Meeresbrüllen

Als wir gestern Nachmittag so gegen 5 auf dem Jalama Beach Campground ankamen, habe ich mich gefragt, wie man wohl bei diesem heftigen Wind ein Zelt aufbaut. Aber Herr C. Hat es ohne Probleme hinbekommen, die Heringe unter erschwerten Bedingungen in den harten Boden zu klopfen und die ganze Konstruktion sicher aufzustellen. Als dann das Nachtlager fertig aufgebaut war, konnten wir zum gemütlichen Teil übergehen. Ein entspanntes Bierchen direkt mit Blick auf die laut tösenden Wellen.  Neben uns stand einer dieser riesigen so genannten Recreation Vehicles, wo irgendwann eine Frau raus kam, um mit ihren beiden Hunden gassi zu gehen.  Bei Hunden habe ich  einen natürlichen Streichelreflex und so kamen wir in ein sehr nettes Gespräch, also nicht mit dem Hund ;-) … stellte sich raus, die Frau war Holländerin und lebt schon seit vielen Jahren in LA. Wir bekamen auch eine kurze Führung ins Innere des Trailers und das war wirklich beeindrucken. Ein Haus auf Rädern und man hat uns selbstironisch versichert, dass dies als eher kleineres Modell in Amerika gilt. Jedenfalls war das eine sehr nette Begegnung und man versprach, sollten wir bei diesem Wind den Kocher nicht ankriegen, so würde man uns am nächsten Morgen einen frischen Kaffee brühen. 

Die Nacht war stürmisch, der Wind pfiff heftig um das kleine Zelt, aber drinnen lagen wir gemütlich eingekuschelt in den Schlafsäcken und lauschten dem Geräuschwettbewerb aus laut brüllenden Wellen und den orkanartigen Böen. Als ich heute Nacht dann mal kurz die sanitären Anlagen aufsuchen musste, staunte ich nur über den klaren Sternenhimmel. Heute morgen wurde die Geräuschkulisse dann durch das Zwitschern der Vögel erweitert. 

Glücklicherweise haben wir den Kocher zum laufen bekommen und konnten endlich den heissersehnten Campingkaffee und ein Frühstücksmüsli mit Blick auf das Meer genießen, wirklich absolut traumhaft. 

Wir packten alles gemütlich zusammen und gegen halb zehn waren wir schon wieder abfahrtbereit. Eben haben wir noch einen kurzen Abstecher in das sehr pittoresken Santa Barbara gemacht. Jetzt sind wir aber endlich unterwegs nach Los Angeles. Hier bin ich bisher immer nur durchgefahren und freue mich nun ganz doll auf die Stadt der Engel. 

Detour 

Heute morgen sind wir wieder sehr zeitig in unserem gemütlichen Bett im Zelt aufgewacht. Wir hatten uns von Frau Z. einen Campingkaffeekocher ausgeliehen, Milch und Kaffee besorgt … dann ist Herrn C. irgendwann heute Nacht eingefallen, dass er vergessen hatte, das Benzin vom Kocher aufzufüllen. Also leider erst mal keinen Kaffee vor dem Zelt. Schade. Also haben wir zusammengepackt und sind zurück in Richtung 1 South gefahren. Auf dem Weg dahin tat sich ein kleines sehr amerikanisches Restaurant auf und ich war selig. Frischer Kaffee, American Breakfast und ein wirklich sehr fotografierwürdiges Innenraumkonzept ließen mein Herz höher schlagen. Der Laden war um 8 Uhr am Sonntag morgen noch fast leer, aber schon etwa eine Stunde später bildete sich draußen eine Schlange und es war gerammelt  voll. Falls jemand mal vorbei kommt, das „Wagon Wheel“ im Carmel Valley … sehr fein. 

Frisch befrühstückt könnten wir die Weiterreise antreten. Es wartet einer der schönsten Küstenabschnitte auf der Strecke … Big Sur und so. Wir mussten tanken und erfuhren vom freundlichen Tankwart dann, dass die Strecke dort komplett gesperrt ist, ein Brückeneinsturz und mehrere Geröllhaufen entlang der Strecke. Er empfahl uns eine App namens Waze, um genaueres zu erfahren. So mussten wir leider eine großräumige Umleitung in Kauf nehmen. Etwas weiter unten ging dann die Fahrt entlang sehr Nobel aussehender Weingüter zurück zur Route No. 1. wir sind dann dort noch mal ein Stück nach Norden nach Piedras Blancas gefahren, weil dort immer die Seeelefanten an Land gehen. Und das ist unbedingt sehenswert. 

Später haben wir San Luis Obispo angesteuert für einen kurzen Kaffee und Einkaufsstop. 

Und jetzt habe ich es endlich geschafft, wir sind wieder in der Gegenwart angekommen. Momentan befinden wir uns auf dem Weg zu unserem nächsten Nachtlager, dem Jalama State Beach. Dort haben wir uns ein Plätzchen für unser Zelt reserviert. Da ist dann nichts mehr mit Bett im Zelt, da werden die Isomatten ausgerollt und die Schlafsäcke entknüllt. Ich bin sehr gespannt, was morgen früh unsere matratzenverwöhnten Wirbelsäulen dazu sagen ;-) 

Von dort sind es dann noch ca. 120 Meilen (also rund 180 Kilometer) bis Los Angeles. 

Good Morning San Francisco 

Die erste Nacht war, wie ueblich, etwas unruhiger. Man muss seinen Koerper eben in kürzester Zeit um neun Stunden umstellen. Nicht so einfach und vor 20 Jahren habe ich das wohl noch etwas besser weggesteckt ;-) Um 6.30 war die Nacht dann endlich rum und ich bin aufgeregt vor zur Feuertreppe getapst, um die wunderschöne, durch die Morgensonne dramatisch beleuchtete Skyline zu bestaunen. Unser Gastgeber Herr W. war auch schon wach und wir bekamen gleich den ersten Kaffee zubereitet. Später sind wir dann wir in die Wohnung von Frau Z. zum Frühstücken. Danach war es an der Zeit, unser Luxusauto (in modischem Jagdbraun) vollzustopfen und die Stadt erst mal wieder für die nächsten 2 Wochen zu verlassen, es geht in Richtung Los Angeles und später dann durch die Wüste nach Las Vegas. 

Bei so einem Roadttrip auch wenn er klein ist, ist immer der Weg das Ziel und so reisen wir Richtung Süden auf der berühmten Route No. 1. Immer mal wieder haben wir angehalten, um die Seeluft zu genießen und Fotos zu machen. In Santa Cruz haben wir Kaffee getrunken und am Nachmittag sind wir in Monterey angekommen. Dort sind wir durch die Cannery Row gefahren. Die berühmte Straße der Ölsardinen. Aber anstatt fotogenem Industriecharme erwartet uns ein vollkommene bunt blinkendes und von Touristenströmen übervölkertes Vergnügungsviertel. Da haben wir uns einen Zwischenstopp verkniffen. Stattdessen sind wir weiter vor zur Küste gefahren und haben am Strand Seehundmamas mit ihren frisch geschlüpften Jungen bestaunt. Ich war verzückt. 

Am späteren Nachmittag sind wir zu unserem ersten Übernachtungsstop gefahren. Die Saddle Mointain Ranch ist ein sehr idyllisch gelegener Campground im Carmel Valley. Dort hatte ich uns über Airbnb eine Jurte gebucht. Ein großes Zelt mit richtigem Bett und Teppich, Blumen und stylischem Nachttischchen. Man nennt das Glamping … eine Bezeichnung für etwas glamouröseres Camping. 

Später sind wir nochmal zum Essen nach Carmel by the Sea gefahren, einem sehr noblen Küstenort mit wunderschönem Strand und vor allem bekannt dafür, dass hier vor einiger Zeit Clint Eastwood mal Bürgermeister war. Verrückt. Auf dem Rückweg führen wir staunend and den ganzen Villen am Meer vorbei. Ich kann wirklich nur vermuten, dass man sehr viel Geld haben muss, um sich hier ein kleines Anwesen mit Blick auf die Küste leisten zu können. 

Später im Zelt haben wir den Tag Revue passieren lassen und sind beim natürlichen Orchester aus zirpenden Grillen und quakenden Fröschen eingeschlafen. Besser geht’s nicht und die Nacht im Kuschelbett war sehr gemütlich. 

Endlich wieder … 

Irgendwie hat mich in der letzten Zeit die Lust am Bloggen verlassen. Irgendwas ist ja immer, und dann kam das und jenes dazwischen und so verging die Zeit. Aber jetzt sind wir endlich mal wieder so richtig unterwegs ;-) … weit weg und das fuer ganze drei Wochen. Ein absoluter Traum und ich kann mich vor lauter Glück über diesen Zustand manchmal gar nicht mehr einkriegen. 3 Wochen USA … trotz aller Unkenrufe aus Deutschland :-P 

Freitag früh sind wir in Frankfurt los geflogen, um halb zehn morgens erhob sich der große 380er in die Luft und Herr C. der alte Reiseprofi hat uns mal wieder mit seiner speziellen Taktik einen freien Mittelplatz beschert. Nachdem ich schon viele solcher Langstreckenflüge erlebt habe kann ich sagen, dass 11 1/2 Stunden Flug noch nie so kurzweilig waren. Ein bisschen Filme geschaut (persönliches Highlight „Lion“ … unbedingt sehenswert) ganz viel gestrickt, ab und zu mal das zusätzliche Platzangebot durch ein Nickerchen genutzt … oder den fantastischen Blick auf das Eis von Grönland genossen.  Schwupsdiwups waren wir auch schon da. Der Landeanflug auf San Francisco war atemberaubend, noch nie habe ich beim Anflug so eine klare Sicht gehabt. Wahnsinn. Dann gleich die nächste tolle Überraschung, direkt am Ausgang haben uns Frau Z. und der kleine P. ueberrascht. Das war eigentlich nicht geplant, da wir ja direkt einen Mietwagen gebucht haben und alleine in die Stadt fahren wollten. Umso größer die Freude. 

Bei ihr zuhause angekommen gabs erst mal leckeren Kaffee und einen frisch gebackenen fluffig weichen Muffin (sehe sehr schwarz fuer jegliche Diätpläne in den nächsten drei Wochen ;-) Später kam dann noch Herr W. dazu und wir haben mit deren Unterstützung gegen die drohende Müdigkeit angekämpft. Ein kleiner Spaziergang in den benachbarten Golden Gate Park hat dabei sehr geholfen. Später gabs dann sehr leckere selbstgemachte mexikanische Tacos und gegen halb 10 durften wir dann endlich ins Bettchen. 


Umbauarbeiten

Das Wochenende war ganz im Zeichen größerer Umbauaktionen im Hause C. Nachdem ich ja schon die ganze Zeit immer ein bisschen gewimmert habe, ich hätte so gerne ein eigenes Nähzimmer (dabei nähe ich ja noch nicht mal richtig) … aber egal, eben so ein Zimmer für Wolle, Stoffe, Nähmaschine und was man sonst so braucht … also jedenfalls hatte ich mir da so etwas überlegt. Nämlich die große Öffnung der Ex-Altbau-Türöffnung in ein Super Kreativregal verwandeln. Also waren wir am Freitag Abend im Baumarkt und haben mal wieder neue Bretter gekauft. Keine Ahnung wie viele Bretter und Böden ich schon in den Holzzuschnittabteilungen deutscher Baumärkte habe fertigen lassen. Da kommt bestimmt etwas zusammen. Anschließend haben wir noch einen kurzen Abstecher zum skandinavischen Möbelhaus nebenan gemacht und ein paar neue Kissenhüllen und ein Ludde erworben. Samstag wurde dann fleißig gewerkelt und gegen Nachmittag durfte ich die neuen Regelborde einräumen. Das war ein Spaß.

Am Abend waren wir auf einem der sich in letzter Zeit häufenden 50. Geburtstage eingeladen. Herr C. hat Glück, da ich ja momentan mein Gewicht kontrolliere, verzichte ich auch auf Alkohol … und so ist klar wer nach Hause fährt. Man kan ja auch ohne Alkohol fröhlich sein (mit isses zwar leichter, aber ;-) … in jedem Fall habe ich mich beim Buffet sehr gut zurückgehalten und anschließend die aufgenommenen Kalorien wieder abgetanzt. Leider mochte das meine Hüfte gar nicht, und seit Samstag sind wieder stärkere Schmerzen angesagt.

Sonntag (mein Gemahl ist ja nicht zu bremsen) wurde dann auch noch im Schlafzimmer großräumig umgestellt. Schränke wurden ab- und wieder aufgebaut, es wurde geräumt, gemistet und sortiert. Nachmittags mußte ich mich dann verabschieden (leider ;-) weil ich ein Treffen mit meinen Frankfurter Strickdamen verabredet habe. Wir trafen uns um halb 3 zu gemütlicher Runde im Cafe Naschmarkt am Dom (sehr zu empfehlen, wer auf leckere Kuchen und viel Schnickschnack steht).

Montag begann mal wieder mit sehr frühem Aufstehen (wäre ich mal lieber im Bett geblieben). Ich kämpfe ja immer jeden Morgen einen erfolglosen Kampf, an dessen Ende ich leider immer nachgeben muß. Ich hasse frühes Aufstehen. Schon als Teenager habe ich mir augenreibend und zähneputzend auf dem Beckenrand der Badewanne sitzend überlegt, wie viel mal ich wohl noch aufstehen muß, bis ich endlich in Rente gehen kann. Naja, mittlerweile sehe ich das natürlich etwas differenzierter. Aber anstrengend ist es dennoch … jedesmal. Der Tag verlief dann auch recht chaotisch, ständig ist irgendwas umgefallen oder ich habe mich irgendwo angestumpt, bin geblitzdingst worden auf dem Weg ins alte Büro, habe meine Haustürschlüssel zuhause vergessen … war irgendwie nicht mein Tag. Umso schöner dann das abendliche Kochen mit dem Liebsten und das gemütliche Verspeisen auf der Couch, ein paar Maschen stricken und ein bisschen genetflixt. Jetzt ist schon wieder Dienstag Abend. Am Donnerstag eine neue Runde bei den Punktezählern … hatte ich eigentlich erwähnt, daß ich mittlerweile schon 2 Kilo verloren habe … *kreisch*.

Gefühlssache

Sitze gerade in der bummelnden Straßenbahnlinie 14 auf dem Weg nach Bornheim. Ich finde wirklich Gefallen an der Nutzung des ÖPNV, wenn sie denn mal nicht streiken. Aber in Frankfurt kann man sich ja sehr gut auch ohne Busse umherbewegen. Wir treffen uns gleich in der TG Bornheim für ein Sportstündchen mit anschließendem Saunabesuch. In letzter Zeit hatte das gemeine Faultier wieder etwas Oberwasser erlangt. Aber ich bin ja mit einem sehr hartnäckigen Mann verheiratet, der schlägt es dann immer wieder in die Flucht. Manchmal arbeitet das kleine fiese Tier wirklich mit allen Mitteln, dann vergisst es mir die Sporttasche mitzugeben oder es täuscht eine Erkältung vor. Mal schauen, ob ich es bald wieder besiegen kann.

Gestern hatte ich den Kollegen einen freundlichen Obstkorb als Einstandsgeschenk mitgebracht. Nach der vorweihnachtlichen Fressorgie hatten sich auch alle darüber gefreut. Heute hat dann ein Kollege zum Geburtstag Kuchen mitgebracht, bei uns strenge Tradition … er meinte es sei der Ausgleich der Nahrungsgruppen, so dass wir auch alle mit notwendigem Zucker und Fetten versorgt werden. Eine ganz schwiiiirische Situation für uns Weight Watcher ;-) Da hilft dann nur die Scheuklappen aufsetzen beim Kaffeeholen und immer das Ziel vor Augen haben.

Zeitsprung: Heute ist schon wieder Donnerstag und ich schreibe in der Mittagspause. Sport war fein, Faultier hat gegrummelt. In der Sauna wollte ich eigentlich liegen und entspannen, leider hat so ein Kaffeenerd die ganze Zeit von ölhaltigen Bohnen gesprochen, die den Vollautomaten zubröseln, weswegen er nun einen Siebträger hat. Außerdem wurde anschließend darüber schwadroniert, wo ich Frankfurt es das beste Sushi gibt. So sind wir eben, wir Städter, es zählen immer nur die wichtigen Dinge im Leben ;-)

Weitesgehend entspannt sind wir dann später gemeinsam nach Hause gefahren. Heute Abend ist wieder das Treffen meiner Gewichtsfreunde. Ich freue mich schon, mal sehen, was die Waage dieses Mal zu sagen hat. Vom Feeling her habe ich ein gutes Gefühl (Fußballerweisheit, frei nach Andi Möller ;-)

Mittagspause

Also eigentlich wollte ich das ja viel öfter machen, also bloggen meine ich. Aber ich komm ja gerade zu nix. Noch nicht mal zum Atmen kommt man (übertreib). Naja, so viel aufregendes ist ja ohnehin nicht passiert. Ich habe mich wirklich gut in meiner neuen Frankfurter Bürobehausung eingelebt. Nach wie vor genieße ich vor allem den Hin- und Rückweg zum Büro sehr. Gestern Abend hat mir eine Kollegin auf dem Heimweg bewiesen, daß der Südbahnhof viel besser zu Fuß zu erreichen ist, als der Lokalbahnhof, hätte ich ja nicht geglaubt. Aber siehe da, jetzt ist der Weg sogar noch mal etwas kürzer geworden, von zunächst 21 Minuten auf 17 Minuten verkürzt. Allright. Auch mein Schrittzähler jubiliert und freut sich ganz besonders, wenn ich mal wieder 10.000 Schritte an einem Tag gelaufen bin.

Waagentechnisch hat sich auch ein bissl was getan, seit Freitag wiege ich offiziell 1,3 Kilo weniger als vorher … leider immer noch nicht wenig genug, um den Haargummitrick beim Hosenzumachen wieder durch das normal Zuknöpfen zu ersetzen.

Wochenende war schön … also wirklich sehr schön. Freitag Abend waren wir im Cash+Carry Markt einkaufen, wo man alleine beim Anblick des Süsswarenregals anfängt, wie ein Pavlovscher Hund zu sabbern. Aber da ich momentan voller Willenskraft bin, läßt michs ja dann doch kalt. Stattdessen haben wir viel anderen Schnickschnack gekauft. Samstag haben wir dann in trauter Zweisamkeit die komplette Wohnung durchgefeudelt. Wurde aber auch mal wieder dringend Zeit. Es gab außerdem einen Anlaß. Sonntag bekamen wir Besuch … und das ist ja immer ein guter Anlaß. Die beiden Frau M.’s waren da, wobei die eine früher Frau R. hieß. Mit beiden verbindet mich die Schulzeit und während ich die eine häufiger und die andere vor kurzem gesehen habe, hatten diese beiden sich tatsächlich 15 Jahre nicht gesehen. War das ein Hallo. Ein wirlich toller Nachmittag mit selbstgebackenen Kuchen aus meinem Weight-Watchers Rezeptbuch ;-) habe ich die Mannschaft beglückt und mein Herr C. hat sich von der besten Seite gezeigt. Ach … *seufzt*

Gestern Abend hab ich mich dann schon wieder so gefreut, denn es war mal wieder ein gemeinsamer Strickabend angesagt und ich habe die Gunst der frühen Abendstunde genutzt, um mal eilig in der Innenstadt nach dem Rechten zu sehen. An der Hauptwache traf ich dann per Zufall auf eine ganz lange nicht mehr gesehene Strickbekanntschaft, mit der ich dann gemeinsam zum Stricklokal gefahren bin. Es war mal wieder ausgesprochen nett und so hatte ich dann gestern Abend eben schon wieder keine Zeit. Jetzt nutze ich gerade die Gunst der Mittagspause und schreibe mal ein bisschen, während der Blick über die Hochhäuser der Metropole schweift.

 

 

 

Gemeinschaftsprogramm 

Huch, schon wieder ist der Mittwoch fast rum, und somit neigt sich auch schon bald die zweite Arbeitswoche in diesem Jahr ihrem Ende. Man hat gemerkt, die meisten sind jetzt wieder aus dem Urlaub zurück und sitzen an den Schreibtischen der Metropole. Das Tempo hat spätestens seit Dienstag auch wieder ganz schön angezogen. Während ich in der letzten Woche nur ein bisschen Spam aus dem Mailprogramm herausgefischt habe, gab es am Dienstag gleich wieder die volle Breitseite. Alle auf einmal, und alles sofort … das übliche eben. 

Währenddessen bin ich jedoch noch relativ entspannt und freue mich immer noch diebisch über den kurzen Weg zur Arbeit, den ich heute übrigens am Abend komplett zu Fuß bewältigt habe. So ein schönes Gefühl. 

Ansonsten verlief die Woche sehr entspannt und sehr Wetter- und Dunkelheitdkompatibel. Abends gucken wir momentan immer mal wieder die eine oder andere folge „Good Wife“ – Anwaltsserien und -Filme sind unser kleinster gemeinsamer Nenner. Für Herrn C. darf es auch schon mal eine 45 minütige Verfolgungsjagt mit lauten Explosionen und Blechschäden sein … womit ich rein gar nichts anfangen kann. Er hingegen kriegt die Krise, wenn die Gilmore Girls unentwegt auf dem Bildschirm schnattern. Aber Anwaltsserien … die mögen wir beide. 

Morgen ist wieder Weight Watchers Treffen. Bin mal gespannt, wie die erste Woche so gelaufen ist, bin eigentlich ganz zuversichtlich … 

La Bohème

Gestern Abend sind wir bei dichtem Schneetreiben (Schneedecke mindestens 0,3mm dick ;-) in die Frankfurter Oper gestapft, um uns dort ‚La Bohème‘ von Puccini anzuschauen und ich muß sagen, es war ganz fantastisch. Wahrscheinlich werde ich auf meine alten Tage tatsächlich noch zum Opernfan. Die Melodien sind meines Erachtens für das ungeübte Klassikohr recht eingänglich und die Handlung bedarf keines ausserordentlich fortgeschrittenen Intellekts … armer Künstler verliebt sich in Nachbarin namens Mimi, diese ist furchtbar krank und wird zu allem Überdruß auch noch vom armen Schlucker verlassen. Der tut das freilich nur, weil er ihr eine bessere medizinische Betreuung durch einen reichen Schnösel zukommen lassen möchte. Wie es der Zufall so will (Rosamunde Pilcher hätte sich das nicht besser ausdenken können) hört die Verlassene das Gespräch des altruistischen Liebhabers und dessen ebenfalls mittellosen Künstlerfreund mit und die Welt ist wieder in Ordnung. Der letzte Akt endet leider tragisch. Wie gesagt, es geht ja hauptsächlich um die Musik und die kann man sich sehr gut anhören.

In meinem ersten Übermut habe ich sogar gedacht, man könnte sich in die Thematik ein bisschen mehr einarbeiten und öfter mal eine solche Veranstaltung besuchen. Mal schauen was draus wird. Wir sprechen uns.

Das Opernhaus in Frankfurt ist aus einer Zeit, in der die Menschen entweder noch bedeutend kleiner waren, oder das Thema Venentrombose kein gesellschaftliches Thema war. Ich persönlich fand es dann doch etwas eng bestuhlt, zumal wir leider nur noch Karten im 3. Rang außen bekamen, und man dort den Kopf nach links verdrehen, und sich über die Brüstung lehnen muß, um überhaupt das ganze Bühnenbild sehen zu können. Da haben wir hoffentlich beim nächsten Besuch etwas mehr Glück.
Nichtsdestotrotz, so ein Opernabend ist etwas schönes und hat uns beiden sehr viel Spaß gemacht … und beim nächsten Mal haben wir sicher auch ein besseres Timing und schaffen es, den Pausensekt nicht erst beim dritten und letzten Gong zu erhalten ;-)

Entweihnachtung

Samstag morgen im Hause C. Während der Herr sich noch ein bisschen ruht, fange ich bereits damit an, Pläne für den Tag zu schmieden. Ich freue mich, denn dies ist der erste freie Tag seit fast 4 Wochen, an dem wir a) zuhause sind, und b) ich nicht krank bin. Das freut mich deswegen so sehr, weil man wieder nach Herzenslust einfach nur in der Wohnung rumwursteln kann. Gleich nach dem Frühstück wird erstmal wieder gründlich entweihnachtet. Natürlich macht es auch immer ein bisschen traurig, wenn unser leicht nadelnder kleiner Baum über den Balkon auf die Straße fliegt, um dort mit den anderen entsorgten Bäumen auf seine Abholung zu warten, aber es ist auch ein leicht befreiendes Gefühl, denn in dieser Saison war ich mit dem dekorieren nicht zimperlich ;-) 

Ansonsten überlege ich gerade, ob es wohl Sinn macht, bei den Minustemperaturen meine ganzen Wollvorräte mal auf den Balkon zu stellen … so als Mottenprophylaxe. Aber ich glaube es müsste dazu noch etwas kälter sein. Ich hatte das schon immer mal vor, aber so richtig kalt war es ja seit längerem nicht mehr. Apropos, der Wintermantelkauf gestern war erfolgreich und ab Montag muss ich hoffentlich nicht mehr so frieren auf dem täglichen Weg zur Arbeit.