Buona Sera Torino – Ein bezaubernder Abend mit Marco Mengoni

Aktuell liege ich im weichen Hotelbett, heute war unser letzte Abend in Turin. Aber der ist mit einem absoluten Feuerwerk zuende gegangen. Ich bin noch ganz beseelt und geruehrt vor Freude über diesen wunderschönen unvergesslichen Abend.

Es ist/war der 9. Juli 2025, Zeit endlich das lang erwartete Geschenk zu Kais 60stem Geburtstag einzulösen. Das Konzert im Stadio Olimpico Grande Torino von Marco Mengoni stand auf dem Programm und es sollte der Höhepunkt dieser kleinen Reise werden. Ich kann mich noch erinnern wie ich im Oktober letzten Jahres die Italienkarte ausgedruckt habe und die Orte der gesamten Tournee darauf eingetragen habe. Kai durfte sich die Stadt nämlich aussuchen.

Wir waren gegen halb 8 vor Ort im Stadion und auch wenn es ausverkauft war, war der gesamte Einlassprozess extrem entspannt und unkompliziert. Ich hatte uns Plätze etwa in der Mitte der Tribüne organisiert und der Blick war fabelhaft. Wir konnten alles perfekt überblicken.

Um kurz nach 9 ging es dann los mit einem absolut gelungenen Auftakt. Ich war ja in meinem Leben schon auf so vielen Konzerten. In einem grossen Stadion Open Air war ich dafuer aber noch nie. Die Bühne war riesig und erstreckte sich ueber die gesamte Breite des Innenraums. Es gab drei riesige Leinwände, eine lange Bühne davor und einen Steg mitten ins Publikum.

Die gesamte Show war grandios inszeniert und Herr Mengoni ist die Art Mensch, die mit ihrer Ausstrahlung und Energie ein ganzes Stadion voller Menschen zum Kochen bringen können. Die Stimmung war hervorragend.

Kai und ich haben ihn entdeckt, als er vor zwei Jahren fuer Italien beim ESC angetreten ist und einen respektablen vierten Platz belegt hat. Er war unser beider Favorit. Sein Lied von damals war Due Vite, und das hat sich sogleich in mein Herz gebohrt. Ich muss sagen, trotz der ganzen Independent Musik die ich frueher gehört habe und immer noch liebe, habe ich eine Schwäche fuer italienische Popmusik. Schon immer gehabt.

Wir haben geschwelgt und zu den Rhythmen mitgewippt. Ich wäre gerne aufgestanden, habe mich aber nicht getraut. Stellte ich doch in der Kloschlange von vorher fest, dass ich aus der Menge der italienischen Frauen herausrage. Ich wollte also niemandem die Sicht versperren. Dennoch habe ich lauthals mitgegroelt, manchmal in lupenreinem Italienisch 🤣🤣🤣 und manchmal in selbstgebasteltem Kauderwelsch. Es hat jedenfalls total viel Spass gemacht. Und als auch die Zugabe gesungen war, die Lichter angingen und wir uns mit den Massen nach draussen bewegten, drehte sich Kai zu mir im, schaute mich verliebt an und bedankte sich nochmals fuer dieses tolle Geschenk *schneuz*

Und zu guter Letzt, der Song aus dem  ESC, wegen dem wir auf Marco Mengoni aufmerksam wurden. Due Vite, laut meinem Jahresrückblick auf Spotify mein meistgespielter Song, den ich auswendig mitgrölen kann.

Se questa è l′ultima
Canzone e poi la luna esploderà… ❤️

Blauer Mais am Strand

Meine allerersten Nacht in einem ausgebauten Campervan war ganz wunderbar. Frau Z und ihr Freund haben sich den vor etwa 4 Jahren zugelegt und er ist praktisch und schön zugleich ausgebaut. Die Matratze ist total bequem, draussen war es ruhig. Ab und an musste ich den Wagen fuer einen nächtlichen Toilettengang verlassen, aber am naechsten Morgen wachten wir gut genächtigt auf.

Ein wesentliches Detail fuer einen perfekten Camping Morgen fehlte allerdings. Wir hatten am Vortag keine Zeit mehr, um Kaffee und Milch zu kaufen. Wir packten also zügig zusammen und fuhren in den Ort fuer die erste schnelle Ladung Koffein.

Der kleine P hat uns einen tollen Tipp gegeben, in einem kleinen Ort am Strand namens Cayugos gibt es ein Frühstückslokal names „Hidden Kitchen“… Dort gibt es Waffles aus blauem Maismehl. Blue Corn ist eine vorwiegend in Mexiko vorkommende Maissorte und laut meiner Recherche voller guter Inhaltsstoffe, die den Körper vor vielen Krankheiten schützt. Sagt zumindest die Blaumaislobby ;-)

Wir waren dort frühstucken und es war einfach saulecker. Gut gefüllt haben wir noch den einen oder anderen Thriftstore (second hand) abgeklappert und ich war ein bisschen am Meer spazieren und habe meine Füße in den kalten blauen Pazifik gehalten. Das war mal wieder so ein Glücksmoment den ich mit aller Intensität genossen habe.

Vor dem Fruehstueck waren wir noch bei Trader Joe’s und haben uns dort mit dem nötigsten eingedeckt. So haben wir uns später am Nachmittag einen Parkplatz direkt am Strand ausgesucht, und dort den Camper abgestellt. Die seitliche Schiebetür wurde weit aufgerissen und wir vertrödelten den Nachmittag mit Meerblick, einem leckeren selbstgemachten Kaffee und weiteren guten Gesprächen mit Lachen und weinen gleichzeitig. So haben wir es am liebsten.

Der Abend brach langsam an und es ging wieder zurück in die Stadt zum Abendessen mit dem kleinen P. Er führte uns in ein Restaurant auf einem Hotekdach mit Blick über die Stadt. Es gab ein paar Drinks und leckere fluffige Pizza.

Zu später Stunde fuhren wir wieder zurück zum Meer und suchten uns  dort ein Plätzchen für die Nacht. Dieses Mal hatten wir mehr Glück und fanden einen schoenen gepflegten typisch amerikanischen Campground in einem kleinen State Park in Pismo Beach. Der anstrengende Vortag steckte uns noch in den Knochen und so ging es ohne Umschweife ins bequeme Camperbett mit dem beruhigenden Hintergrundgeräusch von zirpenden Grillen.

Alsfeld + Geburtstagskatzen

Freitag morgen haben wir unser Auto bis unter das Dach vollgepackt und sind die knapp 100 Kilometer zu unserem ersten Zwischenstop nach Alsfeld gefahren.

Ziel war es, dort die Katzen in die Obhut meiner Eltern zu geben, und ausserdem meinem Papa zum 82. Geburtstag zu gratulieren. Dafür hatte ich bereits am Vorabend einen seiner Lieblingskuchen gebacken, einen Frankfurter Kranz als Blechkuchenversion.

Um die Mittagszeit erreichten wir bereits unser Ziel und ich konnte meinem Dad erstmal lauthals unser traditionelles Familien-Geburtstagsstaendchen singen.
Das Hallo war gross, denn Oma und Opa freuen sich immer sehr auf den Katzenbesuch.

Coopy und Quentin kennen Alsfeld seit sie kleine Kitten waren und fuehlen sich hier auch immer sehr wohl, und wir freuen uns, dass jemand während unserer Abwesenheit die Katzen so liebevoll versorgt. Ein besonderer Dank dabei an meine Mama.

Nachmittags haben wir den Kuchen verspeist und mit meinem Onkel und einer langjährigen Familienbekannten bis in die frühen Abendstunden gequatscht.

Am Abend wurde beim Italiener bestellt und wir haben nebenbei die Athleten bestaunt, die bei den Paralympics trotz ihrer Einschränkungen grosses vollbracht haben.

Am nächsten Morgen ging es direkt nach dem Frühstück weiter in Richtung Norden. Die Katzen haben bereits Lunte gerochen, und sich versteckt. Sie hatten befürchtet, gleich wieder nach Hause zu muessen 😂

Nach der Reise ist vor der Reise

Gestern Abend war unser schöner Kurztrip an den westlichsten Zipfel Europas dann wieder beendet. Wenn ich so an den Muskelkater in den Waden denke, die fette Blase die ich mir gelaufen habe … dann könnte man meinen, wir hätten einen Kurzaufenthalt mit Y-Reisen gebucht. Aber in einer Stadt wird eben immer viel gelaufen … da freut man sich doch direkt, daß man heute mal wieder arbeiten darf, und dabei nur ein bisschen Arbeiten muß ;-)

Gestern Abend sind wir so gegen 10 zuhause gewesen und die Katzen haben Stein und Bein geschworen, sie hätten seit Tagen nichts zu essen bekommen ;-) … aber ich bin sicher, die Nachbarin hat sie wie immer gut versorgt. Aber dem großen Miauen nach könnte man auf eine andere Idee kommen. Der durchtriebene Kater versucht es mit allen Tricks.
Wichtig war aber eher, daß das Herrchen sogleich die mitgebrachten Cracker, den Käse und den Portwein ausgepackt hat, um dem Abend noch einen würdigen Abschluß zu verleien.

Hier dann noch mal eine Zusammenstellung der schönsten Fliesen. Wenn es nach mir ginge, dann würde ich zuhause auch gerne den einen oder anderen Boden mit diesem Muster belegen.


Jetzt wird es dann aber wieder spannend. In nicht mal mehr 2 Wochen steht die nächste Reise an, und dieses Mal etwas größeres als eine kleine Städttour. Ich traue es mich gar nicht aufzuschreiben, es ist schließlich das dritte Mal, daß wir planen, diese Stadt zu besuchen … also genauergesagt, haben wir sie ja besucht, recht lange sogar … ich hatte nur etwas weniger davon mitbekommen. Also bitte alle Daumen drücken, daß dieses Mal nichts dazwischenkommt!!!

Fernweh

Seit gestern Abend gegen 8 sind wir wieder zuhause in Frankfurt angekommen. Wie immer (warum sollte es anders sein ;-) brauche ich etwas Zeit, um mich an die „neue“ Situation zu gewöhnen. Besonders, wenn die Reise so wunderschön wie diese war, dann dauert es einfach, bis mein Herz dem schnellen Flieger hinterhergereist ist. 
Es ist wirklich immer wieder unglaublich, auch wenn der Flug gestern fast 12 Stunden gedauert hat … wenn man dann zuhause ist, kann man kaum glauben, daß man in dieser Zeit einmal quer über Afrika und Europa geflogen ist. 
Die beiden Fotos wurden gestern morgen kurz vor dem Abflug in Mauritius aufgenommen. Kai blickt sehnsüchtig nach draussen auf die Rollbahn. Wäre es nach uns gegangen, wäre dies nicht ein Flug nach Frankfurt, sondern in ein anderes fernes Land gewesen. 
Mein persönliches Mauritius Fazit: Die Insel ist wunderschön, aber irgendwie auch ein bisschen seltsam … der Tourismus findet im Wesentlichen in den für sich abgeschlossenen Resorts statt … fein säuberlich getrennt vom Rest des Lebens auf der Insel. Mit unserem Mietwagen waren wir schon fast ein bisschen die Exoten unter den Touristen … ist man durch Mahébourg oder Port Louis gelaufen, dann gab es außer uns fast keine anderen Bleichgesichter zu sehen. Was daran so merkwürdig ist? Eigentlich nichts, aber es ist eben anders als in vielen anderen Gegenden, wo sich beides – das normale Alltagsleben, und das der Reisenden – immer irgendwie vermischt.
Die Menschen sind dort wahnsinnig nett, die Landschaft, besonders im Süden ist einfach schön. Die Strände sind der Wahnsinn, man hat immer das Gefühl, in einer 80er Jahre Fototapete zu sein. 
Leider war das Wetter nicht so sonnig, wie man sich das vielleicht gewünscht hätte, aber im gesamten war es auch toll, den dortigen „Winter“ zu erleben. Ständig wechselten sich Sonne, Wolken und Regen ab, aber die Temperaturen waren immer angenehm. 
Und auf Hochzeitsreise zu sein, ist einfach nochmal ein ganz anderes Gefühl. Es fühlt sich so besonders an. Ich bin glücklich, einen Mann gefunden zu haben, mit dem man so etwas schönes erleben kann. Und mittlerweile dürfte jeder davon überzeugt sein, dass wir mit dem Reisen noch lange nicht fertig sind ;-)
Natürlich steht Australien, als Fortsetzung des abgebrochenen Sabatticals, ganz oben auf der Liste … aber da müssen wir erstmal wieder ein bisschen Zeit schaufeln. 4 Wochen wären schon toll, aber ob das auch klappt? Mal sehen … wir arbeiten dran. Ansonsten hat Kai uns einen neuen Floh ins Ohr gesetzt … Indien … genauergesagt Goa soll es bald sein. Ein Land, in das sich spätestens, seit ich mit einer Inderin in New York zusammengearbeitet habe, unbedingt hin möchte. Irland schwebt uns bald vor und natürlich das ein oder andere verlängerte Wochenende … 
Nur mit solchen Gedanken, läßt sich das unendliche Fernweh überhaupt einigermaßen ertragen ;-)

Aktuelle Gedanken

Ich muß zugeben, daß es angesichts der aktuellen Ereignisse tatsächlich etwas schwer fällt, über die diversen Belanglosigkeiten des alltäglichen Lebens zu schwadronieren. Aber der journalistische Tiefgang ist nicht meins, das können die anderen weitaus besser. Dennoch bedrückt es mich, und es macht auch Angst. Am meisten beindruckt hat mich das Interview mit einer ehemaligen Mitarbeiterin des Magazins, die gesagt hat, daß die verbliebenen Kollegen bereits an der Ausgabe für nächsten Mittwoch arbeiten. Das finde ich sehr bewegend und verdient meinen tiefsten Respekt. Ich muß zugeben, ich hätte niemals diesen Mut. Am allermeisten ärgert es dann noch, daß die Menschen aus purer Unwissenheit ihre Angst in Demonstrationen gegen die angebliche Islamisierung des Abendlandes kanalisieren. Das finde ich grauenhaft.

Als ich damals mein Datingprofil im Netz erstellt habe, habe ich bewußt und in Worten nach einem „weltoffenen“ Mann gesucht. Dies bezog ich natürlich nicht nur auf das Reisen im Allgemeinen (wo ich ja mit Kai den perfekten Partner gefunden habe :-) … sondern auf Toloranz im Besonderen … und auch da habe ich natürlich mit Kai ins Schwarze getroffen. Toleranz scheint mir eine der wichtigsten Eigenschaften zu einem respektvollen Miteinander. Einfach mal über den Tellerrand hinausschauen hilft ungemein. 

Wie sicher jeder weiß … wir reisen sehr gerne (ach ;-) und auch eine Reise nach Paris ist in diesem Jahr geplant, die hatte ich Kai ja zum 50.sten geschenkt, der Flug für Ende April ist bereits gebucht. Irgendwo auf der Welt brennt es wohl immer, als wir im letzten Jahr nach Thailand geflogen sind, haben wir mit Sorge und Interesse die aktuellen Ereignisse in Bangkok verfolgt, auch Hongkong haben wir besucht, und das war in den letzten Monaten ebenfalls in den Schlagzeilen. Werden wir uns das Reisen dadurch vermiesen lassen?
Die Antwort ist ein klares Nein!

Um dies zu untermahlen, haben wir in den letzten Tagen eine lose Abfolge von Kurzreisen gebucht und organisiert. Ende Januar geht es los. Wohin verrate ich nicht, aber ich werde sicher live berichten.

Ende gut, alles gut

Heute ist der vorletzte Tag des Jahres. Schon die ganze Zeit geht mir soviel durch den Kopf. Es ist eben mal wieder die Zeit „zwischen den Jahren“.  Für mich ist das schon immer die Zeit der Besinnung, des Rückblicks und auch des Ausblicks gewesen. Daher folgt nun ein kleiner höchstpersönlicher Jahresrückblick … mal heiter, mal ernst … ganz im Stil des ausklingenden Jahres (mit bisher unveröffentlichtem Bildmaterial ;-)

Schönster Moment des Jahres

Da brauche ich definitiv nicht lange, um mir das zu überlegen, ganz klar, der Moment, als Kai am 13. Februar in der Rooftop Bar des Lebua State Towers in Bangkok die Frage aller Fragen gestellt habe. Diesen Moment werde ich sicher niemals vergessen *schneuzt*


Schrecklichster Moment des Jahres

Leider hatte das Jahr an dieser Front auch einiges zu bieten, aber der tiefste Punkt war sicher, als Dr. Lin an meinem Bett stand und unsere Traumreise offiziell für beendet erklärt hat. Nein, das war definitiv nicht schön. 

Fuß des Jahres
Ich würde sagen der Rechte, ganz klar … sorry linker Fuß, aber ein Treppenausrutscher lässt sich nun mal nicht mit einem Affenbiss vergleichen ;-)


Ärgernis des Jahres

Beyond the obvious ;-) … würde ich die wundersame Vermehrung meiner selbst als Ärgernis betrachten

Erkenntnis des Jahres

Gesundheit ist ein sehr hohes Gut. Und wenn es „nur“ diese Erkenntnis ist, die das vergangene Jahr hervorbringt, dann läßt sich vielleicht doch ein Sinn erkennen. Daß ich jetzt so langsam wieder aufrecht gehen kann, weitgehend krückenfrei, selbstbestimmt eine Tasse Kaffee durch die Wohnung tragen kann (kommt mir gerade vor, als hätte ich das in diesem Jahr schon mal erzählt ;-) … das ist ein solcher Genuß.

Mann des Jahres

Kai, Kai und nochmals Kai … bitte liebe Männer verzeit es mir, aber dies ist ja auch nur meine persönliche Einschätzung ;-) Was dieser Mensch in diesem Jahr alles für mich geleistet hat, das läßt sich mit Worten gar nicht richtig beschreiben. Er war immer für mich da, hat mir so oft die Hand gehalten in so vielen verzweifelten Momenten, die es in diesem Jahr gegeben hat. So viele bunte Teller und Tassen Kaffee hat er mir gebracht ;-) Er hat mich gepflastert und gesalbt, Haken und Ösen in der Wohnung angebracht. Nach seelischen Einbrüchen, elterlichen Wohnungsbränden, großräumigen Renovierungsaktionen und Zeiten der Rekonvaleszenz dürften wir nach geltendem Recht damit wohl jede voreheliche Prüfung bestanden haben :-)


Hobby des Jahres

Na was wohl? Rischtiiiisch … stricken. Was sonst, aber ich muß auch sagen, daß ich noch nie so intensiv die Nadeln habe klappern lassen, wie in diesem Jahr. Ich gebe zu, ein bisschen süchtig bin ich schon :-D


Schönster Ort des Jahres

Na wer fragt denn sowas, ich frag dich doch auch nicht welches dein Lieblingskind ist ;-) Aber alles was tief im Dschungel ist, oder an einem Traumstrand in Thailand zählt sicher dazu. Daneben ist aber auch nicht zu verachten, daß wir ein wunderschönes Zuhause haben, auf das ich mich immer wieder freue. 


Geldverschwendung des Jahres

Zwei Fernreisen ohne Reiserücktrittsversicherung stornieren zu müssen. Aber sowas kann uns im nächsten Jahr auf keinem Fall mehr passieren, denn in meinem 24. Türchen des Adventskalenders war eine solche Versicherung für uns beide für das gesamte Jahr. 

Neben all diesen lose aneinandergereihten Superlativen läßt sich eines aber mit Sicherheit behaupten. Dieses Jahr war auf jeden Fall ein skurriles Jahr, hätte man ein Stimmungsbarometer geführt, dann würde das sicher genauso aussehen, wie die Kursentwicklung nahmhafter Aktienpakete. Wir freuen uns nun mit voller Kraft auf das neue, vor uns liegende Jahr und sind gespannt, was es wieder alles zu bieten hat. Allen voran aber die absolute Vorfreude auf die große Hochzeitssause im Sommer :-)

Abschließend noch die berühmten guten Vorsätze für 2015: 
– weniger Krankenhausbesuche
– mehr Reisen

in diesem Sinne wünschen wir allen, die hier immer noch tapfer reinschauen ein wundervolles neues Jahr, feiert schön, laßt es euch gut gehen, wo immer ihr gerade seid.  

 

Greetings from Spore …

… oder wie die Einheimischen ihre Stadt nennen. Nein, nein, wir sind noch nicht losgeflogen. Aber ich hatte gestern Abend zwei meiner damaligen Ärzte angemailt und gefragt, ob wir uns noch mal sehen könnten, während Kai und ich dort weilen. Heute morgen dachte ich noch, hm … vielleicht etwas vermessen, daß sich die mit Sicherheit hoch bezahlten Doktoren nochmals mit mir treffen würden, ohne daß eine medizinische Notwendigkeit bestünde. Ganz nebenbei hätte ich natürlich nix gegen ein kurze Begutachtung des Resultats ;-)
Vorhin jedenfalls kam dann von beiden eine Bestätigung, daß sie sich sehr freuen, mich wiederzusehen. Wie schön. Dr. Peng und Dr. Tan … meine Retter in der Not. Ich bin den beiden wirklich sehr sehr dankbar. Gerne würde ich auch noch ein paar der Schwestern sehen, die mir damals sehr ans Herz gewachsen sind. Die kann ich leider nicht erreichen, aber wir werden auf jeden Fall mal auf gut Glück im Krankenhaus vorbeischauen. Der Kaffemann im Erdgeschoss ist hoffentlich auch noch da :-)

Gestern Abend habe ich meinen Rucksack zugeschnürt und konnte mein Gepäck tatsächlich noch mal um 3 Kilo erleichtern, so daß er insgesamt nur noch 7 Kilo wiegt, und daß trotz immenser Wollgeschenke ;-) Wichtig ist mir diese Mal übrigens nicht, daß der Rucksack insgesamt zu schwer wird, sondern daß auf dem Rückweg noch genug Platz übrigbleibt, um die diversen Großeinkäufe nach Hause zu schleppen. Schließlich endet die Reise im Einkaufsparadies Singapur. Alleine die Funan-Electronic-Mall scheint mir einen Besuch wert.
Am allermeisten freue ich mich allerdings auf den Singapore Zoo, der soll wirklich ganz toll sein.

Noch drei mal schlafen!!!

Endspurt

Diese Woche geht es noch einmal richtig zur Sache, meine Güte. Gerade prasselt mal wieder arbeitstechnisch alles auf mich herein. Ist wohl so eine Regel kurz vor dem Urlaub … meistens ist es ja dann doch so, daß man wiederkommt und die Sache eigentlich noch Zeit gehabt hätte. Hilft nix, Ärmel hochkrempeln und durch.

Gestern haben wir unsere Rucksäcke gepackt. Das lief wirklich sehr entspannt, weil man ja genau weiß, was einen wettertechnisch erwartet. Es wird wieder der übliche Zwiebellook eingepackt, die Super Wander-Jogging-Sneaker-Alleskönnerschuhe, Flip-Flops und noch ein paar lauffeste Sandalen. Das wars. Ob ich überhaupt eine lange Hose mitnehme, weiß ich noch gar nicht. Dafür auf jeden Fall Badesachen … denn möglicherweise verschlägt es uns ins Paradies, aber das wissen wir noch nicht.
Es wird auf jeden Fall heiß sein, aber möglicherweise auch regnen, aber so ein Tropenregen … das durfte ich ja schon erfahren, ist auf jeden Fall etwas ganz besonderes.

Gestarted wird auf jeden Fall in Saigon (oder auch Ho Chi Minh City), danach ist alles offen. Und am Ende erwarten uns noch 4 Tage in Singapur, auf die ich mich so dolle freue, daß ich schon ganz hibbelig bin (Eine Auslandskrankenversicherung habe ich vorsichtshalber doch noch abgeschlossen ;-)

So, aber jetzt noch mal schnell in die Hände gespuckt …

Ringe + Wolle

Wir zählen schon wieder sehnsüchtig die noch verbleibenden Tage, bis es endlich wieder losgeht in die große weite Welt. Am Wochenende wird gepackt und ich bin sehr gespannt, ob ich meinen Rekord unseres Sabbaticals von 10 Kilo unterbieten kann … wobei das schwierig werden könnte, da ich für meine Strickfreundin Jackie aus Singapur ordentlich Wolle gekauft habe, um ihr eine kleine Freude damit zu machen. Ich freue mich schon sehr, sie wieder zu treffen.

Letztes Wochenende habe ich mal wieder eine geruhsame Zeit im beschaulichen Alsfeld verbracht. Kai ist in Frankfurt geblieben, weil er am Samstag Abend Karten für Udo Jürgens hatte. Jaja, ich weiß schon, ein großer Entertainer … ich mochte mir das trotzdem nicht anschauen, musikalisch gesehen bin ich eben sehr verbohrt ;-)
So war ich bei meinen Eltern, tauchte tief in den gemütlichen Lehnsessel ein und strickte mich wie eine Wilde durch den Tag. Sonntag früh kam der Kai dann angefahren und nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir dann in die „Innenstadt“ gegangen, denn dort war verkaufsoffener Sonntag. Wir haben die Chance genutzt, und unsere zukünftigen Eheringe bestellt. Schlicht und einfach … ohne Schnörkel und Schnickschnack … bin sehr gespannt, wie es sich dann anfühlt, ab nächstem Jahr so einen Ring am rechten Zeigefinger zu tragen.

Gestern Abend hatte ich meine allerletzte Lymphdrainage … sehr schade das, denn ich bin nach wie vor fest davon überzeugt, daß der Hubbel seit dieser Form der Therapie immer kleiner geworden ist. Ich hoffe ich bekomme die Gelegenheit mal den Herrn Dr. Peng in Singapur zu fragen, was er dazu meint, wenn er grünes Licht gibt, daß da noch mehr zu erreichen ist, dann werde ich die Therapie nach der Reise fortsetzen. Ich weiß nämlich nicht, ob ich nochmal ein Messer an den Fuß ranlassen will, nachdem der Heilungsprozess dort wirklich sehr langwierig ist.