Gummistiefel, Whirlpools und eine leergefegtes Townsville

Bisher hatten wir in jeder unserer Herbergen einen Pool, und auch heute morgen haben wir es uns nicht nehmen lassen, ein erfrischendes Bad vor dem ersten Kaffee zu nehmen. Das ist sowieso etwas, das wir immer machen, wenn wir ein Hotel mit Pool haben.

Im Anschluss folgte die tägliche Pack- und Frühstücksroutine, hier sitzt noch nicht jeder Handgriff, aber das kommt sicher noch. Wir spielen uns so langsam ein.

Um 9.00h waren wir schon wieder auf der Straße und Kai hat uns fuer den Tag drei Highlights rausgesucht. Ich habe aber  nochmal die KI befragt, und die sagte, es sei noch unbedingt lohnenswert den grossen goldenen Gummistiefel in Tully zu fotografieren 😂  Der steht hier symbolisch fuer den regenreichsten Ort an der Küste von Queensland.

Direkt danach folgte schon das nächste Highlight. Von der geteerten Hauptstraße bogen wir auf eine unbefestigte Seitenstraße und fuhren entlang aufgeforsteter Pinienwälder immer tiefer ins Landesinnere.

So erreichten wir dann unser Ziel, den türkisblauen Caldwell Spa Pool, eine Vertiefung in einem normalen Bachbett mit einem kleinen Wasserfall, wo man eine Art natürlichen Whirlpool herein modelliert hat. Wir waren zunächst ganz alleine, zogen unsere Badesachen an und stiegen in das angenehm kühle Gewässer. Spaeter kamen dann noch ein paar andere, aber es war dennoch angenehm leer. Ganz anders als bei den Bustouren. Die türkis-blaue Farbe entsteht übrigens durch bestimmte Mineralien im Untergrund des Gewässers.

Zwei alte Bekannte wollten es sich an diesem Tag nicht nehmen lassen, uns zu begleiten. He Mülla und de Maulwurfn hatten mächtig Spaß.

Eine halbe Stunde später kam schon der naechste Stop. Wir parkten unser Auto an einem schattigen Plaetzchen und machten eine kleine schweisstreibende Wanderung zu den Attie Creek Falls. Wasserfälle gibt es hier in dieser regenreichen Gegend haufenweise zu sehen. Einen solchen schnurgeraden hatten wir bisher noch nicht.

Irgendwann war Mittagszeit und unsere Mägen meldeten sich. Praktischerweise führt der Highway auf dem wir fahren, immer wieder durch kleinere Orte. So machten wir unsere Rast in einem kleinen Ort namens Ingham. Dort gab es nicht viel, ausser den aneinandergereihten Geschäftszeilen mit der typischen Überdachung. Ich googelte vorher schon einen Imbiss mit guter Bewertung, davor konnten wir direkt parken. Wir bestellten jeder eine Portion leckere Fish & Chips (hier sehr verbreitet, haben die Briten mitgebracht). Ich konnte Kai noch überreden in ein Stoffgeschäft zu gehen. Dort fand ich passende Knöpfe für meine bunte Strickjacke. Wenn ich die in  Zukunft trage, muss ich dann immer an unseren Rast in Ingham denken.

Kais letztes ausgesuchtes Highlight fuer diesen Tag war der Hinchinbrook Lookout. Die Aussicht von dort war wirklich wunderschön.

Durch die vielen Stops war die Fahrt recht kurzweilig und gegen vier erreichten wir das Grand Chancellor Hotel in Townsville. Dort bezogen wir ein Zimmer im 10. Stock mit toller Aussicht. Das Hotel war von aussen recht hässlich. Kai mag solche Klötze überhaupt nicht. Ich beruhigte ihn damit, dass wir ja von dort ausschauen und somit diese Geschmacklosigkeit nicht anschauen müssen 😂

Nach der Ankunft in einer neuen Herberge  zeichnet sich eine gewisse Reiseroutine ab. Kai geht erst mal den neuen Pool testen und ich teste die Matratze auf Schlaftauglichkeit. So hat jeder seine Aufgaben.

Nachdem wir frisch geduscht und gecremt waren, haben wir uns herausgeputzt 😉 und wollten voller Elan einen Bummel durchs abendliche belebte Städtchen machen. Aber das war komisch. Alles wirkte wie ausgestorben. Eine Recherche im Internet ergab, dass ein langes Wochenende wie dieses in Australien oft zur Folge hat, dass erstmal gar nicht los ist. Na toll. Und wer gibt uns jetzt was zu essen? 😂

Egal, sind wir eben wo herumspaziert. Haben uns die schöne Marina mit den Nobelhäuschen angeschaut, und waren schließlich irgendwann vorne am grossen Strand.

Baden ist auch hier leider mal wieder nicht möglich. Jedenfalls nicht, wenn das Wasser noch so warm ist, die gefährlichen Quallen gibt es auch hier. So schade. Irgendwie schwer auszuhalten. Wir waren noch nicht einmal im Meer baden. Hier wird aber auch ueber all dafuer gesorgt, dass es dennoch Möglichkeiten zur Abkühlung gibt. Manchmal gibt es kleinen Bereiche, die mit quallensicheren Netzen umspannt sind, es gibt richtige Meerwasserpools in die Felsen an der Küste eingebaut und dann eben auch die kostenlosen Schwimmbäder.

Schließlich fanden wir sogar noch ein ganz tolles Lokal direkt vorne am Meer mit toller Atmosphäre. Hier ließen wir es uns gutgehen und stießen auf einen weiteren wundervollen Reisetag an.

Anbei noch ein bisschen Streetart, im Hintergrund links zu sehen – unser Hotel.

Endlich geht die Reise los ;-)

Irgendwie fuehlt es sich so an, als wären wir schon wieder ewig unterwegs. Dennoch geht der richtig grosse Teil unserer Australienreise jetzt erst los. Wir planen innerhalb der naechsten zweieinhalb Wochen von Cairns entlang der Gold Coast bis nach Sydney zu fahren. Uns ist bewusst, dass das ein straffes Programm ist, aber der Veranstalter hat es uns so vorgegeben. Ach ja, der Veranstalter, das ist natuerlich Kai. Er hat die komplette Reise geplant, gebucht und ist nun mein persönlicher Reiseleiter. Ich werde mich ab jetzt mit Lob und Beschwerden aller Art direkt an ihn wenden ;-)

Nachdem wir uns von unserem netten Hostel verabschiedet hatten, sind wir mit dem Uber in die erste Behausung der selbstgeführten Mietwagenrundreise (so nennt man das bei den Profis ;-) gefahren. Es ging nur etwa 4 Kilometer weiter südlich ins Zentrum von Cairns. Dort bezogen wir ein Zimmer im vierten Stock des Plaza Hotels.

Dort angekommen habe ich erst mal wieder einen Glücksanfall gehabt. So sehr freute ich mich ueber das geräumige, lichtdurchflutete Zimmer, welches einen direkten Gegensatz zu unserer Behausung der letzten fünf Tage darstellt. Gefreut habe ich mich vor allem deswegen, weil ich mich wirklich mach Ruhe gesehnt habe. Im Hostel war immer was los und scheinbar sehnte ich mich nach etwas mehr Einsamkeit. Kai ist direkt unten an den Pool gegangen, während ich erst mal ein Schläfchen mit Aussicht genossen habe. Das war herrlich.

Nachmittags konnten wir endlich unseren Mietwagen abholen. Dazu mussten wir wieder mit dem Uber an den Flughafen fahren. Ich fragte den Fahrer, ob denn morgen (also) Ostermontag auch ein Feiertag in Australien sei, da antwortete er „it is, but you know, everyday is a holiday in Australia“

Unser hochmodernes Gefährt für die Rundreise. Wir mussten beide erst mal das Innere des Fahrzeugs studieren, bevor wir in der Lage waren, unsere Telefone direkt mit dem Bildschirm zu spiegeln. So koennen wir auch direkt das Navigationssystem vom Handy benutzen. Übrigens, wahre Geschichte, sind wir beide erst mal instinktiv auf die falsche Seite gelaufen. Hier ist aber alles andersrum und so lachten wir und stiegen jeweils korrekt ein.

An unserem allerletzten Abend in Cairns waren wir später noch ein bisschen am Meer und im Ort unterwegs. Dabei haben wir diesen tollen Spot fuer den Aperitiv entdeckt. Wir fläzten uns auf weichen Sitzsäcken und freuten uns, dass wir noch fast drei Wochen haben, bis wir wieder nach Hause müssen. Wie schön.

Hier steht nochmal symbolisch das Bild des ca. 100m langen und 50m breiten, frei zugänglichen und kostenlosen Pools fuer Jedermann. Denn kostenlos ist ein großes Ding in Australien. Der Pool ist nicht nur kostenlos, sondern auch direkt nutzbar, ohne Zäune und Grenzen, er wird überwacht und alles ist sauber und gepflegt. Überall gibt es kostenlose Grillpläze, gepflegte öffentliche Toiletten und ganz oft sind Museen kostenlos. In Melbourne war der gesamte öffentliche Nahverkehr im Central Business District kostenfrei. Wirklich verrückt. Die machens einfach. Und die Menschen nehmen es an.

Am Ende des offiziell ersten Tages der Rundreise ging es relativ früh in die wölkchenweichen Hotelbetten. Denn am Montag geht es dann so richtig los 😂 und unsere Vorfreude ist riesig.

Achtung! Gefährliche Tiere – Ein Tag im Regenwald

Am Donnerstag haben wir mal wieder eine Tour gebucht. Dieses Mal jedoch mit etwas mehr Bedacht, so haben wir eine kleinere Gruppe gewählt und etwas mehr auf die Rezensionen im Internet geachtet. Und die Recherche hat sich gelohnt. Wir wurden nicht enttäuscht und es war ein ganz wundervoller Tag mit ganz viel Natur und Australian Wildlife.

Wir wurden am Morgen gegen halb acht direkt am Hostel abgeholt und begrüßt hat uns freudestrahlend ein waschechter „Cairnser“ mit Namen Rohan. „Hi you must be Gabrielle?“   Unser Fahrzeug war ein umgebauter Truck mit nur 18 Sitzplätzen, und wir waren die letzten im Bus und wurden als „Team Germany 2“ vorgestellt. Wir sind eben überall. Ein reiselustiges Völkchen. Sollte man nicht meinen, das es dennoch so viele Menschen gibt, die in diesem Land braun/blau wählen. Reisen sollte eigentlich den Horizont weiten. Sorry, ich schweife ab 😂

Unser erster Stop führte uns zum Mount Alexandra Lookout, von dort hatte man einen wundervollen Blick auf das Meer und den davor liegenden Regenwald.

Direkt danach wurden wir zur Daintree Icecream Company gebracht. Einer Institution in der Gegend, die sehr leckeres Eis machen, vor allem aus tropischen Früchten. Manche davon kannte ich ueberhaupt nicht.

Wir bekamen den Signature Cup, wobei Mango und Kokos natuerlich alte Bekannte sind. Die beiden anderen jedoch waren mir total neu, Wattleseed besteht aus dem Samen einer Akazienpflanze und ist hier traditionell in Australien zu finden, der Geschmack ist nussig und sehr lecker. Black Sapote ist eine Khaki Art, aber in schwarz, sie wird auch Puddingfrucht genannt und schmeckt tatsächlich ein bißchen nach Schokoladenpudding. Ein fantastisches Gewächs.

Bei der Weiterfahrt habe ich mich im Bus nach vorne gesetzt nach dem unser Guide gefragt hat, ob das jemand möchte. Von dort hatte man eine prima Aussicht, als wir tiefer und tiefer in den Regenwald gefahren sind.

Die Schilder, die hier vor Wildwechsel warnen, zieren ein Bild des im Busch verbreiteten Cassowary, einem flugunfähigen Laufvogel. Eine direkte Sichtung ist jedoch gar nicht sicher. Umso aufgeregt waren alle, als direkt neben unserem Parkplatz am naechsten Stop ein besonders grosses Exemplar in all seiner Pracht seelenruhig dort stand und uns neugierig anschaute.

„Yay, we’re off to a good start“ sagte unser Guide, denn von hier ab sollte eine etwa einstündige Wanderung über hölzerne Wege mitten durch den uralten Regenwald gehen, einem Teil des Daintree National Parks.

Und hier kann ich mal wieder nur Superlative benutzen. Es war einfach wunderschön und eine ganz tolle Atmosphäre. Von überall konnte man Tierlaute vernehmen und das satte Gruen der hunderten verschiedenen Pflanzenarten war einfach traumhaft schön anzuschauen.

Riesengroße Strahlenpalmen, einfach toll! Zu denen habe ich einen besonderen Bezug, denn ich hatte mal die Aufgabe, diese Pflanze in einer Metallkonstruktion nachzubauen, mit einer Spannweite der Blätter von bis zu 6m. Das war eine statische Herausforderung. Wer es mal sehen moechte, zu „bestaunen“ auf der Aussenterrasse des Loop 5 in Darmstadt Weiterstadt.

Schmettegage!!!! De Maulwurfn war furchtbar aufgeregt.

Später zurück am Ufer dann die Warnschilder vor Krokodilen und den extrem gefährlichen Würfelquallen. Nein nein nein, schwimmen im Meer ist leider gar nicht möglich.

Eine Pfefferminz Stabheuschrecke. Faszinierendes Insekt. Sie trägt ihren Namen, weil sie bei Gefahr eine Art ölige Flüssigkeit versprüht, die nach Pfefferminze riecht.

Besonders toll war dann auch die Sichtung eines Baumes, in dem sich dutzende Flughunde tummelten. Sie hingen da so rum und ich konnte in aller Ruhe mein Tele aufschrauben, um die possierlichen braunen Teddybären im Batman Kostüm zu fotografieren. Das sind dann immer die Momente, in denen mein Hobby Fotografinnen Herz Purzelbäume schlägt. Sind die nicht drollig?

Später haben wir noch gemeinsam zu Mittag gegessen und ein kühlende Bad in einem glasklaren Bachlauf genommen, dieser sei angeblich vollkommen ungefährlich. Alle gingen rein und Kai hat versucht, sich von einer Liane direkt ins Wasser zu schwingen. Das war schon etwas ulkig und alle umstehenden hatten was zu lachen und es gab Applaus für seinen Mut. Das ist eben einfach das schöne an kleineren Gruppen, man kommt mit allen mal ins Gespräch und das macht so viel mehr spass.

Das absolute Highlight des Tages sollte jedoch noch kommen, eine etwa einstündige Fahrt auf dem Daintree Fluss, in dem einige Exemplare des größten lebenden Salzwasserkrokodils beheimatet sind. Man hat uns keine grosse Hoffnung auf eine Sichtung gemacht, da die Brühe vom vielen Regen braun war und der Wasserstand entrprechend hoch. Naja, egal, die Fahrt war trotzdem schoen. Aber dann, was war das, unsere Bootsführer steuerte eine Sandbank am Ufer an und da lag er, ein männliches ca. 5 m langes Exemplar eines australischen Salzwasser-Leistenkrokodils. Verrückt und absolut atemberaubend. So faszinierend er auch aussieht, dem moechte man nicht zu Nahe kommen. Der reißt einem nicht nur mal eben ein Bein aus. Wenn er seine Beute hat, dann wird diese erstmal ertränkt und mit der sogenannten Todesrolle (kennt man sicher aus dem Fernsehen) in seine Einzelteile zerlegt. Huiuiui. Nein, ich betone nochmals. Ins Wasser gehen wir hier nicht.

So ein Teleobjektiv ist wirklich sehr nützlich. Besonders bei der Krokodilfotografie.

Wie schon eingangs gesagt, der Tag war schön. Wir hatten eine ganz tolle Zeit, kaputt waren wir aber schon, als wir abends gegen sechs wieder zurueck im Hostel waren. Das wars jetzt aber erst mal mit den gebuchten Touren, ab morgen gibt es zwei Ruhetage hintereinander, bevor am Sonntag dann der eigentlich Urlaub anfängt 😂

Entlang der Great Ocean Road

Für Montag hatten wir uns noch mal einen Ausflug gebucht, bereits von Deutschland aus. Es sollte mit dem Bus zur berühmten Great Ocean Road gehen. Angeblich eine der schönsten Küstenstraßen der Welt.

Der Tag startete sehr früh, der Wecker klingelte bereits um halb 7 am Morgen.  Aus Gründen, die ich noch nicht so richtig erklären kann, macht mir das jedoch gar nichts aus. Und das auch noch mit Jetlag, da schläft man sonst immer bis in die Puppen und kommt morgens kaum aus dem Bett. Schon verwunderlich irgendwie, speziell im Hinblick auf meine derzeitige gesundheitliche Situation.

Gleich um die Ecke vom Hotel wartete ein Bus auf uns, der Fahrer hakte unsere Namen ab und wir stiegen wir die coolen Kids von früher ganz hinten im Bus ein.

Zunächst ging die Fahrt  aus Melbourne heraus und dann immer weiter südwestlich bis an die Küste. Von da hieß es in loser Reihenfolge: Aussteigen, knipsen und wieder einsteigen. Wieder eine Abfertigung der Massen, schade. Warum wir gleich zweimal so eine Tour machen willst du wissen? Na weil beide vorher fest gebucht waren und wir da jetzt nun mal drin stecken ;-) . Beim eigentlich Highlight, den wirklich sehr bekannten 12 Aposteln, die mittlerweile nur noch zu siebt sind, drängten sich die Massen dicht an dicht entlang der gut ausgebauten Wege zu den diversen Aussichtspunkten.

London Bridge (has fallen)

Loch Ard Gorge
Razorblade
Ganz alleine waren wir nicht.

Die 12 Apostel

Irgendwann erreichten wir eine kleine Küstenstadt namens Apollo und dort machten wir endlich mal länger als 5 Minuten Pause, eine ganze Stunde nämlich. Die nutzten wir, um mal eben vor ans Meer zu gehen und spaeter noch eine Tasse Kaffee zu trinken. Dort hat es uns gut gefallen. Es herrschte eine angenehme und ruhige Atmosphäre.

Später ging  die gesamte Strasse wirklich nur noch direkt am Meer entlang, und das fuer fast eine Stunde. Der Himmel war blau mit ein paar Wolken, das Licht war toll und die Fahrt hat richtig Spass gemacht.

Es folgte ein weitere kurzer Pinkelstop in einem Küstenort namens Lorne, dort warteten zahlreiche Surfer gemeinsam auf die Wellen. Auf der Wiese am Strand tummelten sich die putzigen weißen Kakadus mit dem gelben Puschel auf dem Kopf.

Ein Cockatoo (Kakadu)
Am Strand in Lorne

Weil wir insgesamt gut in der Zeit lagen wurden wir nochmal mit einem kurzen Abstecher belohnt, unser Guide wollte uns freilebende Kängurus zeigen. Er war sich seiner Sache sehr sicher, ich war jedoch skeptisch. Tiere in der freien Natur zu sehen ist immer wieder Glueckssache. Während ich das noch dachte tauchten zwei Koalas in den strassenbegleitenden Eukalyptusbäumen auf. Der Fahrer machte halt und alle stiegen aus und beobachteten die beiden putzigen Beuteltiere. Eines, wie es in aller Seelenruhe hoch oben im Baum seine Lieblingsspeise knabberte, Eukalyptusblätter, während sein  Kamerad neben ihm tief und fest schlief. Ein Koala schläft bis zu 20 Stunden am Tag, den Rest der Zeit frisst er seine Eukalyptusblätter. Grundsätzlich fühle ich mich dem Tier sehr verbunden 😂

Zu guter Letzt brachte uns der Fahrer dann in ein Wohngebiet mit angeschlossenem Golfplatz. Dort auf einmal tauchten sie auf, mindestens 20 Kängurus sassen verteilt auf dem glattgeschorenen Golfrasen und knabberten vor sich hin. Aaaaah, das ist kaum zum Aushalten. Echte, wildlebende Roos (wie die Aussies sagen). Wir konnten unser Glück gar nicht fassen. Ich liebe einfach solche Tiersichtungen. Stundenlang könnte ich da einfach nur sitzen und zuschauen.

Kängurus und Golfbälle
Alles voller Roos!!!

Es war mittlerweile schon halb sechs am Nachmittag und ich war  hundemüde. Kein Wunder. Glücklicherweise war es die letzte Station und ab hier ging es wieder auf die Autobahn direkt zurueck nach Melbourne. Um kurz nach sieben waren wir wieder zurueck im Hotelzimmer.

Eigentlich wollten wir unbedingt noch mal in eins dieser sehr authentisch aussehenden  chinesischen Lokale gehen, die ueberall in der Stadt verteilt sind. Aber ich war einfach zu kaputt, ausserdem mussten wir ja noch packen. Kai hat uns nochmals das sehr leckere Sushi besorgt und wir haben in aller Ruhe im Zimmer gegessen.

Seitenblick aus unserem Hotelzimmer

Morgen werden wir Melbourne verlassen und uns in eine vollkommen andere Gegend von Australien begeben. Mal sehen wo es hingeht. Ich werde auf jeden Fall berichten.

Sonntags in South Melbourne

Nach der zwar schoenen und ereignisreichen, aber auch sehr anstrengenden Tour vom Samstag, haben wir es am Sonntag etwas ruhiger angehen lassen. Fuer diesen Tag war ich Programmgestalterin und ich hatte mich darauf vorbereitet. Was mir vorschwebt, war einen gemütlichen Stadtteil zu finden, außerhalb des Hochhausviertels. Zur Auswahl kamen Fitzroy, Collingwood und South Melbourne. Alle diese Stadtteile sollten eine gute Mischung haben, bestehend aus netten Cafes und lokalen Röstereien (ein Riesending in Melbourne), Bars, Restaurants und kleinen unabhängigen Läden zu Stöbern.

Meine Wahl ist dann auf South Melbourne gefallen, weil es erstens fußläufig vom Hotel gut zu erreichen war und zweitens es dort diese wunderschönen viktorianischen Häuser gab mit den schmiedeeisernen Geländern.

Sollten wir nach Australien ziehen, dann moechte ich so ein Haus und Kai ein solches Auto 😂

Das Kaffeebestellen hier in den australischen Coffeeshops ist uebrigens erst mal nicht so schlüssig. Es gibt grundsätzlich nur Kaffee, weiss oder schwarz, gross oder klein. Alles andere scheint der Phantasie überlassen. 😂  Eine Bedienung hat es uns dann erklärt. Auf der Karte steht immer nur das oben gesagte, das ganze kann dann ein Cappuccino, Flat White, Latte, Americano oder was auch immer sein. Hat sich irgendeiner so ausgedacht. Gut wenn man’s weiss.

Der South Melbourne Market erinnert total an die Frankfurter Kleinmarkthalle. Vielleicht doppelt so gross beinhaltet sie aber ausser den Obst-, Gemüse, Blumen und sonstigen Futterständen auch Läden fuer Klamotten, Geschenke und allerlei Schnickschnack. Alles sehr geschmackvoll und nicht der typische Touristenkitsch. Aussenrum gibt es dann die fuer Australien typischen überdachten Arkaden, vollgestopft mit Cafés und Restaurants.

Es war aber sehr voll, und wir haben ein nettes etwas ruhigeres Café am Seitenrand gefunden.

Zweites Frühstück, Avocado Toast und ein leckerer Cappuccino.

Nach einem kurzen Nap im Hotel sind wir am Abend noch mal vor zum Yarra River gelaufen. Kai hatte den am Anfang schon alleine abspaziert und ganz begeistert davon gesprochen. Denn beide Ufer sind gesäumt von Cafés und Restaurants. Eine richtig tolle Uferpromenade.

Wir hatten einen gemütlichen Aperitiv mit Sonnenuntergang und haben uns danach in ein Restaurant gesetzt und den wunderschönen Tag bei thailändischem Essen Revue passieren lassen.

Melbourne ist einfach großartig. Und es gibt sogar noch das Meer, was will man mehr

I ❤️ Melbourne

Ich weiß mal wieder gar nicht wo ich anfangen soll, so sehr hat mich Melbourne (oder wie wir hier sagen ;-) Melben) bereits nach nicht mal 24 Stunden in seinen Bann gezogen. Wir sind beide schwer begeistert von dieser tollen Stadt, obwohl wir noch fast gar nicht gesehen haben. Ich versuche es einfach mal der Reihe nach:

In meinen zahlreichen Therapien habe ich gelernt fürsorglich mit mir umzugehen. So hat mein Ankunfts-Ich noch am Vorabend dafuer gesorgt, dass mein Gegenwarts-Ich den ersten Kaffee mit Milch bereits im Zimmer geniessen konnte. Kai wusste meine Fürsorge ebenfalls sehr zu schätzen. Unser Hotelzimmer ist eigentlich eher ein Apartment mit allem drum und dran und es gibt kein Frühstück im Hotel. So war der erste Kaffee im Bett mit australischen Keksen ein Genuss.

Nachdem wir uns frischgemacht hatten, ging erstmal auf Nahrungssuche und wir  steuerten ein Lokal in einer der vielen kleinen „Lanes“ im Central Business District an. Das sind schmale Verbindungswege die das Strassenraster immer wieder durchbrechen. Die Guilford Lane war einfach schön, kleine nette Cafes, witzige Läden und die Wände waren voller Grünpflanzen und kleiner versteckter Kunst, die die Anwohner in einer Bürgerinitiative dort arrangiert haben.

Leckeres Fruehstueck, natürlich mit Latte Art.

Unser Frühstück im Café Krimper war hervorragend und so konnten wir dann frisch gestärkt auf Erkundungstour gehen.

Blick in die Guilford Lane
Street art, wie ich sie am allermeisten liebe. Klein und whimsical ❤️
Hauptsache es funktioniert.
Katze und Kuh

Melbournes Innenstadt erinnert mich ein bisschen an Downtown San Francisco, es hat auch etwas von  Toronto und dann ist es natuerlich auch vollkommen einzigartig. In jedem Fall gibt uns der erste Eindruck ein tolles Gefuehl. Auf einer Skala von 1-10, die bewertet, ob ich mir hier vorstellen koennte zu leben, erhält Melbourne eine 10 mit Sternchen.

Hier gibt es wohl was besonderes 😂
Busy Street.

Queen Victoria Market.

Entlang der Southern Cross Train Station

Irgendwann sind wir soviel gelaufen und ich war schon total kaputt als wir endlich das Wollgeschäft ansteuerten, das ich mir von zu Hause schon auserkoren hatte. Ich habe vor, mir zum Andenken an diese Reise einen Koala aus lokaler Wolle zu stricken. Sie hatten was ich gesucht habe und mit einem glücklichen Grinsen im Gesicht konnten wir uns zurueck ins Hotel machen.

Mittlerweile machte sich der Jetlag heftig bemerkbar und wir waren beide unfassbar müde. Zurück im Zimmer sind wir direkt in den Betten verschwunden und beide umgehend eingeschlafen. The struggle is real.

Nach zwei Stunden waren die Batterien wieder einigermaßen aufgeladen und wir sind zu einem Supermarkt in der Nähe gelaufen, um uns ein bisschen was zum Frühstück zu kaufen. Fuer mich gab’s Haferflocken, Joghurt und Obst und Kai hat sich mit Brot und Marmelade begnügt. Zurück in unserem Hotel sind wir kurzfristig mit dem Aufzug in den 28sten Stock gefahren. Dort oben befinden sich das Hotelgym und eine kleine Aussichtsterasse. Das Licht war toll und die Aussicht auf den Yarra River war wunderschön.

Kai ist später noch mal alleine spazieren gegangen und ich habe ein bisschen aufgeräumt. Ich bin ja eine absolute Chaotin, und schaffe es innerhalb von Minuten, meinen Kofferinhalt explodieren zu lassen. Kai war sehr beeindruckt von der Ordnung als er zurückkam.

Zum Abendessen gab es Sushi, welches wir uns mittags auf dem Heimweg gekauft hatten. Das war eigentlich fürs Mittagessen geplant, aber daraus wurde nix wegen akuter Müdigkeit.

Aus Erfahrung weiss ich, dass oft die zweite Nacht bei Reise in Richtung Osten am unangenehmsten ist. Man ist eben noch ein Stück in der alten Zeit, und noch nicht richtig in der neuen Zeit angekommen. Daher haben wir versucht, so lange wie möglich wach zu bleiben. Um halb elf ging es dann aber nicht mehr und nach direktem Kontakt mit der Matratze  fielen uns die  Augen ganz schnell zu.

Es war ein toller erster Tag in der quirligen, lauten und sehr lebendigen Stadt im Süden Australiens. Ich bin immer noch vollkommen fasziniert von dem Gedanken, dass wir es endlich hierher geschafft haben. Morgen geht es weiter. Volles Programm. Kai hats geplant. Ich bin gespannt.

Good Morning Vietnam

Am Mittwoch vormittag  sind wir gegen 11 in unserer Wohnung aufgebrochen, mit dem Bus zum Terminal 2 gefahren, haben die Koffer eingecheckt und uns durch Pass- und Sicherheitskontrolle bewegt. Obwohl wir 3 Stunden vor Abflug von Zuhause los gegangen sind, sassen wir gerade mal 15 Minuten am Gate, da ging auch schon das Boarding los. In unserem Fall Priority, weil wir uns fuer diese lange Reise Premium Economy gegoennt haben. Entsprechend verzückt war ich auch, als wir die Sitze gesehen haben. Wirklich sehr bequem, mit ein Sitzabstand von 104 cm,  da kann man nicht meckern.

Warten auf den Bus zum Terminal 2
Kais Urlaubsritual. Er duftet sich im Duty Free Shop fuer die Reise ein.
Der Aufpreis hat sich total gelohnt. Wir waren sehr zufrieden mit dem Platzangebot.

Wenn man weiss, dass man zwei Langstreckenfluege hintereinander überstehen muss, dann kommt einem nur einer davon plötzlich sehr viel kürzer vor. Wir haben nett mit den Sitznachbarn geplaudert, ein paar Filme angeschaut und schwupsdiwups waren wir auch schon in Hanoi. Da war es ca. 6.30 Ortszeit. Good Morning Vietnam. Die Luft war  zum Schneiden dick, und das war irgendwie toll wenn man aus dem klimatisierten Flugzeug steigt. Am Flughafen gab es erst mal einen leckeren Kaffee und ein paar News aus der Heimat, wir konnten uns die Beine vertreten und uns im Bad etwas frisch machen.

Kurze Zeit spaeter ging es schon wieder in den naechsten Flieger. Und da stand dann am Gate: MELBOURNE!!! Fuer Manche mag das kein Riesending sein, aber mir bedeutet es soooo viel. Endlich Australien. Endlich, endlich, endlich!!! Das ist wirklich die Erfüllung eines noch offenen Lebenstraum. Ich bin einfach nur HAPPY.

Während ich das schreibe, befinden wir uns irgendwo ueber dem indischen Ozean. Gerade haben wir das vietnamesische Festland verlassen und momentan sieht man nur Wasser, soweit das Auge reicht. Kai hat schon die Rückenlehne nach hinten geklappt. Ich werde das auch gleich tun, und hoffentlich in der Lage sein, ein Schläfchen zu machen.

Sonnenuntergang ueber den Wolken
Landeanflug auf Melbourne

Zeitsprung. Aktuell liege ich noch bequem auf unserem Bett im Canvas Hotel im Central Business District von Melbourne, spaeter werden wir rausgehen, um ein bisschen die Stadt zu erkunden. Vorher, und weil ich ja eine Vervollständigerin ;-) bin kommt hier noch der Rest der Reise:

Am späten Abend sind wir um viertel nach 11 Ortszeit in Melbourne gelandet. Der Zeitumterschied zu Deutschland beträgt nun 10 Stunden.

Die Einreise war so unkompliziert und perfekt organisiert. Wir mussten nur unsere Paesse einscannen, wurden fotografiert und durften durch die automatisierte Grenzkontrolle einreisen. Unsere Koffer kamen dank Priority ganz am Anfang und so konnten wir direkt zur Zollkontrolle gehen. Hier sind die Australier strenger als so manches andere Land. Es gibt viele Dinge, die gar nicht, oder nur kontrolliert eingeführt werden dürfen. Kai hatte sich hier besonders gut vorbereitet, indem er öfter „Border Patrol Australia“ im Fernsehen geschaut hat 😂 

Zur kontrollierten Einfuhr zählen auch  verschreibungspflichtige Medikamente. Dafuer haben wir uns vorab von unseren Ärzten in Deutschland ein entsprechendes  Dokument ausstellen lassen. Etwas mulmig war mir ja schon, als wir die Frage auf dem Einfuhrformular mit „ja“ beantworten mussten, denn es wurde in gleichem Atemzug nach Medikamenten, Waffen und pronografischem Material gefragt ;-)

Ehrlich wir wir waren haben wir alles wahrheitsgemäß beantwortet, wurden kurz nach der Art der Medikamente befragt und durften dann direkt den grünen Ausgang in die Freiheit nehmen.

Draussen am Flughafen war es noch sehr wuselig, obwohl es mittlerweile schon nach Mitternacht war. Es gibt dort einen sog. „Skybus“, mit dem man ohne Zwischenstop fuer ca. 25 australische Dollar (etwa 15 Euro) bis zur Victoria Station in Downtown fahren kann.

Von dort sind wir zu Fuß zu unserem Hotel gelaufen, haben in einer fuer uns hinterlegten Lockbox unsere Zimmerkarten bekommen und konnten endlich in unser Zimmer im vierten Stock einchecken.

Wir haben es geschafft. Knapp 29 Stunden nach verlassen unserer Wohnung sind wir in Australien angekommen.

Was bisher geschah …

Vor ziemlich genau 12 Jahren haben Kai und ich uns eine dreimonatige Auszeit in Form eines kleinen Sabatticals gegoennt. Ein Jahr vorher habe ich dafuer bereits das Gehalt angespart und als es dann Anfang Februar 2014 endlich losging waren wir voller Vorfreude auf 4 Wochen Thailand, 2 Wochen Malaysia und 6 Wochen Australien.

Leider kam alles ganz anders und als mich am 12. Maerz 2014 am Strand von Georgetown ein Makake gebissen hat, ist der Traum zerplatzt. Was folgte, war eine schwere Entzündung, 3 Wochen Krankenhaus in Singapur, mehrere Operationen, starke Schmerzen, eine Hauttransplatation und viele viele Tränen.

Damals haben wir uns vorgenommen, diese Reise irgendwann zu Ende zu bringen. Auch wenn schon so viel Zeit vergangen ist und  jetzt „nur“ 4 Wochen geplant sind, habe ich beschlossen, dass dies nun die offizielle Fortsetzung des Sabatticals von damals ist. Und natuerlich sind De Maulwurf und Herr Mülla auch wieder mit von der Partie.

Iearepetra, Fotostapel

Während ich hier noch die letzten Stunden des Urlaubs auf einer watteweiche Liege am Infinity Pool verbringe, hänge ich meinen Gedanken nach und mir ist es ehrlichgesagt ein bissl schwer ums Herz. Aber so ist das bei mir eben, wenn etwa so wunderschönes zuende geht. Alle drei Standorte dieser Reise hatten ihren eigenen Reiz. Und wenn man mich am Ende fragt, welche mir von den drei Unterkünften am besten gefallen hat, dann gewinnt doch, trotz allem Luxus, Privatpool und rund um die Uhr Verpflegung, das Coriva Beach Hotel in der Nähe von Ierapetra. Die Einfachheit liegt uns beiden etwas mehr und das morgendliche Bad im Meer ist jedem Infinity Pool der Welt weitaus überlegen. Damit will ich aber nicht sagen, dass ich den Luxus der letzten 4 Tage nicht zu schätzen wüsste. Ab und zu kann man das gerne machen. Nächstes Mal dann zu 20sten Hochzeitstag ;-)

Anbei noch ein paar Bilder von unserem Besuch in Ierapetra.

Loukomades, kenne ich schon von den Osterfeierlichkeiten der griechischen Nachbarn. Soooo lecker.
Wie ueberall in Griechenland gibt es kleine Katzenfamilien. Die kriegen in den Sommermonaten genug zu füttern. Wie sie den Winter schaffen, weiss man nicht. Ich hoffe jemand kümmert sich um sie.
Unsere Behausung im Coriva Beach Hotel. Einmal die Treppe hoch. Vom kleinen Balkon hatte man einen schönen Blick auf das Meer.
Letzter Abend im Süden. Sonnenuntergänge kann man im Leben nicht genug sehen. Immer wieder etwas besonderes.
Abfahrt in Richtung Norden.

Luxus zum Hochzeitstag

Im Sommer diesen Jahres haben wir unseren 10ten Hochzeitstag gefeiert. Vor 10 Jahren, als wir auf Mauritius für unseren Honeymoon waren, hatten wir ausgemacht, dass wir zum 10ten Hochzeitstag wieder dorthin fliegen, um nochmal dieses fantastische Hotel zu besuchen. Das Lakaz Chamarel ist mit grossem Abstand das schönste Hotel in dem ich jemals zu Gast sein durfte. Mag ich es verklären, weil wir ja frisch verheiratet waren? Kann sein, aber wenn ich daran zurueck denke, dann passte einfach alles.

Nun ja, 10 Jahre sind auf einmal schneller rum als gedacht, und eigentlich wollten wir noch nicht wieder dorthin. Also buchte uns Kai fuer die letzten 4 Tage hier auf Kreta eine Luxusunterkunft. Es sollte etwas besonderes sein, und das ist es auch. Wie sind also seit Dienstag im Domus Aulus Elounda Resort und finden es einfach fantastisch. Das beste ist das Zimmer mit eigenem Privatpool.

Hier mussten wir allerdings erstmal etwas kämpfen. Hat man uns doch eins der luxuriösen Zimmer direkt im Erdgeschoss gegeben, wo ständig jemand vorbeiläuft. Wir waren beide total enttäuscht. Wollten wir doch im Adam und Eva Kostüm morgens in den Pool hüpfen. Also sind wir direkt zur Rezeption gegangen, haben etwas von 10. Hochzeitstag erzählt und dass dieses Zimmer ja mal so was von überhaupt nicht geht. So wurde kurzerhand mit dem Manager gesprochen und wir konnten eine Etage höher ziehen, komplette Privatsphäre und keiner kann uns direkt ins Zimmer und in den Pool schauen. Na also. Geht doch.

Alleine dieser Blick am Morgen direkt aus dem Bett war den kleinen Kampf wert.

So beginnt also unser Tag hier mit einem frischebrühten Kaffee aus der George Clooney Kapselmaschine, und danach geht es direkt in den Pool. Das ist einfach Wahnsinn. Ein absoluter Traum und wieder mal wuensche ich mir, dies jeden Tag tun zu koennen. Kai sagt dann immer, wenn man das jeden Tag haette, dann wüsste man es irgendwann nicht mehr zu schätzen. Vielleicht hat er recht 😉

Blick aus dem Zimmer auf die kleine Insel Spinalonga, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts unter anderem zum Aufenthalt von Leprakranken diente. Jetzt sind es nur noch verlassene Ruinen. Die gesamte Aussicht hier aus dem Zimmer und oben vom Berg  ist so wunderschön, dass wir uns beide nicht daran sattsehen koennen.

Nach dem Frühstück gehen wir dann „immer“ an den kleinen Strand, der dem Hotel angehört. Dort gibt es auch watteweiche Liegen und ein ruhiges plaetscherndes Meer.

Zum Mittag lassen wir uns dann mit dem Clubcar ganz nach oben auf die Anlage fahren, denn da liegt ein VIP Bereich, der nur fuer die Gäste mit den Luxussuiten zugänglich ist. Die sogenannte „Cool Living“ area hat diesen fantastischen Infinity Pool mit Blick über die gesamte Bucht. Das hat schon etwas magisches.

Dort oben kann man auch fruehstuecken. Eigentlich koennte man den ganzen Tag dort oben aushalten. Man bekommt dauerhaft irgendwo was zu essen und zu trinken und leider ist das ueberhaupt nicht figurfreundlich. Aber was solls. Die Tage sind ja begrenzt 😂

Etwas zu meckern gibt es natuerlich auch. Wenn man auf einer der zahlreichen Vollautomaten die Cappuccinotaste drückt, kommt zuerst die Milch und dann der Kaffee in die Tasse. Das ist erbärmlich und dürfte einfach nicht passieren 😂😂😂

Heute ist bereits unser letzter voller Tag hier auf der Insel. Den werden wir noch mal in vollen Zügen geniessen, bevor uns morgen Abend der Flieger wieder in die kalte Heimat bringt (seufzt tief).