Wasserfälle und Federvieh

Heute geht’s dann aber endlich so richtig los, die Rundreise beginnt ganz offiziell. Alles bisherige diente nur der Aklimatisierung 😂

Der Morgen begann mit dem Frühstück auf unserem Balkon im vierten Stock. Scheinbar ist es hier üblich, dass die Hotels alle über eine kleine Pantry Küche verfügen. Das heisst es gibt einen richtigen Kühlschrank, Geschirr und mindestens einen Wasserkocher. Das finden wir prima, denn ein inkludiertes Frühstück scheint hier auch nicht der Standard zu sein.

Kai war gestern noch mal in der Markthalle und hat mir frisches Obst mitgebracht, Mango und Drachenfrucht. Besonders die Drachenfrucht ist zuhause meist teuer und vor allem schmeckt sie eher wässrig. Hier ist sie wunderbar süss. Frische Papaya gibt es momentan auch überall. Yum.

Die Koffer sind gepackt ich hatte mein Packsystem schon von Deutschland aus  ausgeklügelt und jetzt vor der Abreise nochmals perfektioniert. Die warmen Sachen, die ich noch im herbstlichen Melbourne gebraucht habe, sind erst mal in den Tiefen des Kofferraums verschwunden. Den Rest habe ich wie einen Schrank mit diversen Packing Cubes und Beutelchen geordnet. Kai sagt, er ist sehr gespannt, wie lange das System funktioniert. Als liebenswerte Chaotin 😂 frage ich mich das natuerlich auch. Wir werden sehen.

Im letzten Beitrag ist mir übrigens ein Fehler unterlaufen. Wir befinden uns momentan nämlich noch nicht an der Sunshine Coast. Diesem Teil hier oben gibt das flugunfähige Federvieh seinen Namen, die Cassowary Coast. Ich bin so froh, dass wir schon ein Exemplar gesehen haben, denn eigentlich sind hier ueberall Hinweise auf den Strassen, aber zeigen lassen sie sich bisher nicht.

Die gesamte Reise steht unter dem Motto, der Weg ist das Ziel, gestern haben wir uns zwei Zwischenstops ausgewählt. Es gibt natuerlich immer viel mehr zu sehen, aber leider ist die Zeit begrenzt und so müssen eben Entscheidungen getroffen werden.

Der erste Stop war bei den sogenannten Babinda Boulders. Dort gibt es einen Flusslauf, der durch sehr viele grosse Felsen unterbrochen ist, an dem sich das Wasser kaskadenartig und mit lautem Getöse vorbei schlängelt. Zwischendrin kann man sogar baden gehen, aber an manchen Stellen wird man immer wieder vor der Gefahr der Strömung gewarnt. Schon anzuschauen war es aber in jedem Fall.

Früchte und Schoten des Moreton Bay Kastanienbaums, auch als Black Bean Tree bekannt.
Kaffeestop im Maté Coffee Shop in Babinda

Als nächstes ging es zu den weiter südlich gelegenen Josephine Wasserfällen. Und die fanden wir ganz besonders toll. Aufgrund starker Regenfälle war das Flussbett ordentlich gefüllt und die Wassermassen tosten lautstark flussabwärts. Ein tolles Schauspiel, bei dem man ewig zuschauen kann. Es hat irgendwie etwas sehr beruhigendes.

Gegen vier Uhr am Nachmittag erreichten wir schließlich das Mission Reef Resort in Mission Beach. Hier hatten wir unseren ersten Übernachtungsstop.

In jedem Hotel bisher finden wir eine Wand mit Prospekten der zahlreichen Ausfkugsangebote.

Nach einem kurzen Schläfchen meinerseits und einem Poolbad von Kai sind wir dann zum Namensgeber des kleinen Örtchen vorgelaufen, dem langen Sandstrand von Mission Beach. Die Stimmung war toll, es gab nur ein paar vereinzelte Spaziergänger. Die Sonne ging langsam unter und das Licht veränderte sich minütlich. Diese Art von Strandspaziergängen zählen immer wieder zu den schönsten Momenten auf einer Reise am Meer. Hatte ich eigentlich mal erwähnt wie gerne ich am Meer leben würde? 😂

Direkt einen Block hinter dem Strand lag unser kleines Hotel. Im Zimmer gab es eine Mikrowelle und rundherum keine Restaurants zum Einkehren. Beides wussten wir bereits vorher und so haben wir uns in einem Supermarkt aus dem Kühlregal ein fertiges Massaman Curry und eine Tüte Mikrowellenreis gekauft. Dazu gab es noch einen Salat. Einfach aber gut, vor allem kommt es dabei auf sie Umgebung an.

Es war noch früh am Abend und der Pool war noch geöffnet, der Himmel leuchtete rot, als wir nochmal ins Wasser gegangen sind. Schwimmen am Abend bei tropischen Wetter, schon wieder so ein denkwürdiger Moment, dabei rücklings auf der Wasserfläche treiben und in die Sterne gucken *seufzt*

Alles in allem ein angemessener Abschluss fuer einen wirklich tollen ersten Rundreisetag.

Botanischer Garten Cairns

Hier sind nochmal die im letzten Beitrag erwähnten Bilder aus dem wunderschönen botanischen Garten in Cairns. Diese Bilder wollte ich euch nicht vorenthalten. Die reichhaltige Auswahl der Pflanzen ist so beeindruckend. Vor allem weil ich die meisten davon ja nur als irgendwelche stark verkleinerten Topfpflanzen kenne.

Dieser Weg ist ebenfalls Teil des botanischen Gartens und ist im wesentlichen ein Stück naturbelassener Regenwald. Sämtliche Stämme die  hier noch oben ranken, werden noch mehrfach umrankt und umwickelt von irgendwelchen Lianengewächsen und anderen Pflanzen. Das ganze ist so dicht bewachsen, dass man als Mensch kaum eine Chance hätte, dieses Dickicht  zu durchqueren. Kaum vorstellbar wie viele Vogel- und Insektenarten hier ihren Lebensraum finden. Man fühlt sich auf jeden Fall beobachtet 😂

Am Rande fotografiert, ein australisches Wohnhaus. Mid Century Modern😉
Fleiachfressende Pflanze
Ein tolles Licht

Und immer wenn du denkst, es geht nicht mehr kitschiger, schenkt dir das Leben einen Regenbogen. Diesem hier folgte ein kräftig prasselnder Tropenregen.

Ruhetage in den Tropen

Die letzten beiden Tage haben wir einfach nur relaxed und die Stadt Cairns ein wenig erkundet. Das Wetter war am Karfreitag einfach so schoen. Es geht ja hier in Australien  in Richtung Winter und die Regenzeit in dieser tropischen Gegend kommt langsam zu einem Ende. Während die ersten Tag hier noch absolut heiss mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit waren, war es am Freitag einfach nur sonnig und trocken. Es wehte ein leichter Wind und so ließen wir es uns nicht nehmen, den gesamten Nachmittag am wunderschönen Pool des Hostels abzuhängen. Kai hat gelesen und ich habe Hörbuch gehört und gestrickt. Das war einfach herrlich.

Das Foyer der Herberge mit kostenlosen Fahrrädern zum Ausleihen und allerlei Tourangeboten.

Gemeinschaftsküche, unglaublich, was für leckere Sachen die jungen Leute aus aller Welt gebrutzelt haben. Wir haben die Kueche eingentlich nur zum Kaffee machen und zum Geschirr spülen benutzt.
Zwischendurch haben wir unsere vollkommen verschwitzte Wäsche gewaschen und gehofft, dass die Auswahl „warm“ (ansonsten gab es noch hot oder cold) unsere Wäsche wieder heil und ungefärbt hervorbringt.

Unsere kleine Gefängniszelle. Nein, so schlimm war es natürlich nicht. Ich übertreibe mal wieder maßlos.

Zwischendurch haben wir auch mit einigen Leuten gesprochen. So viele machen „Work und Travel“… Man bekommt dann ein Aufenthaltsvisum fuer eine bestimmte Zeit und darf dann in dieser Zeit auch Aushilfsjobs annehmen, um sich die Reise zu finanzieren. Eigentlich alle, mit denen wir gesprochen haben, waren auf diese Weise unterwegs.

Gestern hat uns eine junge Dame angesprochen und war total begeistert, dass Auntie and Uncle hier im Youth Hostel verweilen. Sie wollte unbedingt mit uns plaudern und war total neugierig, was wir so machen. Die war total süss.

Am Freitag Abend sind wir bei der tollen Luft vom Hostel am Meer entlang bis ins Zentrum von Cairns gelaufen. Das war wirklich ein so schöner Spaziergang, den ich unbedingt in meiner Erinnerung behalten möchte. Die Atmosphäre war einfach toll. Die Restaurants waren aufgrund des Feiertags picke-packe voll und überall wurde gegrillt, Jogger liefen vorbei und in den Bäumen versammelten sich die bunten Regenbogen Aras mit lautem zwitschern. Der grosse Pool war noch geöffnet und die Leute planschten und genossen die laue Abendluft. Ein buntes Riesenrad drehte sich zu sanfter Musik.

Wir kauften uns, in Erinnerung an Singapur und die Fortsetzung des Sabbaticals jeder einen Bubbletee und setzen uns an die Promenade und genossen das bunte Treiben.

Später waren wir noch auf dem Nachtmarkt, auf dem es allerhand zu essen gab und es haufenweise unnützen Schnickschnack zu kaufen gab. Die Atmosphäre auf dem Food Court erinnerte ein bisschen an die Hawker Center in Singapur.

Mittlerweile sind wir ziemlich viel gelaufen und haben uns daher fuer den Weg zurueck ins Hostel ein Uber gegönnt. Eine Fahrt kostet umgerechnet ca. 6 Euro. Da kann man nicht meckern 😉

Der Samstag verlief ganz ähnlich, mit einer Ausnahme, wir waren am Nachmittag noch im botanischen Garten von Cairns. Da habe ich aber schon wieder so viele Bilder geknipst, dass ich die in einen eigenen Beitrag packe.

Der tropische Norden – Willkommen in Cairns

Am Dienstag mussten wir mal wieder extrem früh ausstehen. Um 5 Uhr klingelte bereits der Wecker, da unser Flieger einmal über den Kontinent bereits um 8.30 Uhr startete. So konnten wir aber noch in aller Ruhe unsere Siebensachen zusammenpassen und noch gemütlich frühstücken.

Es ging zunächst zu Fuss in Richtung Bahnhof, wo mir dieser Osterhase begegnet ist. Diese Fotogelegenheit konnte ich einfach nicht liegen lassen. In diesem Zusammenhang wuenschen wir euch allen zuhause ein paar schoene Osterfeiertage.

Einigermassen pünktlich startete unser Flieger und brachte uns in nur drei Stunden hoch oben in den Nordosten Australiens, es ging ins tropisch heiße Cairns.

Landeanflug auf Cairns
Dafür muss man die Australier einfach lieben, wenn es darum geht, Dinge zu verniedlichen, dann sind sie sofort dabei. Ich liebe es, wenn unsere Koffer von einer Schildkröte ausgespuckt werden 😂

Nachdem wir unsere Koffer hatten, brachte uns ein Uber in wenigen Minuten direkt in unser neues Zuhause fuer die naechsten fünf. Tage. Wir haben uns im Cairns Summer House eingemietet. Lustigerweise handelt es sich bei diesem Etablissement um ein Youth Hostel. Will heißen, wir sind mit grossem Abstand die ältesten Gäste. Dafür haben wir aber auch ein Doppelzimmer mit eigenem Bad. Neee Neee, Schlafsaal und Gemeinschaftsbad sind einfach nichts mehr für uns. Ich gebe zu, ich habe erstmal heftig mit der neuen Unterkunft gefremdelt. Vor allem wenn man aus einem Apartment kommt, dass alles zu bieten hatte, was man so braucht. Hier jedoch ist es einfach und spartanisch. Die rohen Wände aus Kalkstein erinnern ein bisschen an eine Justizvollzugsanstalt. Wir sind im Zellenblock C untergebracht 😂 Die Betten sind hart und das Zimmer ist sehr klein.

Aber mal im Ernst, unser Zimmer liegt ruhig am Ende eines Gangs und weit weg von der Partyzone. Die jungen Leute sind alle ganz nett und schauen uns auch nicht schräg an. Die meisten sind Europäer und vom Alter her scheinen viele direkt von der Schule zu kommen, also ist der Altersdurchschnitt vielleicht bei 20-24 Jahren. Wir ziehen ihn ordentlich nach oben.

Der Poolbereich der Jugendherberge. Der hat es uns bereits auf den Bildern angetan.

In Cairns regnet es, viel und oft. Heftige Regenfälle empfingen uns bereits bei der Ankunft. Meist lassen sie schnell nach, um nur wenig später wieder erneut herunterzuprasseln. Dabei ist es heiss mit hoher Luftfeuchtigkeit. Echtes Tropenwetter eben. Mir gefällt das total gut. Irgendwo überdacht zu sitzen und der Regen prasselt herunter, wie ein warmer Sommerregen bei uns zu Hause, das ist furchtbar gemütlich ❤️

Die Jugendherberge liegt im Norden der Stadt und so gingen wir später am Abend ein bisschen am Meer entlang. Cairns liegt wunderschön am Meer. Nachteilig ist nur, dass man nirgends wirklich baden kann. Vor allem jetzt gerade ist Hauptsaison fuer die hochgiftigen Würfelquallen. Eine Berührung damit kann, wenn sie nicht tödlich ist, im besten Fall aber äußerst schmerzhaft sein. Und wem diese Gefahr noch nicht gross genug ist, dem sei gesagt, dass es hier auch noch Krokodile gibt 😂

Aus diesem Grund gibt es im Zentrum ein grosses kostenloses Schwimmbad in der Stadt.

Mittwoch haben wir uns Cairns mal etwas näher angeschaut und sind dabei an einem Ladenlokal vorbeigekommen, in dem lauter Miniaturgebäude ausgestellt waren. Dahinter sass ein älterer Herr und wir kamen ins Gespräch. Er erzählte begeistert von seinem Hobby und dass ihm die Stadt kostenlos den Laden dafür zur Verfügung stellt. Er baut seit vielen Jahren die Häuser seiner Geburtsstadt nach. So fachsimpelten wir ueber Modellbau, ich erzählte natürlich auch von meinem Beruf als Architektin. In einem anderen Teil des Ladens waren Gebäude, die er auf seinen vielen Reisen gesehen hatte. Ich zeigte ihm das Alsfelder Rathaus und sagte er müsse da unbedingt hinreisen und es nachbauen. Da war er ganz angetan. Ein schönes Gespräch. Ich liebe es, immer wieder mit den Leuten vor Ort in Kontakt zu kommen.

Die dunklen Ecken von Cairns.

Zweites Fruehstueck ❤️

Dienstag und Mittwoch verliefen also eher ruhig und waren erholsam. Wir haben abends in der Herberge mit der Jugend gechillt. Ich habe angefangen ein gezeichnetes Reisetagebuch zu machen und versuche dabei, die australische Tierwelt festzuhalten.

Langsam gewöhne ich mich an die neue Umgebung, die Hitze macht mir noch etwas zu schaffen, wobei Kai sich da weniger schwer tut. Alles in allem geniessen wir die Zeit hier total und freuen uns bereits auf den naechsten grossen Abschnitt der Reise, die bereits am Sonntag startet. Doch vorher gibt es noch einiges, was man hier erleben kann.

Koala, Pinguin & Co. – Trigger Warnung: Extrem anbetungswürdig!

Am Samstag wurden wir gegen viertel vor 12 von unserer Tourguide Jess abgeholt. Es erwartete uns ein voller Tag mit zahlreichen neuen Eindrücken. Der Bus hatte  mit 24 Sitzplätzen eine angenehme Größe, die Sitze waren jedoch furchtbar eng. Wie gut, dass ich meine Stützstrümpfe vom Hinflug wieder angezogen habe 😂

Egal, Jess war total nett, eine echte Melbournerin mit dem typischen Aussie Akzent. Irgendwie wird alles etwas breiter ausgesprochen und die Vokale werden gerne mal vertauscht. So sagt man nicht „nice“ (neis) sonder „noooice“… Water ist wada (woooda) und … Man verniedlicht auch sehr gerne, aus Breakfast wird Brekkie, aus Sunglasses wird Sunnies  und  die Australians sind natuerlich die Aussies. Irgendwie mag ich das, es klingt freundlich.

Unser erster Stop brachte uns zum Brighton Beach, Brighton ist ein nobler Vorort von Melbourne und liegt direkt am Meer. Dort zu sehen gibt es aneinander gereihte sogenannte Strandboxen, die über Generationen vererbt werden. Neulich ist eine fuer knapp eine halbe Millionen Dollar verkauft worden (ca. 300.000 €). Dabei gibt es in diesen Boxen weder Strom noch fließendes Wasser. Gemuetlich sind sie jedenfalls. Und natuerlich absolut fotogen.

Nach knapp einer weiteren Stunde Fahrt erreichten wir das Moonlit Sanctuary. Ein kleiner Zoo mit diversen Gehegen fuer die australischen Tiere. Das war mein anvisiertes Highlight des Tages. Denn wenn Australien einer meiner lange gehegten Lebensträume war, so steht die Sichtung eines echten Koalas symbolisch fuer die Erreichung dieses Ziels.

Als ich dann den ersten puschelohrigen Vertreter dieser Art gesehen habe, habe ich auch erst mal eine Runde geflennt. Das passiert immer wieder, wenn ich von etwas so überwältigt bin. Meine Güte, die kleinen Eukalyptusfresser sind aber auch verdammt  süß.

Zu den Dingos gibt es ja diese australische Sage, dass die vor Jahren mal ein Baby entführt haben sollen, wahre Geschichte, aber auch sehr umstritten, es wurde auch verfilmt. Sie sehen eigentlich ganz harmlos aus und sind ausserdem total hübsch.

Der kleine Dicke Wombat ist auch ein Beuteltier, frisst Pflanzen und gräbt sich durch die Erde.

Im Opelzoo in Frankfurt kann man sich am Eingang Karotten kaufen und damit die Tiere füttern. Das macht immer großen Spaß . Hier im Park gab es einen Becher mit Mais und irgendeiner Art Trockenfutter mit der man die freilaufenden Wallabees und Kängurus füttern durfte. Aaaaah, kaum auszuhalten vor lauter Entzückung. Also wenn einem so ein Känguru die weiche Schlabberschnauze in die Hand legt und langsam die Maiskörner knackend zerknabbert, da muss einem ja das Herz aufgehen. Man kann es vielleicht an unseren Gesichtern sehen, wie absolut bezaubernd das war.

Der kleine Tasmanische Teufel hat seinen Namen durch die roten, stark durchbluteten Ohren bekommen. Es ist ein Carnivore, aber ein sehr friedlicher Vertreter. Es ist ebenfalls ein Beuteltier. Leider ist die Art ganz stark vom Aussterben bedroht.

Ein Albino Känguru ❤️
Zuckersuesses Wallabee

Der Stop in dem kleinen Sanctuary war definitiv das Highlight des Tages. Ich haette dort noch viel länger bleiben können. Aber es ging weiter an einen Strand, an dem es lange hölzerne Stege zum Laufen gibt. Die Felsen dort werden Nobbies genannt. Warum? Keine Ahnung, vielleicht kann es mir einer erklären. Auf den Stegen ließ sich übrigens das herannahende Unheil bereits erahnen. Ich sags mal so, wir waren nicht alleine.

Schön war auch die folgende kleine Minisafari, auf der wir ganz viele Wallabees in freier Natur sehen konnten

Was danach folgte lässt sich nur mit einem Wort beschreiben: Bizarr. Es folgt der Namensgeber dieser Tagestour, das eigentliche Highlight, die Pinguin Parade. Jeden Abend um eine bestimmte Zeit kommen hunderte Zwergpinguine aus dem Wasser, um sich an Land ihre Unterkunft für die Nacht zu suchen. Aus diesem Event hat man leider eine totale Massenveranstaltung gemacht. Es gibt ein riesiges zentrales Gebäude mit Ausstellungen, Restaurant, Andenkenläden und Veranstaltungsflächen. Ab ca. 7 Uhr wurde man aus dem Gebäude ueber lange Holzstege in Richtung Strand gelassen. Dort waren riesige Tribünen fuer die Besucher. Kai und ich schätzen, dass es mindestens 1500-2000 Menschen gewesen sein mussten. Wirklich absolut bizarr.

Wir waren fast die letzten vorne am Strand, konnten uns aber recht gute Plätze sichern und hatten Glück. Denn der Hauptweg der kleinen watschelnden Pinguine war direkt in unseren Abschnitt. Da war ich dann schon wieder eher verzückt. So suess sind die.

Fotografieren war übrigens streng verboten. Auch ohne Blitz, aber die hellen Displays der Handys machen den kleinen Angst. An den Menschenmassen scheinen sie sicher aber nicht zu stören. Der Strand war in einem bestimmten warmen gelben Licht beleuchtet, dass die Tiere angeblich nicht stört.

Die Fotos und Videos der Pinguine konnte man per QR Code herunterladen und diese sind zur freien Benutzung auf Social Media.

Besonders schoenes Detail, die kleinen haben blaue federn, so sind sie von oben im Meer schlechter fuer Feinde zu erkennen, und der weiße Bauch ahmt den hellen Himmel nach, der die Tiere von unten vor ihren Fressfeinden schützt.

Um 9 Uhr ging es dann in zweieinhalb Stunden zurueck nach Melbourne. Mein Fazit, alles was wir gesehen haben war wirklich schön, aber haetten wir auch nur im Ansatz eine Ahnung von den Menschenmengen gehabt, dann haetten wir wahrscheinlich darauf verzichtet. Wir machen schon öfter solche Touren, aber sowas … Heieiei. Aber was solls, der Tag war trotzdem toll und gegen Mitternacht sind wir glücklich ins Bett gefallen.

Good Morning Vietnam

Am Mittwoch vormittag  sind wir gegen 11 in unserer Wohnung aufgebrochen, mit dem Bus zum Terminal 2 gefahren, haben die Koffer eingecheckt und uns durch Pass- und Sicherheitskontrolle bewegt. Obwohl wir 3 Stunden vor Abflug von Zuhause los gegangen sind, sassen wir gerade mal 15 Minuten am Gate, da ging auch schon das Boarding los. In unserem Fall Priority, weil wir uns fuer diese lange Reise Premium Economy gegoennt haben. Entsprechend verzückt war ich auch, als wir die Sitze gesehen haben. Wirklich sehr bequem, mit ein Sitzabstand von 104 cm,  da kann man nicht meckern.

Warten auf den Bus zum Terminal 2
Kais Urlaubsritual. Er duftet sich im Duty Free Shop fuer die Reise ein.
Der Aufpreis hat sich total gelohnt. Wir waren sehr zufrieden mit dem Platzangebot.

Wenn man weiss, dass man zwei Langstreckenfluege hintereinander überstehen muss, dann kommt einem nur einer davon plötzlich sehr viel kürzer vor. Wir haben nett mit den Sitznachbarn geplaudert, ein paar Filme angeschaut und schwupsdiwups waren wir auch schon in Hanoi. Da war es ca. 6.30 Ortszeit. Good Morning Vietnam. Die Luft war  zum Schneiden dick, und das war irgendwie toll wenn man aus dem klimatisierten Flugzeug steigt. Am Flughafen gab es erst mal einen leckeren Kaffee und ein paar News aus der Heimat, wir konnten uns die Beine vertreten und uns im Bad etwas frisch machen.

Kurze Zeit spaeter ging es schon wieder in den naechsten Flieger. Und da stand dann am Gate: MELBOURNE!!! Fuer Manche mag das kein Riesending sein, aber mir bedeutet es soooo viel. Endlich Australien. Endlich, endlich, endlich!!! Das ist wirklich die Erfüllung eines noch offenen Lebenstraum. Ich bin einfach nur HAPPY.

Während ich das schreibe, befinden wir uns irgendwo ueber dem indischen Ozean. Gerade haben wir das vietnamesische Festland verlassen und momentan sieht man nur Wasser, soweit das Auge reicht. Kai hat schon die Rückenlehne nach hinten geklappt. Ich werde das auch gleich tun, und hoffentlich in der Lage sein, ein Schläfchen zu machen.

Sonnenuntergang ueber den Wolken
Landeanflug auf Melbourne

Zeitsprung. Aktuell liege ich noch bequem auf unserem Bett im Canvas Hotel im Central Business District von Melbourne, spaeter werden wir rausgehen, um ein bisschen die Stadt zu erkunden. Vorher, und weil ich ja eine Vervollständigerin ;-) bin kommt hier noch der Rest der Reise:

Am späten Abend sind wir um viertel nach 11 Ortszeit in Melbourne gelandet. Der Zeitumterschied zu Deutschland beträgt nun 10 Stunden.

Die Einreise war so unkompliziert und perfekt organisiert. Wir mussten nur unsere Paesse einscannen, wurden fotografiert und durften durch die automatisierte Grenzkontrolle einreisen. Unsere Koffer kamen dank Priority ganz am Anfang und so konnten wir direkt zur Zollkontrolle gehen. Hier sind die Australier strenger als so manches andere Land. Es gibt viele Dinge, die gar nicht, oder nur kontrolliert eingeführt werden dürfen. Kai hatte sich hier besonders gut vorbereitet, indem er öfter „Border Patrol Australia“ im Fernsehen geschaut hat 😂 

Zur kontrollierten Einfuhr zählen auch  verschreibungspflichtige Medikamente. Dafuer haben wir uns vorab von unseren Ärzten in Deutschland ein entsprechendes  Dokument ausstellen lassen. Etwas mulmig war mir ja schon, als wir die Frage auf dem Einfuhrformular mit „ja“ beantworten mussten, denn es wurde in gleichem Atemzug nach Medikamenten, Waffen und pronografischem Material gefragt ;-)

Ehrlich wir wir waren haben wir alles wahrheitsgemäß beantwortet, wurden kurz nach der Art der Medikamente befragt und durften dann direkt den grünen Ausgang in die Freiheit nehmen.

Draussen am Flughafen war es noch sehr wuselig, obwohl es mittlerweile schon nach Mitternacht war. Es gibt dort einen sog. „Skybus“, mit dem man ohne Zwischenstop fuer ca. 25 australische Dollar (etwa 15 Euro) bis zur Victoria Station in Downtown fahren kann.

Von dort sind wir zu Fuß zu unserem Hotel gelaufen, haben in einer fuer uns hinterlegten Lockbox unsere Zimmerkarten bekommen und konnten endlich in unser Zimmer im vierten Stock einchecken.

Wir haben es geschafft. Knapp 29 Stunden nach verlassen unserer Wohnung sind wir in Australien angekommen.

Was bisher geschah …

Vor ziemlich genau 12 Jahren haben Kai und ich uns eine dreimonatige Auszeit in Form eines kleinen Sabatticals gegoennt. Ein Jahr vorher habe ich dafuer bereits das Gehalt angespart und als es dann Anfang Februar 2014 endlich losging waren wir voller Vorfreude auf 4 Wochen Thailand, 2 Wochen Malaysia und 6 Wochen Australien.

Leider kam alles ganz anders und als mich am 12. Maerz 2014 am Strand von Georgetown ein Makake gebissen hat, ist der Traum zerplatzt. Was folgte, war eine schwere Entzündung, 3 Wochen Krankenhaus in Singapur, mehrere Operationen, starke Schmerzen, eine Hauttransplatation und viele viele Tränen.

Damals haben wir uns vorgenommen, diese Reise irgendwann zu Ende zu bringen. Auch wenn schon so viel Zeit vergangen ist und  jetzt „nur“ 4 Wochen geplant sind, habe ich beschlossen, dass dies nun die offizielle Fortsetzung des Sabatticals von damals ist. Und natuerlich sind De Maulwurf und Herr Mülla auch wieder mit von der Partie.

Iearepetra, Fotostapel

Während ich hier noch die letzten Stunden des Urlaubs auf einer watteweiche Liege am Infinity Pool verbringe, hänge ich meinen Gedanken nach und mir ist es ehrlichgesagt ein bissl schwer ums Herz. Aber so ist das bei mir eben, wenn etwa so wunderschönes zuende geht. Alle drei Standorte dieser Reise hatten ihren eigenen Reiz. Und wenn man mich am Ende fragt, welche mir von den drei Unterkünften am besten gefallen hat, dann gewinnt doch, trotz allem Luxus, Privatpool und rund um die Uhr Verpflegung, das Coriva Beach Hotel in der Nähe von Ierapetra. Die Einfachheit liegt uns beiden etwas mehr und das morgendliche Bad im Meer ist jedem Infinity Pool der Welt weitaus überlegen. Damit will ich aber nicht sagen, dass ich den Luxus der letzten 4 Tage nicht zu schätzen wüsste. Ab und zu kann man das gerne machen. Nächstes Mal dann zu 20sten Hochzeitstag ;-)

Anbei noch ein paar Bilder von unserem Besuch in Ierapetra.

Loukomades, kenne ich schon von den Osterfeierlichkeiten der griechischen Nachbarn. Soooo lecker.
Wie ueberall in Griechenland gibt es kleine Katzenfamilien. Die kriegen in den Sommermonaten genug zu füttern. Wie sie den Winter schaffen, weiss man nicht. Ich hoffe jemand kümmert sich um sie.
Unsere Behausung im Coriva Beach Hotel. Einmal die Treppe hoch. Vom kleinen Balkon hatte man einen schönen Blick auf das Meer.
Letzter Abend im Süden. Sonnenuntergänge kann man im Leben nicht genug sehen. Immer wieder etwas besonderes.
Abfahrt in Richtung Norden.

Luxus zum Hochzeitstag

Im Sommer diesen Jahres haben wir unseren 10ten Hochzeitstag gefeiert. Vor 10 Jahren, als wir auf Mauritius für unseren Honeymoon waren, hatten wir ausgemacht, dass wir zum 10ten Hochzeitstag wieder dorthin fliegen, um nochmal dieses fantastische Hotel zu besuchen. Das Lakaz Chamarel ist mit grossem Abstand das schönste Hotel in dem ich jemals zu Gast sein durfte. Mag ich es verklären, weil wir ja frisch verheiratet waren? Kann sein, aber wenn ich daran zurueck denke, dann passte einfach alles.

Nun ja, 10 Jahre sind auf einmal schneller rum als gedacht, und eigentlich wollten wir noch nicht wieder dorthin. Also buchte uns Kai fuer die letzten 4 Tage hier auf Kreta eine Luxusunterkunft. Es sollte etwas besonderes sein, und das ist es auch. Wie sind also seit Dienstag im Domus Aulus Elounda Resort und finden es einfach fantastisch. Das beste ist das Zimmer mit eigenem Privatpool.

Hier mussten wir allerdings erstmal etwas kämpfen. Hat man uns doch eins der luxuriösen Zimmer direkt im Erdgeschoss gegeben, wo ständig jemand vorbeiläuft. Wir waren beide total enttäuscht. Wollten wir doch im Adam und Eva Kostüm morgens in den Pool hüpfen. Also sind wir direkt zur Rezeption gegangen, haben etwas von 10. Hochzeitstag erzählt und dass dieses Zimmer ja mal so was von überhaupt nicht geht. So wurde kurzerhand mit dem Manager gesprochen und wir konnten eine Etage höher ziehen, komplette Privatsphäre und keiner kann uns direkt ins Zimmer und in den Pool schauen. Na also. Geht doch.

Alleine dieser Blick am Morgen direkt aus dem Bett war den kleinen Kampf wert.

So beginnt also unser Tag hier mit einem frischebrühten Kaffee aus der George Clooney Kapselmaschine, und danach geht es direkt in den Pool. Das ist einfach Wahnsinn. Ein absoluter Traum und wieder mal wuensche ich mir, dies jeden Tag tun zu koennen. Kai sagt dann immer, wenn man das jeden Tag haette, dann wüsste man es irgendwann nicht mehr zu schätzen. Vielleicht hat er recht 😉

Blick aus dem Zimmer auf die kleine Insel Spinalonga, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts unter anderem zum Aufenthalt von Leprakranken diente. Jetzt sind es nur noch verlassene Ruinen. Die gesamte Aussicht hier aus dem Zimmer und oben vom Berg  ist so wunderschön, dass wir uns beide nicht daran sattsehen koennen.

Nach dem Frühstück gehen wir dann „immer“ an den kleinen Strand, der dem Hotel angehört. Dort gibt es auch watteweiche Liegen und ein ruhiges plaetscherndes Meer.

Zum Mittag lassen wir uns dann mit dem Clubcar ganz nach oben auf die Anlage fahren, denn da liegt ein VIP Bereich, der nur fuer die Gäste mit den Luxussuiten zugänglich ist. Die sogenannte „Cool Living“ area hat diesen fantastischen Infinity Pool mit Blick über die gesamte Bucht. Das hat schon etwas magisches.

Dort oben kann man auch fruehstuecken. Eigentlich koennte man den ganzen Tag dort oben aushalten. Man bekommt dauerhaft irgendwo was zu essen und zu trinken und leider ist das ueberhaupt nicht figurfreundlich. Aber was solls. Die Tage sind ja begrenzt 😂

Etwas zu meckern gibt es natuerlich auch. Wenn man auf einer der zahlreichen Vollautomaten die Cappuccinotaste drückt, kommt zuerst die Milch und dann der Kaffee in die Tasse. Das ist erbärmlich und dürfte einfach nicht passieren 😂😂😂

Heute ist bereits unser letzter voller Tag hier auf der Insel. Den werden wir noch mal in vollen Zügen geniessen, bevor uns morgen Abend der Flieger wieder in die kalte Heimat bringt (seufzt tief).

Kreta Fotostapel

Letzten Donnerstag sind wir im Sitia Beach Resort nach dem Frühstück aufgebrochen. Hier noch mal zwei Bilder der Anlage.

Es hat uns dort zwar ganz gut gefallen, aber verglichen mit dem Coriva Beach Hotel gefällt es uns hier noch viel besser.

Das tägliche Bad im Meer. Oben an der noelrdoestlichen Küste war das Meer of spiegelglatt, im Gegensatz zum Wellengang im libyschen Meer.

Der abendliche Aperol an der schoenen Hafenpromenade von Sitia. Haetten wir ein so schönes Kleinod auch zuhause, sässen wir sicher öfter dort.

An Kais Geburtstag sass ich oft nur daneben, während er seine zahlreichen Glückwünsche entgegennahm. Ich freute mich fuer ihn. Ausserdem mehr Strickzeit fuer mich 😂, man muss allem etwas positives abgewinnen.

Kais Geburtstagsdinner in traumhaft schöner Umgebung mit abendliche Stimmung am kleinen Hafen.

Eine kleine Wanderung zur Richtis Schlucht mit Wasserfall. Das war wunderschön und ich war so happy, daß ich mal wieder eine ganze Stunde wandern konnte. Bergauf und bergab ueber Stock und Stein.

In dem Gewässer unterhalb des Wasserfall konnte man baden. Viele haben nur zugeschaut und die meisten waren nur bis zu den Knien im Wasser. Nicht ganz ohne Stolz habe ich mich ohne mit der Wimper zu zucken ins eiskalte Wasser gestürzt. Das hat soooo gutgetan nach der kleinen Wanderung und ich freue mich schon wieser auf die diesjährige Eisbadesaison.

Am Ende der schlucht gab es die gleichnamige Richtis Bucht mit einem kleinen Strand.

Nach der Wanderung sind wir noch in einer kleinen Dorfschenke eingekehrt. Dabei entstand dieses so typische griechisch-klischeehafte Bild, dass mein Fotoherz hat Purzelbäume schlagen lassen.

Kais absolutes Lieblingsessen auf jeder Griechenland Reise. Der griechische Salat mit Feta, Oliven, Oregano, Olivenöl, Paprika, Tomaten, Gurken und Zwiebeln. Ist aber auch immer wieder sooo lecker.

Wenn es sich ergibt, dann kraule ich jede Katze, die meinen Weg kreuzt. Dabei koennten die Charaktere nicht unterschiedlicher sein. Manche hüpfen sofort auf deinen Schoss, manche schauen dich mit angsterfüllten Augen an, eines haben sie jedoch gemeinsam, sie sind immer auf der Suche nach Futter.