Wollgroupie

Noch immer bin ich vollkommen geflasht, gehyped … weggetreten … euphorisiert und betört von diesem wundervollen Wochenende in der Hauptstadt. Man muss sich das einfach vorstellen, wenn man etwas wirklich gerne tut, und dann andere trifft, die das genauso gerne tun … und das ganze dann noch in internationalem Rahmen … mit reichlich Zugang zu Wolldrogen aller Art … dann ist das einfach ein unglaubliches Erlebnis. 
So viele tolle Leute habe ich getroffen, aus ganz Europa … Leute, die ich bislang nur aus dem Netz kannte. Einfach immer wieder toll, wenn aus der Virtualität eine Realität wird. 
Als echtes Strickgroupie habe ich auch eine meiner absoluten Lieblingstrickdesignerinnen getroffen. Die, die mit in Singapur damals geholfen hat, mit Jackie zusammenzufinden. Eine wirklich ganz tolle Frau mit einer unglaublichen Ausstrahlung. 
Neben all den anderen zahlreichen Eindrücken, einem Treffen mit der Lieblingscousine, hervorragendem Essen … weinseeligen Abenden und zahlreichen Eindrücken aus der großen Stadt (meene Jüte, Berlin, wat haste dir faändat) war es ein rundherum gelungenes Wochenende.
 

 

Endspurt

Gewitter die Axt … jedesmal wenn ich an das große bevorstehende Ereignis denken, dann macht mein Herz einen riesen Hüpfer. Heute in einem Monat ist es soweit … *kreisch*

Planungstechnisch sind wir aber mittlerweile wieder ein bisschen entspannter. Letzte Woche haben wir uns mit dem netten Besitzer unsere Parylocation getroffen, etwas verpeilt der gute. Aber durchaus nicht ganz konzeptfrei … ein kreativer Kopf eben … habe ich ja vollstes Verständnis dafür.

Ruhige Wochenende zuhause sind momentan allerdings eine Rarität. Am kommenden Wochenende bin ich schon wieder unterwegs. Dieses Mal in Berlin und ganz ohne Kai. Dafür aber mit hunderten verrückten Strickerinnen. Denn Berlin lädt zum großen Wollfestival ein … ich freue mich wie Harry darauf. Zwei Tage treffen sich Wollverrückte aus ganz Europa, es gibt zahlreiche Workshops und Aussteller und natürlich ganz viele kleine Veranstaltungen am Rande. Und das ganze in unserer Hauptstadt. Morgen muß ich packen, natürlich noch etwas Platz im Köfferchen für die Beute lassen. Ach wie ich mich freue. Am Wochenende danach machen wir einen Tanzkurs (kurz + intensiv) … ob es was nützt und ob wir dann an der Feier ein kleines Eröffnungstänzchen wagen … wir werden sehen. Jedenfalls wollten wir das sowieso schon eine Ewigkeit machen. Danach ist dann Pfingsten, wo wir hoffentlich nichts größeres geplant haben … dann ein Wochenende in Alsfeld um dort die letzten Vorbereitungen zu treffen … dann Hochzeit, Party, Flitterwochen …

Und danach … startet das Eheleben, ich bin sehr gespannt ;-)

La Grand Tour

Gestern Abend haben wir uns nach einem leckeren Abendessen in einem kleinen Ecklokal direkt wieder ins Hotelzimmer verkrümelt. Den armen Kai hat es ein bisschen erwischt. Die Stimme ist ihm weggeblieben und er glüht wie ein Heizpilz … hoffentlich wird es nicht schlimmer. 
War aber auch wieder ein ordentlicher Weg, den wir zurückgelegt haben. 

Am frühen Morgen sind wir zunächst mal an den Stadtrand zum Grande Arche gefahren. La Défense ist quasi die Bürostadt Niederrad von Paris ;-) … sehr beeindruckend dieses gigantische Monument. Im benachbarten Einkaufszentrum haben wir uns danach erst mal bei Uniqlo eingedeckt. Kais Lieblingsladenkette, seit er wegen mir 3 Wochen in Singapur gestrandet ist. 

Mit der Metro sind wir anschliessend wieder in die Stadt gefahren und am Place Charles de Gaulles haben wir uns sogleich den Triumphbogen und ein kleines Stück der weltberühmten Champs Élysée angeschaut … preistechnisch waren wir sehr enttäuscht ;-) die Kaffeepreise sind nicht mehr das, was sie mal waren. Läppische 5,50 Euro kostet der Café Crème … Da haben wir sogar gestern auf dem Dach des Centre Pompidou mehr bezahlt … und in jeder kleinen Brasserie liegen die Preise dafür zwischen 3,80 und 5,00 Euro. Wirklich eine verkommene Gegend ;-) 

In einem seitlich gelegenen Supermarkt haben wir uns Wein und Baguette besorgt und irgendwo in einem kleinen Park mit Blick auf den Eiffelturm so den frühen Nachmittag vertrödelt. 
Leicht beschwipst näherten wir uns dann endlich dem ganz großen Wahrzeichen der Stadt. Dem Eiffelturm! Wunderschön anzuschauen ist das Konstrukt aus Stahl und tausenden von Nieten. 
Da die Schlange gar nicht so lang war und der Eintritt mit 5 Euro für den Treppenaufstieg bis zur 2. Plattform gar nicht so hoch war, haben wir dann sogar den Aufstieg gewagt. Wirklich ein besonderes Erlebnis und dank des vielen Sports der letzten Monate sogar machbar. 

Kai hat es aber wohl den Rest gegeben. Irgendwann hat er die weiße Fahne gehisst und wir sind zurück ins Hotel gefahren. Armer Mann. 

Kurz vor dem Einschlafen hat uns noch mal der Feueralarm aus den Hotelbetten getrieben. War aber falscher Alarm. 
Irgendsoein Cretin hat im Zimmer geraucht. Hallooooo? Nicht den großen weißen Rauchmelder gesehen?  Jetzt wissen wir aber wenigstens wie unsere Zimmernachbarn in Bademantel und Nachthemd aussehen ;-) 

Heute ist schon unser letzter Tag. Heute Abend geht es nach Hause. Schnüff. Wenn es nach mir ginge … 

Singing in the Rain

Der gestrige Tag startete, wie soll es anders sein, mit einem Petit Dejeunér in einem kleinen Bistrot bei uns ums Eck.  Café au lait, buttriges Croissant für Kai und frisches Baguette für mich. Danach sind wir in der Unterwelt der Pariser Metro verschwunden und an der Seine wieder aufgetaucht. Ausgehend vom weltberühmten Notre Dame sind wir entlang der Sehenswürdigkeiten der Stadt spaziert, dem Centre Pompidou, dem Louvre … als wir in den Jardins des Tuileries ankamen, hat es bereits so stark geregnet, dass wir uns entschieden haben, erst mal wieder zurück ins Hotel zu fahren. 
Ja, das Wetter spielt leider nicht so recht mit. Der Pariser Himmel ist trist und grau … aber die wunderschönen Häuser und das einzigartige Flair können das mehr als wett machen. 

So sind wir auch nach einer kurzen Pause wieder aufgebrochen, entlang des Canal Saint Martin. Einem hippen Szeneviertel, vom Massentourismus weitgehend verschont. Wir haben uns mit „echten“ Franzosen in die unendlichen Reihen der Zweierbestuhlung der Bistros gesetzt und bei Nüsschen und Bier Leute beobachtet. Später habe ich uns dann eine kleine aber feine Crêperie erschnüffelt, wo wir hervorragend gespeist haben. Myam! 
Ein weiterer Tag in der Traumstadt geht zuende, trotz Regen wieder etwas ganz besonders. 

Paris Je t'aime

Seit gestern Morgen sind wir in Paris … und ich grinse den ganzen Tag, weil ich mich so freue, endlich einmal wieder in der wunderschönen Stadt an der Seine zu sein. Ich frage mich jedoch ernsthaft, warum es 26 Jahre gedauert hat, bis ich es endlich einmal wieder hierher geschafft habe. Nicht ganz uneigennützig also, habe ich Kai diese Reise zum 50sten Geburtstag geschenkt ;-) Aber ich bin davon überzeugt, dass er sich ebenso sehr freut und diese Tage genießt.


Gestern sind wir so früh hier angekommen, dass unser Hotelzimmer im Libertel Canal Saint Martin noch nicht bezugsfertig war. Wir haben uns dann zu Fuß aufgemacht in westliche Richtung. Einfach schlendern und schauen, was die Stadt zu bieten hat. So landeten wir per Zufall auf einem der bekanntesten Wochenmärkte der Stadt, einem quirligen, lauten und bunten arabischen Mischmasch mit allerlei Köstlichkeiten, frischem Obst und Gemüse und lauten Marktschreiern. 
Danach gingen wir weiter in Richtung Montmartre, dem ehemaligen Künstlerviertel von Paris. Alleine die Treppen, die nach oben führen sind jedes Foto Wert, oben angekommen treffen wir dann auf Gleichgesinnte aus aller Welt. Die Gassen sind überfüllt, und obwohl die Häuser und Fassaden traumhaft schön sind, ist es wie überall an den neuralgischen Touristenzentren dieser Erde, ob das Plakaviertel in Athen, die drosselgasse in Rüdesheim ;-) oder die Niagara Fälle. Alles voll mit Schnickschnack … ok zugegeben, ich habe da so ein Schwäche für so manches … und so musste ein Minieiffelturm für unser Kitschregal einfach mit. Ging nicht anders ;-) 
Wir sind gelaufen und gelaufen. Eine boulangerie nach der anderen. Wie soll man beim Anblick der Eclairs und Madeleines und Croissants und … ja ich stelle die Frage, wie soll man da widerstehen? Ich konnte es jedenfalls nicht. 
Weiter ging es zum Amüsierviertel rund um die Place Pigalle und dessen wunderschöne seitengässchen.  

Endlich war dann auch unser Zimmer so weit und wir konnten uns erst mal ausruhen. 
Später am Nachmittag sind wir dann noch mal ins Shoppingviertel rund um die Opéra gelaufen und haben fasziniert zugeschaut wie Hunderte von Japanern vor der Galerie Lafayette in Dutzenden Bussen abtransportiert wurden, beladen mit bunten Tüten und silbernen Rimowa Koffern. 

Abends fanden wir dann ein wunderschönes Plätzchen am Canal und haben den wunderschönen Tag bei einem kühlen Stella Artois langsam ausklingen lassen. 

Ich habe leider keine Plakette für dich!

Wir hatten wirklich ein tolles Wochenende … ist ja schon alles wieder kalter Kaffee … heute ist ja schon Donnerstag. Aber dennoch, es war ein echtes Wohl(l)fühlwochenende *kracher ;-)*
Am Samstag hat Kai mich nach Mönchengladbach begleitet, wo ich einen ganzen Tag in einem traumhaft schönen Wollgeschäft, dem Atelyeah verbringen durfte. Der Anlaß war ein Meet and greet mit einer meiner Lieblingsstrickdesignerinnen, die einfach tolle tragbare Sachen entwirft, die meiner Auffassung nach sehr trendgerecht sind. Kai hat derzeit liebe Freunde in Krefeld besucht … welche ich auch gerne mal wieder gesehen hätte, aber ich mußte ja eben die Wolle gucken.
Abends haben wir dann die jungen Schneiders in der Nähe von Düsseldorf besucht und dort einen feucht-fröhlichen Abend in einer gemütlichen Weinschenke verbracht. Am nächsten Morgen haben wir dann noch Freunde in Neuss besucht, wo wir ebenfalls herzlich begrüsst wurden und eine meisterhafte Paella gereicht bekamen. Wirklich, dieses Wochenende war rundum gelungen.
 
Ansonsten verlaufen die Tage derzeit recht entspannt. Wenn man mal von der Tatsache absieht, daß mein kleiner Italiener seine TÜV-Prüfung nicht bestanden hat … jetzt hat er noch mal 4 Wochen Zeit, um in sich zu gehen, dann ist der Recall. Im Wesentlichen liegt das übrigens an einem verschleppten Steinschlag auf der Fronstscheibe, den ich seinerzeit von dem Anbieter mit der penetrantesten Radiowerbung ever im patentieren soundso-Verfahren habe flicken lassen. Jetzt sind da angeblich weitere Haarrisse aufgetaucht und die Scheibe muß raus. Nicht so schlimm also, aber dennoch doof.
So, und nun freuen wir uns auf Teil 4 unseres Sabbaticals auf Raten … am Wochenende sind wieder wieder unterwegs. Hatte ich schon erwähnt, wo es dieses Mal hingeht? Falls nicht? Stay tuned ;-)

Expedia

Gestern Vormittag hatte Kai einen Termin … eine Art Pflichtveranstaltung, als Voraussetzung für dieses kleine feine Wochenendangebot. Ich bin sogar mitgekommen, da ich auch gerne den Blick hinter die Kulissen einer solchen Hotelanlage werfe. Und es war tatsächlich ganz interessant. 

Später sind wir dann mit dem Mietwagen ein bisschen über die wolkenverhangene Insel gefahren, haben uns unter anderem das kleine Örtchen Estellenç und die leider schon fast endende Mandelblüte angeschaut. 
Abends gab es dann ein sogenanntes Galadiner im Kreise der anderen Expedienten. Das war sehr schön und das Essen ließ keine Wünsche offen. Sooo lecker. 

Heute zeigt sich das Wetter wieder von seiner schönen Seite. Blauer Himmel bei kühlen 14 Grad. Wir werden sicher gleich noch ein bisschen wandern gehen und heute Abend geht dann der Flieger zurück in die neue Arbeitswoche. 

Man spricht deutsch

Um viertel nach 2 klingelte gestern Morgen bereits der Wecker. Es war sooooo früh, dass uns sogar der indische Taxifahrer mit „Guten Abend“ begrüßte. Aber so ein Charterflugzeug in unser 17. Bundesland wartet nun mal nicht. Und so kam es also, dass wir bereits um 7 in der Früh mallorquinischen Boden betraten. 
Schnell haben wir uns unseren kleinen putzigen Mietwagen gesichert und sind ins nur wenige Kilometer entfernte Galatzõ Maritim Hotel in Peguera gebraust. 
Nobel geht mal wieder die Welt zu Grunde. Unser Zimmer war natürlich noch nicht bereit und so gab es erst mal ein Frühstück. Bereits das 2. des Tages. Ok, das dritte, wenn man die Gummisemmel aus dem Flieger mitzählt, aber die hatte  ich sowieso an Kai abgetreten. Nach dem Frühstück habe ich mich erst mal auf einer Liege mit fantastischer Aussicht über die Bucht positioniert, und mein überzogenes Schlafkonto aufgetankt. Kai hat derweil die sehr weitläufige Hotelanlage erkundet. Hier gibt es wirklich ein tolles Angebot und eine schöne gepflegte Anlage. 

Am Mittag sind wir dann in Peguera von einer Bucht zur anderen gewandert. Der Ort selbst ist eher … hm … wie sag ich es höflich … nicht so ganz mein Geschmack. Er ist jedenfalls fest in deutscher Hand und am kleineren Sandstrand türmen sich die Bettenburgen. Weiter oben am Hang wurde dann aber schon etwas schonender gebaut und wir haben ganz wundervolle Buchten und Ausblicke entdeckt, die Mallorca zu Unrecht den Ruf der sogenannten Putzfraueninsel eingebracht haben. Wer einmal in der Sierra de Tramuntana gewandert ist, wird sowieso schnell vom Gegenteil überzeugt. Es ist wirklich eine traumhaft schöne Insel. 

Gestern haben wir auch ordentlich Kilometer gemacht. Fast 10 waren es am Ende des 13. März 2015. We came a long way … Denn genau gestern vor einem Jahr war es, als unser Leben für einen kurzen Moment aus den Fugen geriet. Es war Affentag. Sogar ein paar Tränen sind mir gestern über die Wangen geflossen, als mich die Erinnerung für einen kurzen Moment übermannt hat. Ich kann sagen, dass beide Füße wieder voll funktionsfähig sind … ich laufe ohne zu humpeln, ich gehe joggen … Kleinere Wanderungen sind möglich, und es vergeht kein Tag, an dem mir diese wundervollen Fähigkeiten nicht bewusst sind. Gestern sagte Kai, weißt du noch, als ich dir letztes Jahr im Krankenhaus gesagt habe, dass irgendwann der Tag kommen wird, an dem du dem ganzen auch etwas positives abgewinnen kannst? Es scheint so, als war gestern dieser Tag. Und um das ganze noch dramaturgisch abzurunden: gestern, also genau ein Jahr später standen wir das erste mal wieder am blauen Meer *schnief*. 

Minga

Vorgestern sind wir dann in aller früh in der sonnigen Bergwelt aufgebrochen, um die bayrische Landeshauptstadt anzusteuern. Um die Mittagszeit waren wir dort, haben unser kleines aber feines Hotel am Harras bezogen und sind dann gleich in die Innenstadt gefahren.
Kai hat von mir eine anständige Touristenführung mit allen Schikanen bekommen, so sind wir vom Sendlinger Tor in Richtung Marienplatz gelaufen, haben im Café Glockenspiel mit Blick auf das Rathaus einen kurzen Zwischenhalt gemacht, haben bei Beck am Rathauseck nach Kleidchen für das große Fest Ausschau gehalten und sind im Anschluß weiter zum Odeonsplatz, Theatinerkirche, Hofbräuhaus und Viktualienmarkt gelaufen. Ein volles Programm.
Als dann am Nachmittag noch etwas Zeit war, habe ich Kai zärtlich am Hemdsärmel gezupft, den Kopf leicht schief gelegt und mit meinem süßesten Hundeblick gewinselt, ich würde doch so gerne mal … und da gibt es doch dieses tolle … *räusper* … Wollgeschäft in der Nymphenburgerstraße … die Mercerie … wie sollte er da nur widerstehen ;-)
Und ich wurde nicht enttäuscht, das Geschäft ist wirklich ein Fest für alle Sinne, zumindest wenn man begeisterte Strickerin ist. Kai bekam aber gleich auch einen leckeren Cappucino gemacht und war sehr geduldig, als ich Runde um Runde durch das Geschäft gestreift bin.
Ein paar Stränge schönstes Merinogarn durften dann auch mit.
Abends haben wir dann meine ehemalige Arbeitskollegin mit Mann und vier Kindern besucht. Das war auch ein sehr schöner Abend. Hier konnten wir dann auch höchstpersönlich eine Hochzeits-Save-The-Date-Karte abgeben.

Am nächsten Morgen folgte dann der (für mich ;-) absolute Höhepunkte der Reise. Dieses Mal mußte ich den Kopf nicht schief legen, denn ich hatte Kai schon von langer Hand auf dieses Ereignis vorbereitet. Auf dem Rückweg von München, direkt an der Autobahn in Richtung Nürnberg, liegt die Hochburg der Wollfärberei, die berühmte Wollmeise. Wenn man sich nicht in diesen Kreisen bewegt, dann weiß man damit sicher nichts anzufangen, ach ;-) Wie könnte man es vergleichen, vielleicht mit Trüffeln im Wald? Dieses Garn ist schwer zu kriegen, die Updates auf der Webseite jeden Freitag morgen um 8 sind innerhalb von Minuten ausverkauft, es gibt nur dieses eine Geschäft in Deutschland und das hat auch nur an zwei Tagen in der Woche geöffnet. Kreisch. Und wir waren dort.
Es war ein sooooo wundervolles Erlebnis. Mindestens eine Stunde Zeit durfte ich wühlen und graben und mich mit Farben aller Art umgeben. Während Kai beim leckeren Kaffee das bunte Treiben beobachtete. Der Laden war voll, mit Strickerinnen aus ganz Deutschland, sogar verschiedene Sprachen waren zu hören. Mein gesetztes Budget habe ich auch nur geringfügig überzogen und so durften verschieden Stränge in rot und pink und grau und gelb in mein Wollkörbchen.
Das war für mich natürlich der krönende Abschluß dieser ansonsten auch wirklich wunderschönen und rundum gelungenen Kurzreise.

Gestern Abend gab es dann noch das große alljährliche Familientreffen von Kais Familie und außerdem den Geburtstag meiner zukünftigen Schwiegermutter zu feiern. Wenn man dann so aus der beschaulichen Ruhe Tirols immer nur zu zweit am Tisch gespeist hat, dann ist so ein lautes Familientreffen schon etwas ganz anderes. Es war wie immer lustig und sehr gesellig.

Am heutigen Samstag ist dann nach den turbulenten Tagen Ruhe und Entspannung angesagt ;-) Ich beschäftige mich gerade mit dem Fotobuch unsere Sabbatical Reise, während Kai ebenfalls geschäftig am Schreibtisch sitzt.