll war.

Der Himmel war zum ersten Mal strahlend blau und wir fanden einen freien Platz auf dem Oberdeck. Als die Fahrt endlich losging spürte man den Fahrtwind und ich fröstelte etwas. Unten im Schiff gab es eine Bar und ich bekam endlich ein richtiges italienisches Frühstück, einen Cappuccino und ein Cornetto Vuoto.

Nach etwa eineinhalb Stunden erreichten wir die kleine Vulkaninsel Stromboli, deren Name wohl vor allem durch den gleichnamigen Film von Roberto Rosselini bekannt ist.

Direkt am Bootsanleger gab es einen weiss getünchtem sehr fotogenen Häuserhafen und direkt dahinter ragte der noch aktive Vulkan auf, welcher in regelmäßigen Abständen Rauchzeichen sendete. Vor allem aber durch den schwarzen Sand am Meer fühlten wir uns an unseren Urlaub auf Lanzarote erinnert. Ein schönes Fleckchen Erde.

Nach weiteren 90 Minuten Fahrt im Tyrrhenischen Meer legten wir im kleinen Fischerhafen von Lipari an.

Das war mal wieder alles sehr fotogen. Zwischendurch gab es eine Aperol Spritz und ausserordentlich leckere Arancini zum Lunch. Das sind gefüllte Reisbällchen, diese werden dann paniert und frittiert. Eine sizilianische Spezialität, denn die kleine Inselgruppe gehört zur Region Sizilien.

Weiter ging es mit dem Schiff in nur 10 Minuten zur kleinen Nachbarinsel Vulcano. Hier brodelt es und blubbert es aus allen Löchern. An manchen Stellen roch stank es sehr stark nach faulen Eiern. Ueberall steigen schwefelhaltige Gase auf. Das dort bekannte Bad im schwefelhaltigen Wasser mit natürlicher Fangopackung war leider nicht möglich und am Strand hatten wir auch keine grosse Lust zum Baden. Denn vorne am Meer lagen hunderte von toten Quallen und im Wasser gab es wahre Teppiche der durchsichtigen Geleefischchen. Sehr eklig.

Gegen halb fünf folgte dann die zweieinhalbstündige Rückfahrt nach Tropea.

Es war ein anstrengender aber auch wunderschöner Tag auf dem blauen Meer und den putzigen Inseln. Wir koennen es empfehlen, man sollte sich aber unbedingt etwas wärmere Sachen fuer die windige Überfahrt einpacken. Zumindest um diese Jahreszeit.

Pauschalreise und Wärmepumpen

Montag frueh direkt nach einer letzten Colazione molto abbondante mussten wir schon wieder packen, denn es ging auf grosse Reise ins 2km entfernte Nachbarhotel. Damit ist das Kapitel Greenstorm erst mal erledigt. Das war das letzte Hotel, welches Kai damals in einem Anfall von Fernweh beim allerersten Corona Lockdown für einen Appel und ein Ei im Internet ersteigert hat. Die Gutscheine waren 3 Jahre gültig und dieser war kurz vorm Verfalldatum. Wir waren quasi zu dieser Reise gezwungen ;-)

Aber gut dass es weitergeht. Denn mittlerweile sind es schon drei Parteien im Hotel, die man aus praktischen und logistischen Gründen alle direkt nebeneinander gepackt hatte. Es stellte sich heraus, die Wände sind papierduenn und die offenen Lüftungskanale tun ihr Übriges. Hellhörig ist gar kein Ausdruck 🤣 Links neben uns ein österreichisches Pärchen, sie mit einer schrillen Quäkstimme (aua), auf der anderen Seite Vati und Mutti aus Deutschland, er mit ausgeprägtem Raucherhusten. Nachts hat er so laut geschnarcht, dass ich schon dachte, er haette sich zwischen uns gelegt 😂

Das Hotel Tonicelli war aber trotzdem sehr schoen, toller tropischer Garten, nettes Personal und ausgiebiges Frühstück in einer schoenen Lage am Capo Vaticano.

Um halb elf traten wir dann die lange (etwa 6-minütige) Reise ins Nachbarhotel Torre Marina an. Das haben wir über den Reiseveranstalter gebucht, fuer den Kai arbeitet. Und wie es fuer ein Hotel aus dem Katalog zu erwarten ist, ist das gesamte Ambiente mal wieder sehr speziell vollkommen anders.

Das Hotel ist zwar in die Jahre gekommen, aber dennoch ist es irgendwie charmant. Den 70er Jahre Italienurlaubsvibe bekommt man an jeder Ecke zu spüren. Was soll ich sagen, man spricht deutsch 😂

Vorne am Strand gibt es eine kleine wundervolle Bar und ein paar Liegen mit Sonnenschirmchen. Das gefällt uns besonders gut.

Wir haben ein gemütliches Zimmer mit grosser. Doppeltür und direktem Zugang zum Garten und nur wenige Meter zum Meer.

Den restlichen Nachmittag waren wir am Strand und in der Bar. Dort trafen wir auf Hannelore P. (Name von der Redaktion geändert ;-)

Die ältere Dame klagte uns sofort ihr Leid, man hat ihr im Reisebüro dieses Hotel als Rollatorgerecht verkauft. Das ist es mitnichten. In dieser Hinsicht kann ich den Unmut voll verstehen. Sie hat ueber Kais Veranstalter gebucht. Jetzt habe ich Kai in der Hand. Er liest mir jeden Wunsch von den Augen ab, sonst verpfeife ich ihn 🤣😂🤣.

Was aber wirklich lustig ist, die Dame kommt aus Frankfurt und verkauft dort Wolle. Wie lustig. So war der Nachmittag recht amüsant, denn sie plapperte in einer Tour vom Händlertum und den Lieferanten und bunten Garben. Ab und zu fluchte sie ueber diese Väboodsgrüne(n) und den „Gattezwäch“ (Scholz) und ging mir mit der Bildzeitungspolemik ein bisschen auf die Nerven (me wädd ja nochma saare derffe) und (die mit ire Wämmepump).

Wir vermeiden sinnlose Diskussionen und ich lenkte das Gespräch immer wieder auf unsere gemeinsame Wollleidenschaft. So konnte man wieder zuhören und es war plötzlich schon fast sieben Uhr abends.

Das allerschoenste am Tag war aber, dass endlich die Sonne kam und die wunderschöne Landschaft und all die Schattierungen von Azurblau bis Smaragdgrün des Meeres zum Leuchten brachte.