Zufälle

Grundsätzlich habe ich ja gar nichts gegen die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Aber muss es ausgerechnet die Bahn sein? Heute morgen habe ich 2 Stunden und 10 Minuten zur Arbeit gebraucht … normalerweise schafft man das unter einer Stunde. Das macht dann eben keinen Spaß mehr.

Aber aufregen hilft ja sowieso nix. Selbst wenn ich wollte, wäre ich nicht in der Lage ein plötzliches Bremsmanöver mit dem rechten Fuß zu vollziehen. Was eine Versicherung dann im Fälle eines Falles entscheiden würde, mag ich mir gar nicht erst ausmalen. 
Es hilft also kein jammern. Ich häng da jetzt drin und alles ist gut :-)
Gestern Abend hatte ich wieder Krankengymnastik. Meine Therapeutin hatte mir vor kurzem schon erzählt, dass es in der Praxis noch eine Dame mit einer Transplantation am Fuß gibt, und dass es ganz ähnlich aussähe wie bei mir. Auf meine Anfrage erzählte sie auch von mir und jetzt habe ich seit gestern die Adresse und Telefonnummer … stellt sich heraus, wir sind fast Nachbarn. Sie wohnt nur wenige Häuser weiter in der gleichen Straße. Die Welt ist so klein. Am Wochenende werde ich sie mal kontaktieren. Sehr spannend, das. 

Geschüttelt und gerührt

Ich glaube ich habe gerade ein déjà vu. Jetzt sitze ich schon wieder hier am Bahnsteig und habe noch viel zu viel Zeit, bevor der Zug kommt. Egal, vertreibe ich mir eben die Zeit mit verbaler Inkontinenz ;-)

Gestern hatte ich einen ganz wundervollen Empfang im Büro. Ich war ganz gerührt. 

Das ganze Büro wär dekoriert mit Girlanden und Luftballons und frische Blumen gabs auch noch. Ein interessantes Projekt liegt in Reichweite und den gestrigen Tag habe ich mir in der Zwischenzeit mit leichtem Ausschreiben vertrieben. 

Unfassbarerweise waren Dinge wie Rutschfestigkeotsklassen und sonstige Normen noch irgendwo in den Hirnwindungen vorhanden. Kein Wunder dass da oben immer so viel los ist. 
Naja, die Zeit ging rum wie im Flug und bereits um kurz nach 2 betrat ich wieder den Boden der Finanzmetropole. Belohnt habe ich mich dann mit einem sehr leckeren Thaicurry to go, welches ich auf der heimischen Couch genüsslich verspeist habe *rülps* … tschuldigung ;-) 

Montagmorgen

Jetzt ist es also soweit. Ich bin frisch geputzt, die Haare sind ordentlich frisiert, der erste Kaffee hat die Geschmacksknospen gekitzelt und nun sitze ich in aufgeregter Erwartung am Gleis und warte auf den Zug in den Kurort. 

Gerade hat mir meine liebe Kollegin per whatsapp mitgeteilt, dass sie mich gleich am Bahnhof abholen wird. Und dann bin ich mal sehr gespannt, was mich heute alles erwartet. Bin ja nun eine ganze Weile raus aus dem Job. Welche Aufgabe werde ich bekommen? Pläne falten? Leistungsverzeichnisse kopieren oder am Ende sogar den Kaffee für die Kollegen an die Schreibtische bringen? Mal schauen … Heute Abend weiß ich mehr. Bis dahin eine wunderschöne Woche allerseits :-)

Heppenheim

Ein wirklich schönes Wochenende liegt hinter uns. Am Freitag Nachmittag, direkt nachdem Kai von der Arbeit nach Hause kam, sind wir in nur 45 Minuten an die Bergstraße geflitzt und haben uns für zwei Näche im Park Inn Hotel in Heppenheim angemietet. Zugegeben, Heppenheim ist nicht Brisbane und es gab keine Zeitverschiebung. Dennoch haben die zwei Tage gereicht, um mal wieder ein bisschen Urlaubsluft zu schnuppern und mich auf die vor mir liegende neue Zeitrechnung vorzubereiten. Ab morgen darf ich nämlich wieder einem geregelten Alltag nachgehen, doch dazu noch später mehr. 
Heppenheim ist ein wirkliches Kleinod am Rande des Odenwalds. Die Stadt dürfte in etwa so groß wie meine Heimatstadt Alsfeld sein und wir haben uns dort sehr wohl gefühlt. Eingerahmt von schöner Fachwerkarchitektur liegt in der Mitte ein malerisches Plätzchen mit verschiedensten Möglichkeiten, sich bei einem Aperol Spritz leckere Köstlichkeiten zuzuführen. Uneingeschränkt zu empfehlen ist auf jeden Fall das Gasthaus Schwan (direkt am Platz) … dort gibt es einen Kochkäse mit Musik (ja, war uns auch neu … mir Frankfurter kenne des ja nur mit Handkäs) und einem Bauernbrot … der seines Gleichen sucht. Anschließend noch das Milchreiseis mit Waldbeergrütze … ein Gedicht.
Samstag waren wir dann im schönen Heidelberg … viel rumlaufen ging ja noch nicht und daher haben wir uns auf einen kleineren Einkaufsbummel in der Fussgängerzone beschränkt. Dr. Peng hat mir aus Singapur die neuesten Horrorbilder aus seinem Operationstheater geschickt (wenn ich die bloggen würde, bekäme ich wahrscheinlich Schwierigkeiten mit dem Jugendschutz ;-) … außerdem erinnerte er mich doch daran, daß ich, um das Hauttransplantat zum Zurückweichen zu bringen, Knöchelhohe Schnürschuhe tragen sollte. Naja, sozusagen mit ärztlicher Freigabe versuchten wir dann in der Fußgängerzone das passende Schuhwerk zu finden. Mit Größe 42 ist das allerdings ein schwieriges Unterfangen und so wurde die Fußbekleidung am Abend bequem im Internet geshoppt. Wenn das Päckchen dann hoffentlich nächste Woche kommt werde ich hoffentlich auch schreien vor Glück ;-)
Heute hat uns dann die Rückfahrt durch den wunderschönen Rheingau geführt. Und wie es der Zufall so wollte … also nicht daß ich da irgendwas mit zu tun hatte … sind wir im kleinen beschaulichen Schwabsburg gelandet. Dort fand „zufälligerweise“ das alljährliche Wollfest statt ;-)
Eeeehrlich … ich haaaabe davon niiiiix gewußt. 
Also man muß sich das vorstellen, mindestens 30 – 40 Stände von Wollhändlern, Wollfärbereien und ähnliches … der totale Wahnsinn. Ich fing furchtbar an zu sabbern und war sehr froh, daß ich auch zuuuuufälligerweise vorher noch zum Geldautomat gegangen bin. Aber nach so langer Zeit des Eingesperrseins mußte ich mich ein bisschen glücklich kaufen, ich kanns einfach nicht lassen. 
Kai hat das ganze vorblildlich mitgemacht und sich sogar beim einen oder anderen Stand über die unterschiedlichen Handarbeitstechniken informiert. Ich bin glücklich :-)

Morgen früh wird es dann allerdings wieder ernst. Ich werde das erste Mal, nach ziemlich genau 5 1/2 Monaten wieder zur Arbeit gehen. Den ganzen Mai habe ich dazu genutzt, mich wieder in Form zu bringen. Wirklich fast täglich gab es eine bahnbrechende Neuerung zu berichten. Sogar Fahrrad und Roller bin ich schon gefahren. Mittlerweile kann ich (stark humpelnd) wieder ein bisschen laufen, ganz ohne Krücken. Wir freuen uns beide sehr darüber.
Ich fange morgen erst mal mit 4 Stunden am Tag an, das geht dann zwei Wochen, danach arbeite ich dann 2 Wochen für 6 Stunden am Tag, und im Juli dann wieder volle 8 Stunden. Das ist dann eine sogenannte Wiedereingliederungsmaßnahme, die der Arzt verordnet hat. Das ist auch sinnvoll, denn den Fuß volle 8 Stunden incl. 2 Stunden Zugfahrt und hin und hergehumpele zu belasten, ist sicher alles andere als einfach. Schließlich schwillt der Fuß immer noch an und das tut dann weh, so daß Laufen eher quälend ist. Also langsam dran gewöhnen … ich hoffe sehr, daß alles klappt. Denn die Decke, trotz Altbauhöhe von 3,20m, kann einem hier schon ganz schön auf den Kopf fallen.
Auch wenn ich … zugegebenermaßen, meinen 1. Kaffee am Morgen im Bett und die dazugehörige Lieblingsserie auf Sixx schrecklich vermissen werde.

Aber egal, es ist Zeit für Neue Routinen.

Mein Verlobter, seine zukünftigen Schwiegereltern und ich

Heute ist ein wunderschöner sonniger Tag und überhaupt ist alles wunderschön und sonnig gerade. Sobeben habe ich im Büro angerufen und die frohe Botschaft verkündet, daß ich ab Juni wieder zur Arbeit kommen werden, wie ich den Weg dorthin zurücklege ist mir zwar noch nicht klar, aber das wird schon irgendwie funktionieren. Ich freue mich jedenfalls sogar ein bisschen auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben.

Die Fortschritte laufen weiterhin so geschmiert, wie seit meinem letzten Post. Jeden Tag geht es etwas besser und es gibt immer wieder kleine Zwischenschritte, die wieder und wieder ein Stückchen Freiheit zurückgeben. Zum Beispiel Duschen im Stehen … sensationell. Aber das allerbeste, ich kann in der Wohnung schon wieder ohne Krücken herumhumpeln. Vorhin war ich beim Arzt und der hat es sogar schwarz auf weiss bescheinigt, daß ich ab sofort wieder voll belasten darf. Morgen sind es genau 8 Wochen seit der letzten OP. Ach ick freu mir so … ich könnte in die Luft hüpfen, aber damit muß ich dann doch noch etwas warten ;-)

Letzte Woche war auch sehr schön. Mama und Papa kamen aus aus dem fernen Vogelsberg zu Besuch. Wir waren zusammen spazieren,  sogar auch mal in der Stadt und zwischendurch hat meine Mutter sich ein bisschen um Haus und Hof gekümmert, Wäsche gewaschen und unglaublich lecker gekocht. Mit meinem Dad habe ich mittags auf der Couch verweilt und mir das Nachmittagsprogramm im ZDF angesehen. Schon sehr interessant, während ich bei meinen Lieblingsserien auf Sixx immer wieder den Versprechungen von Internetschuhhändlern und Reiseveranstaltern ausgesetzt bin, setzt das ZDF einen Kontrapunkt mit Werbung für die Apothekenumschau und den neuesten Erkenntnissen auf dem Gebiet des nächtlichen Harndrangs. Lediglich bei Emergency Room konnten wir uns auf einen gemeinsamen Nenner einigen ;-)

Ich habe viel gestrickt und endlich meinen Singapur Cardigan fertiggestellt, Fotos folgen. Ein neues Jackenprojekt habe ich bereits am Sonntag begonnen und ich bin einfach süchtig.

Leider ist eine der zahlreichen Langzeitfolgen auch die wundersame Vermehrung meiner selbst. Heute morgen hatte ich endlich den Mut, auf die unvermeidbare gläserne Digitalwaage zu steigen … wuaaaah … ich habe es ja geahnt, aber es war ohnehin unvermeidbar. Der Kombination aus Bewegungsarmut, Medikamenten und natürlich allen voran meiner Maßlosigkeit in Bezug auf Schokolade, Kuchen und sonsten Knabbereien ist es geschuldet, daß ich jetzt wieder ganz von vorne anfangen darf!!! Aber irgendwie ist das ja auch wieder eine Herausforderung. Ich mache ganz sicher keinen Hehl daraus, daß ich ab nächster Woche wieder regelmäßig zu den Weight Watchers gehe. Denn ihr wißt ja … der Oktober naht, und da werde ich ganz sicher nicht mehr Kilos auf den 10 Kilometern mit mir rumschleppen als unbedingt notwendig.

Vielleicht hat ja irgendjemand Lust, uns vor Ort ein bisschen anzufeuern? Oder am Ende sogar mitzumachen? Hier wären die Details :-) Das wäre doch was, außerdem ist Mallorca um diese Zeit einfach nur ein Traum. Bei unserem letzten Besuch zu dieser Jahreszeit konnten wir noch im Meer baden …

Durchbruch

Mit wirklich großen Schritten (im wahrsten Sinne des Wortes) geht es nun endlich ein Stücken vorwärts.

Letzten Dienstag war endlich der erste Termin der Physiotherapie. Und das hat wirklich so einiges verändert. Die wesentliche Veränderung ergab sich natürlich nicht durch ein paar erste kleine Bewegungsübungen, sondern durch die Blockade in meinem Kopf, die mit diesem ersten Termin gelöst wurde. Die Therapeutin hat mir einfach die Angst genommen, den Fuß nun endlich mal wieder auf den Boden zu setzen. Die ganze Zeit war ich mir unsicher, ob ich vielleicht etwas falsch machen könnte … oder ob die Sehne villleicht beim ersten Bodenkontakt mit einem lauten Knall wieder auseinanderberstet. Da dies so schnell nicht zu erwarten sei, fing ich an, jeden Tag fleissig zu üben.
Bin ich also Dienstag noch auf Krücken und einem Bein in die Praxis um die Ecke gehumpelt, konnte ich tatsächlich am Donnerstag so etwas ähnliches wie eine Laufbewegung simulieren … selbstverständlich noch jeden Schritt des kranken Fußes mit den Krücken abfedernd.

Am Freitag dann die Offenbarung, ich hatte das Gefühl wieder ein bisschen besser vorwärts zu kommen … also entwickelte sich im Gehirn ein wagemutiger Gedanke. Ich dachte dauernd an mein nächstes Strickprojekt, und daß ich dafür doch unbedingt neue Wolle bräuchte (ist ja nicht so, daß ich zuhause nicht schon ein paar Knäuel habe ;-)
Kai konnte ich nicht fragen, der sagt ja immer nur, ich hätte doch schon so viel davon … also recherchierte ich im Internet nach der genauen Lage des angepeilten Garnshops.
Lange genug in Frankfurt, visualisierte ich die Zugänglichkeit der Bahnen und der Stationen (Rolltreppe oder Lift, Entfernungen). Nach ausgiebiger Machbarkeitsstudie habe ich es tatsächlich gewagt. Im absoluten Schneckentempo bin ich vor zur Straßenbahnlinie 12 gehumpelt, am Willy-Brandt-Platz in die U-Bahn umgestiegen und wurde nach nur drei Stationen direkt vor der Wollboutique Elflein in der Eckenheimer Landstraße wieder ausgespuckt. 
Und weil das so toll gelaufen ist, bin ich gleich nochmal zur Konstablerwache und einmal quer über die Zeil gewatschelt. Es war einfach grandios. Ich hatte ein fettes Grinsen im Gesicht und war soooo stolz. Am Schweizer Platz kam dann der Kai von der Arbeit dazu und wir haben erstmal auf diesen Erfolg mit einem gepflegten Bierchen angestoßen.

Samstag dann die nächste ganz große Herausforderung. Der große runde Geburtstag von unserem lieben Freund und Kommentator Dirk. Er hat ganz groß aufgefahren und es gab sehr leckeres Grillgut in der Weber Grillakademie und viel Platz zum Tanzen … *Plattenscratch* … leider nicht für mich, das wäre dann doch noch nicht möglich gewesen. Ist schon blöd, wenn der Kopf einfach immer schneller vorwärts will, als meine Füße!!! Aber es war ein schöner Abend und wir hatten unseren Spaß. Ein lockeres Grillen in turbulenter Atmosphäre (ich sage nur 3 Teenager am Tisch ;-) bei Kais Schwester in Oberrad am Sonntag Abend rundete dieses wirklich ganz wundervolle und erfolgreiche Wochenende ab.

Mir persönlich wäre es ja am liebsten, das würde jetzt jeden Tag so weitergehen, aber ich befürchte, ich muß mich auch weiterhin in Geduld üben. Unser Ziel, die 10 km am 19. Oktober auf Mallorca zu laufen, werden wir aber so schnell nicht aus den Augen verlieren. 

Milchmädchenrechnung

Kai hat heute seinen ersten Arbeitstag. Und ob ihr es glaubt oder nicht, ich beneide ihn darum. Ich wäre heute auch so viel lieber wieder einem geregelten büroalltag nachgegangen. 

Aber ich lasse ja den Kopf nicht hängen und arbeite weiter an der wohnungsinternen Prozessoptimierung. Mit dem Rollstuhl kann ich fast jeden Winkel der Wohnung erreichen, Ausnahme Bett und Bad … und somit war ich tatsächlich in der Lage, eine Maschine mit Wäsche zu beladen und anzustellen. Überlege allerdings noch, wie ich es schaffe, diese danach in den Trockner umzuschichten. 
Das kaffeproblem wurde ebenfalls weiter optimiert. Im schicken blauen Rucksack mit halbgeschlossenem Reißverschluss ist das ganze zwar noch nicht vollkommen dicht, aber hey, da fülle ich die Tasse einfach ein bisschen voller und dann bleibt mehr übrig ;-)

Gerade habe ich es wieder auf das Sofa geschafft, schaue mir peinliche teenagerserien der 90er Jahre an und … nawas … stricke, bis der Arzt kommt … oder Kai ;-)
Gestern Mittag waren wir mit Kais Eltern beim Thailänder … und es hat sooooo lecker geschmeckt. Da konnte man ein bisschen in Erinnerungen schwelgen. Lustig war, dass der Papayasalat mit 2 Chilischoten als besonders scharf gekennzeichnet war … haha … do you like Thaispicy or touristspicy? 

Frankfurter Allerlei

Irgendwie hatte ich mir das ein bisschen anders vorgestellt. Ich dachte, ich würde hier schön weiterbloggen und es gäbe jeden Tag eine neue bahnbrechende Verbesserung meiner allgemeinen Gestundheitssituation … aber dann sind da leider immer wieder diese Rückschläge. Gestern zum Beispiel hatten wir noch am Vormittag Besuch und irgendwann am Mittag hatte ich dann wieder so starke Schmerzen im Fuß, daß selbst ein normales Schmerzmittel nicht half. Also warf ich mal wieder eine dieser Zaubertabletten aus Singapur ein … habe noch geringe Restbestände, die ich hüte wie einen Schatz. Die hat dann auch geholfen, aber durch die Abstinenz der letzten Wochen war ich wohl wieder entwöhnt … und der Warnhinweis „can cause drowsyness“ hatte dann voll eingeschlagen. Ich war schachmatt, den ganzen Tag … nix schlimmes, aber eben furchtbar müde und schläfrig. So war er dann der Freitag. Erst am Abend saß ich wieder aufrecht und habe mir mit Kai einen Agententhriller im Fernsehen angeschaut.

Heute morgen geht es aber wieder um einiges besser, die Laune ist gut und vorhin habe ich mich dabei ertappt, wie ich zu der Musik im Radio mitgewippt habe ;-) Musik … ein so wichtiger Bestandteil meines Lebens, den ich seit dem Affenbiss vollkommen ausgeklammert hatte.
Heute Nachmittag sind wir auf einen Geburtstag eingeladen … mal gespannt, wie das so läuft :-)

Vorgestern haben uns die Kellers besucht, die wohnen hinter den sieben Bergen irgendwo in der Nähe des schönen Bodensees, in einer Gegend, die so traumhaft schön ist, daß man dort am liebsten sofort wieder hinfahren möchte … (Notiz an mich: Unbedingt Besuch vereinbaren :-) Dort ist es so furchtbar idyllisch, daß es für die Kinder ein ganz interessantes Erlebnis war, in der großen Stadt zu sein. Übrigens handelt es sich bei der Dame neben mir um das berühmte Monakel, die immer so fleissig mitgelesen und kommentiert hat, wir haben gemeinsam die Höhen und Tiefen des Architekturstudiums durchlebt und durchlitten ;-)

Gestern morgen beim gemeinsamen Frühstück haben wir dann auf dem Computer eine kleine bescheidene Auswahl (höchstens 1500 Stück ;-) der schönsten Urlaubsbilder angeschaut und Kai und ich haben uns mal wieder erinnert, was für eine unfassbar schöne Zeit wir hatten.

Am Montag wird der Kai wieder seinem geregelten Büroalltag nachgehen und ich habe noch 4 Wochen Zeit um hoffentlich Ende des Wonnemonats wieder einsatzfähig zu sein. Ich setze jetzt wirklich große Hoffnungen auf die am Dienstag beginnende Physiotherapie!

Herr, gib mir Geduld … und am besten sofort ;-) In diesem Sinne, ein wunderschönes Wochenende allerseits.

Nach dem Urlaub …

Heute bin ich total melancholisch, schon den ganzen Morgen. Ich bin einfach ein Träumerle. Warum ausgerechnet heute, na weil wir so ziemlich genau jetzt im Flieger sitzen würden, und in nur wenigen Minuten der Heimflug nach Frankfurt starten würde. Um 7 heute Abend würden wir in Frankfurt landen und noch ein paar ruhige Tage mit sicher sehr viel Fernweh zu Hause verbringen, bevor wir beide am 5. Mai wieder arbeiten müssten.

Jou. So isses halt net, Gaby … iss ja gut jetzt!
Deswegen … die aktuelle Trauerzeit beträgt demnach noch genau 6 1/2 Stunden. Dann ist endlich Schluss mit dieser Phase und die nächste Planungsphase kann beginnen. Frei nach dem Motto, man muß auch loslassen können, um neues zu beginnen :-)

Als wir uns auf die große Reise begeben habe und ich den Untertitel für diesen Blog gewählt habe, mußte ich immer an dieses Bild denken …

… daß die Magie auch ihre Zähne zeigen kann, habe ich ja nun gelernt, aber es wird uns sicher nicht davon abhalten, die Zone immer wieder zu verlassen, um neue Entdeckungen zu machen.

Es gibt ja noch sooooooo viel zu entdecken ;-)